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Linkstrategie Internationales Linkmarketing im B2B

| Autor / Redakteur: Lara Meyer* / Lena Müller

Um mit Linkmarketing erfolgreich zu sein, benötigt es eine ausgeklügelte Strategie – auch im B2B. Denn die besten und einzigartigsten Inhalte bringen nichts, wenn sie nicht verbreitet werden und somit nicht oder nur schwer auffindbar sind.

Was in Deutschland, Österreich und der Schweiz funktioniert, ist so auch im europäischen Ausland möglich. Gute Inhalte zu erstellen und zu streuen, geht eben auch in anderen Sprachen und Ländern.
Was in Deutschland, Österreich und der Schweiz funktioniert, ist so auch im europäischen Ausland möglich. Gute Inhalte zu erstellen und zu streuen, geht eben auch in anderen Sprachen und Ländern.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Was in Deutschland, Österreich und der Schweiz funktioniert, ist so auch im europäischen Ausland möglich. Gute Inhalte zu erstellen und zu streuen, geht eben auch in anderen Sprachen und Ländern. Da auch im B2B-Umfeld Onlineverkäufe immer bedeutender werden und stetig wachsen, sollte auch hier auf internationales Linkmarketing gesetzt werden. Um dies erfolgreich umzusetzen, benötigt es reichweitenstarke Websites, die auf eigene Inhalte verlinken. Wie Unternehmen bestenfalls an Journalisten, Linkgeber und Webmaster herantreten und was sonst noch zu einer guten Content Outreach-Strategie zählt, wird in den folgenden fünf Schritten erläutert.

Schritt Eins: Kenne die Besonderheiten des jeweiligen Ziellandes

Abseits des deutschsprachigen Raums gibt es in Bezug auf Content Outreach Unterschiede und Gemeinsamkeiten. „Andere Länder – Andere Sitten“ ist nicht umsonst ein gängiger Ausspruch. Denkt man an ein fremdes Land, fallen einem oft direkt die unterschiedlichen Sprachen und Kulturen ein. Diese gilt es auch in die Linkmarketing¬-Strategie mit einzubeziehen. Die Sprache ist dabei am einfachsten zu berücksichtigen. Mithilfe eines internationalen Teams und Muttersprachlern des entsprechenden Ziellandes, fällt es Unternehmen oft leicht, die Sprachbarriere zu überwinden. Doch auch kulturelle Besonderheiten sollten nicht außer Acht gelassen werden! Dabei gilt es alteingesessene Klischees über Bord zu werfen und auf die wirklichen Sitten eines Landes einzugehen. Auch hier sind Muttersprachler im Unternehmen das A und O. Diese können Insights zur Bevölkerung, der Mentalität und der Kultur liefern, die im Zuge der weiteren Strategie und Planung sehr hilfreich sein werden.

Ebenso wichtig ist die Klärung, welche Suchmaschine im Zielland die meist verwendete ist. Nicht überall hat Google den gleichen Stellenwert wie hierzulande. Unternehmen sollten sich deshalb im Klaren sein, mit welcher Suchmaschine sie konfrontiert sind. Außerdem sollte sich ein grobes Bild über die Mediabudgets gemacht werden, die in den jeweiligen Ländern üblich sind. Während man für ein Advertorial in Land A beispielsweise nur 500 Euro zahlt, kann es durchaus sein, dass ein Webmaster in Land B für dasselbe 5.000 Eurp verlangt. Die Märkte sollten deshalb gut analysiert werden, um richtig kalkulieren zu können.

Schritt Zwei: Mögliche Websites finden

Hat das Unternehmen den Zielmarkt grob analysiert, kommt der nächste Schritt: Die Websiterecherche. Um diese durchzuführen, gibt es verschiedene Methoden und Wege.

1. Die internationale Google-Suche

Um die Google-Suche international zu verwenden, müssen einige Einstellungen getroffen werden. Andernfalls werden Domains ausgespuckt, die das Unternehmen nicht benötigt. Aus diesem Grund sollten entsprechende Parameter über die „Erweiterte Suche“ richtig angepasst werden. Über diese können dann Einstellungen zu Sprache, Land, Domain, Aktualisierung, uvm. gemacht werden. Zusätzlich kann dort festgelegt werden, nach welchen Begriffen explizit gesucht werden soll. Dafür gilt es jedoch die richtigen Keywords zu kennen.

(Bild: eology)

2. Geeignete Suchbegriffe finden

Einem Muttersprachler wird es verhältnismäßig leichtfallen, die passenden Keywords in der Zielsprache zu finden. Dennoch lohnt sich auch immer ein Blick in verschiedene Tools. Hierzu eignet sich beispielsweise SISTRIX sehr gut.

3. Netzwerke aufbauen und nutzen

Hierbei handelt es sich nicht um Netzwerke, in die man sich eingekauft hat. Für dubiose Plattformen ist in einer gelungenen internationalen Content Outreach-Strategie definitiv kein Platz! Es geht vielmehr darum Webmaster zu finden, die thematisch ähnliche Interessen haben und deren Content deshalb ein Mehrwert für die eigenen Inhalte darstellt. Direkter Kontakt und Ansprechpartner bei den entsprechenden Websites steigert die Erfolgschance.

Schritt Drei: Die richtigen Tools für das richtige Land

Manche Aufgaben lassen sich schlicht und einfach am schnellsten über Tools erledigen – sei es die Website- oder Keyword-Recherche. Auch hier gibt es von Land zu Land unterschiedliche Hilfsmittel, die ein Unternehmen zu Rate ziehen kann. Ist die Recherche erst einmal abgeschlossen, gilt es im nächsten Schritt auszusortieren und zu betrachten, welche Seiten sich letztlich auch wirklich eignen.

Schritt Vier: Websites bewerten

Die Bewertung von Websites ist dabei nicht immer ganz einfach. Je nach Land und Kultur unterscheiden sich die einzelnen Seiten nämlich stark. Wie erkennt man also die hochwertigen? Hierbei gibt es zwei wichtige Anhaltspunkte: Die äußere Erscheinung einer Website und deren technische Hintergründe, die über Tools ermittelt werden können.

Äußere Merkmale, die auf eine hochwertige Seite schließen lassen

Hierfür gibt es sieben Fragen, die relativ einfach zu beantworten sind. Diese geben Aufschluss über die Qualität der Website.

  • 1. Gibt es auf der Seite die Möglichkeit, einen Beitrag zu veröffentlichen?
  • 2. Ist die Website aktuell?
  • 3. Wie oft werden Beiträge veröffentlicht?
  • 4. Wie viele kommerzielle Links finden sich in den jeweiligen Beiträgen?
  • 5. Hat die Website ein echtes Impressum?
  • 6. Wie ist das Layout gestaltet?
  • 7. Wie ist die Thematik der Seite aufgebaut?

Internationale Tools, die beim Bewerten der Seite helfen

Tools helfen dabei, einen Blick hinter die Kulissen zu erhalten. Es gibt dabei geläufige Metriken, die international zur Bewertung eingesetzt werden können:

  • Die Domain Authority von MOZ

Mithilfe dieser Kennzahlen kann man Rückschlüsse auf die Qualität einer Website ziehen. Dennoch ist zu beachten, dass sie nicht zwangsweise international allgemeingültig sind. In einigen Ländern können diese Metriken aussagekräftiger sein und schwerer gewichtet werden als in anderen.

Schritt Fünf: Loslegen

Sind diese Schritte durchlaufen, folgt der letzte: Das Angehen der Webmaster. Nachdem die passenden Websites für die eigenen Unternehmensinhalte ausgesucht wurden, gilt es diese international zu verbreiten. Der persönliche Kontakt mit den Ansprechpartnern der Website ist dabei besonders hilfreich, um den Outreach zu fördern. Auch hier ist nochmals zu betonen, dass ein Muttersprachler diesen Schritt deutlich erleichtert. Ist ein sympathischer Kontakt hergestellt, ist es umso wahrscheinlicher, dass der Webmaster von seinen Inhalten auf die des linkgebenden Unternehmens verweist.

*Lara Meyer ist Teil des eology-Marketing-Teams.

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