Content Marketing im B2B

Ist das noch Content-Marketing oder schon eine Cocktailparty?

| Autor / Redakteur: Chris Powell / Georgina Bott

Content-Marketing und eine Cocktailparty haben mehr gemeinsam als Sie vielleicht denken. Doch im Content-Marketing gibt es einiges mehr zu beachten.
Content-Marketing und eine Cocktailparty haben mehr gemeinsam als Sie vielleicht denken. Doch im Content-Marketing gibt es einiges mehr zu beachten. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Content war bisher oft das Mittel der Wahl im Marketing. Durch die vielen unterschiedlichen Informationsquellen sind gute Inhalte heute aber nicht mehr zwingend „der“ Schlüssel zum Erfolg. Heutiges Marketing setzt ein neues Level an Finesse voraus. Es ist die Balance zwischen Inhalten und Umfang.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind auf einer überfüllten Cocktailparty. Um Sie herum dutzende Unterhaltungen, Gelächter, vereinzelt Geschrei. Der Raum quillt fast über vor lauter Begeisterung und angeregten Gesprächen. Ihnen wurde die Aufgabe zuteil, hier und heute eine Ansprache zu halten. Sie schaffen es aber nicht, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Sie müssen also einen kreativen Weg finden, mit ihrer Stimme das laute Getöse zu übertreffen, um zu sagen, was Sie zu sagen haben. Herzlichen Glückwunsch: Jetzt sind Sie Content Marketing Manager.

Die Herausforderung im Marketing besteht darin, inhaltlich relevanten und leicht verfügbaren Content zu generieren. Was bedeutet das im Einzelnen? Zunächst einmal müssen die Inhalte vom Kunden als nützlich wahrgenommen werden. Sie sollten einnehmend, bedeutungsvoll, relevant und leicht konsumierbar sein. Dann wird der Content durch verschiedene Kanäle verbreitet. Videos gehen nicht einfach mal so viral. Dafür ist es möglich, ein Trendthema zu erzeugen und so seine Nachricht in verschiedenen Medien zu platzieren.

Das Geheimnis sind Daten!

Was ist das Geheimnis, um einen solch paradiesischen Zustand zu erreichen? Daten! In unserer vernetzten Welt besitzt jeder Daten. Vielen mangelt es an Kenntnissen zu diesen Daten, um passende Inhalte zu identifizieren. Ein wesentlicher Weg, Daten zu nutzen, liegt in der dynamischen Personalisierung. Informationen aus der Marketing-Datenbank helfen dabei, Content gezielt anzubieten. Die Meisten nutzen dieses Verfahren bereits bis zu einem bestimmten Punkt – in Form von personalisierten E-Mails oder gezielter Werbung bis hin zu gezieltem Marketing basierend auf früheren Einkäufen. Der nächste Schritt in Bezug auf Daten ist Marketing-Automatisierung. Damit lassen sich Informationen über alle vom Kunden genutzten Medienkanäle austauschen. Durch dynamischen Content in personalisierten Kampagnen wird eine bessere und langanhaltende Beziehung zum Kunden aufgebaut.

Die Zukunft im B2B-Content-Marketing wird Multichannel-Marketing und personalisierter Inhalt miteinander verbunden. Genau wie im B2C-Markt wird die Bedeutung von Social Media auch für B2B-Entscheidungen steigen. B2B-Marketing-Entscheider müssen daher neue Wege finden, um Kunden zu erreichen. Die Botschaften müssen etwas Glaubwürdiges enthalten, um bei der Zielgruppe Beachtung zu finden.

Diese „echten“ Inhalte lassen sich generieren, indem man Erkenntnisse aus den zur Verfügung stehenden Daten gewinnt, welche Informationen Kunden wirklich brauchen. Dann sollte an Content gedacht werden – fesselnder, bedeutsamer, relevanter, leicht konsumierbarer Content. Zuletzt müssen die Inhalte auf eine Art und Weise vermittelt werden, die auf dem unruhigen Markt herausstechen... So wie das Klopfen eines Löffels auf Glas bei einer Cocktailparty.

Über den Autor

Chris Powell ist seit 2015 Chief Marketing Officer und Vice President bei Commvault. Powell ist verantwortlich für die Bereiche Corporate Marketing, Solution Marketing, Ecosystem & Channel Marketing, Branche-Mmarketing, Presse- und Analystenbeziehungen sowie Digital Marketing. Zuvor war Powell in verschiedensten Funktionen für SAP tätig, von Marketing und Vertrieb bis hin zur globalen Marketingstrategie. Er hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und hat im Januar 2018 als erster CMO den Südpol besucht.

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