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Amazon Business – Teil 1 Keine Scheu vor dem Amazon Business Geschäft

| Autor/ Redakteur: Franz Jordan* / Julia Reger

Mit Amazon Business hat der Internetgigant eine attraktive E-Commerce-Plattform für Geschäftskunden geschaffen. Es lohnt sich also, einen Blick auf die Vorteile für Käufer und Verkäufer sowie auf die wichtigsten Eckpfeiler des Angebots zu werfen. Wie auch B2B-Unternehmen diese Vorteile nutzen können, erfahren Sie im ersten Teil unserer Serie.

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Amazon ist weltweit bekannt als führende E-Commerce-Plattform für Konsumenten.
Amazon ist weltweit bekannt als führende E-Commerce-Plattform für Konsumenten.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Amazon ist weltweit bekannt als führende E-Commerce-Plattform für Konsumenten. Aber das B2B-Geschäft des Marktplatz-Giganten haben hierzulande erst wenige Marken auf dem Radar. Dabei liegt im Vertrieb über Amazon Business ein enormes Potenzial. So rechnen Marktexperten wie die Analysten der Bank of America damit, dass die Sparte in den kommenden Jahren weiter an Fahrt aufnimmt. Schätzungen zufolge wird der globale B2B-E-Commerce-Markt bis 2021 ein Volumen von 1.400 Milliarden US-Dollar erreichen und damit fast doppelt so groß sein wie der weltweite B2C-E-Commerce-Markt mit 761 Milliarden US-Dollar.

Doch ganz so einfach ist es nicht, denn das Geschäft mit Firmenkunden unterscheidet sich in vielen Aspekten vom Consumer-Business. So haben Unternehmen und der öffentliche Sektor wie Universitäten, Kindergärten oder Städte und Kommunen vergleichsweise komplexe Beschaffungsprozesse, die im Verkauf berücksichtigt werden müssen. Ebenso unterscheiden sich die Rechnungsstellung und Anforderungen an Lieferprozesse von den Bedürfnissen von Endverbrauchern. Amazon hat sein Business-Angebot speziell auf diese Kriterien zugeschnitten:

Exklusive Angebote für Geschäftskunden

Amazon bietet Business-Kunden nicht nur Geschäftsbedarf aus seinem herkömmlichen Portfolio von über 250 Millionen Produkten. Darüber hinaus erhalten gewerbliche Kunden exklusive Angebote wie spezielle Mengenrabatte oder Tagesangebote. Der Fokus liegt dabei auf Büro- und Elektronikartikeln sowie Handwerkerbedarf, Industrieprodukten und Lebensmitteln für Unternehmen jeder Größe. Zudem können sie bei Bedarf Business Prime mit Gratis-Premiumversand und Analysen zum Einkaufsverhalten für zukünftige Budgetentscheidungen nutzen. Um von diesen Angeboten zu profitieren, müssen sich Firmen nur mit einem gewerblichen Konto auf der Plattform registrieren und sich als Unternehmen verifizieren.

Multi-User-Konten mit mehreren Nutzern

Unternehmen können in ihrem Amazon Business Konto mehrere Nutzer anlegen. Dadurch erhalten alle relevanten Mitarbeiter und Abteilungen Zugriff auf die Bestellmöglichkeiten. Auch lassen sich Einkaufsgruppen für verschiedene Nutzer und Standorte mit definierten Ausgabelimits und Freigabeprozessen erstellen, um die Beschaffung zu vereinfachen, aber auch Compliance-sicher zu machen. Beschaffungsanalysen mit Filtern und Säulendiagrammen helfen dabei, die Aktivitäten im Kundenkonto nachzuverfolgen, Einkaufstrends zu identifizieren und Ineffizienzen aufzudecken. Amazon Guided Buying unterstützt die Umsetzung von Einkaufs- und Compliance-Vorgaben noch einmal zusätzlich: Hier können gewerbliche Kunden die Ausgaben ihrer Mitarbeiter kontrollieren und Genehmigungsprozesse im Sinne ihrer Richtlinien vereinfachen, indem sie Vorgaben für den Kauf von bestimmten Produktkategorien definieren.

Bestellung und Abrechnung nach Unternehmensvorgaben

Um geschäftliche Einkäufe zu vereinfachen, können Firmen ihre Bestellungen um unternehmensbezogene Informationen ergänzen, beispielsweise Auftrags- und Abteilungsnummern, Kostenstellen oder Daten für die Abrechnung über Firmenkreditkarten. Darüber hinaus lassen sich Umsatzsteuerrechnungen herunterladen, Nettopreise vergleichen und ihre Beschaffung analysieren. Auch der Rechnungskauf mit einem Zahlungsziel von 30 Tagen ist eine Besonderheit bei Amazon, die es für B2C-Kunden in diesem Sinne nicht gibt.

Spezielles Verkäuferprogramm für Business-Händler

Für Online-Händler, die ihre Artikel an Business-Kunden verkaufen wollen, hat Amazon ein dediziertes Verkäuferprogramm aufgesetzt. Marken können dadurch Business-Preise und Mengenrabatte offerieren sowie Nettopreise anzeigen lassen und Funktionen wie eine automatisierte Rechnungsstellung nutzen. Das Amazon Business Verkäuferprogramm steht allen professionellen Händlern als kostenloses Zusatzprogramm offen, wenn diese bereits den Service „Verkaufen bei Amazon“ nutzen – und damit auch bestimmte Leistungsziele erfüllen. Sobald sie sich für das Amazon Business Verkäuferprogramm registriert und den Umsatzsteuer-Berechnungsservice aktiviert haben, erhalten Händler das „Business Verkäufer“-Badge. Sie werden dadurch sichtbarer und können sich und ihr Angebot stärker von anderen abheben.

Fazit

Amazon Business gibt es zwar bereits seit Ende 2016 auf dem deutschen Markt. Allerdings ist die Sparte noch nicht so beliebt bei Händlern wie das Consumer-Angebot. Hier besteht Nachholbedarf, denn die Funktionen und Verkaufsmöglichkeiten bieten ein großes Potenzial für zusätzliche Umsätze. Marken sollten daher ihr B2B-Portfolio prüfen und Amazon Business einmal testen.

Wie geht es weiter?

In 14 Tagen erfahren Sie in den nächsten Teilen unserer Serie, wie Sie weiter an Ihrer SEO- und Advertising-Strategie für Amazon Business feilen können.

* Franz Jordan ist Gründer und CEO von Sellics.

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