B2B Marketing Days 2019

Industrie 4.0: Buzzword oder Ticket für ein neues Level?

| Autor / Redakteur: Elena Klee* / Julia Krause

Faszination Roboter: Automation hautnah erleben mit dem Pick & Place Handling System von SMC. Und dann geht´s ab in die Cloud und ran an die smarte Produktion.
Faszination Roboter: Automation hautnah erleben mit dem Pick & Place Handling System von SMC. Und dann geht´s ab in die Cloud und ran an die smarte Produktion. (Bild: SMC)

Was, wenn vier Unternehmen mit jeweils unterschiedlichen Technologien sich zusammentun und innerhalb von vier Wochen vier Innovationen entwickeln, die sie zu einer gemeinsamen Industrie-4.0-Lösung zusammenbringen? Dann ist es „echte“ Industrie 4.0 und bietet dem B2B Marketing großes Potenzial für spannende Kommunikation.

Wir stecken mittendrin in der Digitalisierung, sie rast in Höchstgeschwindigkeit voran und die industrielle Kommunikation hinterher. Die Industrie steht vor großen Herausforderungen und immensem (Zeit)druck in ihrem Digitalisierungswandel. Disruption, Transformation, Innovation, nicht nur auf Produktebene – überall.

Für das B2B Marketing steckt also an allen Ecken und Enden unerschöpfliches Potenzial für spannende Kommunikation, das es zu identifizieren und zu nutzen gilt. Ein Beispiel par Excellence ist das Projekt #smartfactory4x4. Das kaum greifbare diffizile Trendthema Industrie 4.0 wird dank der Story der vier Projektpartner SMC, Hirschmann – A Belden Brand, Beck IPC (jetzt zugehörig zu HMS) und NXTGN auf emotionale Art und Weise erfahrbar.

Letztendlich geht es um Kommunikation

Auch wir bei SMC Deutschland sprechen von Industrie 4.0 im übergreifenden Sinne. Nicht zuletzt, weil sich das Buzzword so etabliert hat. Dass eigentlich Industrial Internet of Things (IIoT) das Thema ist, mit dem Ziel dem Kunden den Weg zur intelligenten Fabrik zu ebnen, muss aktuell noch auf zweiter Ebene kommuniziert werden. Erst über das Bekannte(re) und vermeintlich Einfache einfangen, dann das Erklärungsbedürftige(re) angehen.

Eine Smart-Factory-Lösung ist kein Alleingang, es bedarf einer Vernetzung aus Experten verschiedenster Industrien. Erst die Intelligenz aller hievt das Reale ins Digitale. Menschen, Maschinen, Objekte und Systeme, sie alle müssen miteinander kommunizieren – und das in Echtzeit.

Aus analog wird digital

Damit die physische – also die analoge Produktionswelt mit der virtuellen Welt der Informationstechnologie und des Internets kommunizieren kann, braucht es eine gemeinsame Sprache. Im #smartfactory4x4-Projekt, das mit dem Arbeitstitel „SMC Electric Actuator to the Cloud“ startete, gelang dies regelrecht in Rekordzeit: Ein Pick & Place Handling System wurde entwickelt, das dem Kunden erlebbar zeigt, was Industrie 4.0 wirklich ist. Und vor allem natürlich, was sie ihm bringt. Am Beispiel dieser Applikation sieht der Kunde, wie er seine Fabrik zu einer Smart Factory entwickeln kann. Zugleich lernt er den richtigen Partner für seine Vorhaben und Problemstellungen in jeder Automatisierungsebene kennen.

Das Beste aus allen Welten

Das interdisziplinäre Zusammenspiel verschiedener Technologien ist auf dem Gebiet des IIoT immer notwendig. Zwar hat SMC aufgrund seiner Automatisierungskompetenzen als einziger der vier Projektpartner die Voraussetzung, Digitalisierung als Gesamtlösung für Anlagen und Produktion anzubieten – einer der Gründe warum SMC den Project Lead übernommen hat, was sich schon im Corporate Design der Kampagne offenbart. Doch ohne die weiteren drei Experten funktioniert eine Industrie-4.0-Gesamtlösung nicht. Es braucht Hirschmann – A Belden Brand, der mit dem Time Sensitive Network (TSN) eine wichtige Grundlage für das Cloudcomputing bildet. Beck IPC (HMS) wiederum sorgt dafür, dass sich die Maschinen zum Zwecke der Nutzdaten- und Metadatenübertragung mit einer „Intelligenz“ im Internet verbinden. Abschließend bildet NXTGN mittels der IIoT-Daten der Applikation einen Digitalen Zwilling nach, um von überall auf der Welt Probleme zu erkennen, vorherzusagen, zu testen und Abläufe zu verbessern und zu steuern.

„Jeder mit jedem“- Datenfluss. Offenheit in der Kommunikation und Interaktion ist Voraussetzung für eine funktionierende Industrie 4.0 Lösung. Und entsprechend auch für ihre B2B Marketingkommunikation.
„Jeder mit jedem“- Datenfluss. Offenheit in der Kommunikation und Interaktion ist Voraussetzung für eine funktionierende Industrie 4.0 Lösung. Und entsprechend auch für ihre B2B Marketingkommunikation. (Bild: SMC)

Vier Unternehmen und eine gemeinsame Kampagne

Wir betraten also Neuland, denn es galt untereinander agil zusammen zu arbeiten, um schnellstmöglich einen gemeinsamen Nenner zu finden. Eine der wichtigsten Messen stand vor der Tür, die Lösung musste Gestalt annehmen und dem Wettbewerb voraus sein.

Die #smartfactory4x4-Kampagne wurde zum Pilotprojekt, mit dem Ziel ein hochkomplexes Thema einer heterogenen Zielgruppe zu vermitteln, deren Wissensstand und Background auf unterschiedlichem Niveau steht. Und natürlich auch Produkte und Lösungen der vier Experten an den Mann zu bringen. Unabhängig davon, ob sich der Information Technology-, Operational Technology-oder Innovation-Manager, der Konstrukteur oder Produktmanager nun für die Expertise aller vier Partner entscheidet oder die eines einzelnen.

Industrie 4.0: Wie interaktive Contentformate das Komplexitätsproblem lösen

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Aus schwer verdaulich mach einfach

So einfach wie möglich war die Devise - mit einer kommunikativen Strategie von leicht gewitzt bis sympathisch. Ziel ist es, die emotionale Ebene anzusprechen und über fachlich fundierte Argumentation das Rationale zu befriedigen. Die Innovationskraft und Industrie-4.0-Kompetenz wird kommuniziert, für jeden einzelnen der vier Projektpartner und für alle gemeinsam. Buzzword oder Ticket für ein neues Level? Door Opener oder Game Changer – wie auch immer man es nennen will, eines ist sicher: Das #smartfactory4x4-Projekt ebnet den Weg für weitere visionäre Projekte.

Das neue Level beginnt jetzt.

Mehr zum Thema präsentierte Elena Klee auf den marconomy B2B Marketing Days am 15. und 16. Oktober 2019 in Würzburg. Alle Learnings des Marketing-Fachkongresses für den Mittelstand finden Sie in unserem Nachbericht:

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* Elena Klee ist Marketing Communications Specialist bei SMC Deutschland.

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