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Vorstellung des HelpCard-Systems Können Kunden durch eine soziale Geschenkkarte emotional gebunden werden?

Redakteur: Natalie Wander

Was hat ein Unternehmen davon, dass es spendet oder andere zum Spenden anregt? “Es erzeugt eine emotionale Kundenbindung”, erklärt Harald Meurer, Vorsitzender des Vereins HelpDirect.

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Die HelpCard ist die erste soziale Geschenkkarte, mit der direkt einzelne Projekte von Hilfsorganisationen unterstützt werden können.
Die HelpCard ist die erste soziale Geschenkkarte, mit der direkt einzelne Projekte von Hilfsorganisationen unterstützt werden können.
(Bildquelle: HelpDirect)

Denn neurologischen Studien zur Folge wird höchste Emotionalität dann erreicht, wenn man anderen Menschen helfen kann.

“Dieses Helfen ist als Glücksmoment zu verstehen.” Aus dieser Erkenntnis ist vor drei Jahren eine Idee entstanden: die HelpCard. Sie ist die erste soziale Geschenkkarte zur Unterstützung von Hilfsprojekten. Derzeit sind rund 100.000 mit einem Durchschnittswert von 25 Euro im Umlauf. Über 150 Firmen haben diese Geschenkidee im vergangenen Jahr eingesetzt.

Wie funktioniert die HelpCard?

„Das ist ein Marketinginstrument“, sagt Meurer über das bunte Plastikviereck im Scheckkartenformat. Ein Unternehmen soll damit aus seinem gesellschaftlichen Engagement einen wirtschaftlichen Nutzen ziehen können. Zudem profitiert eine gemeinnützige Organisation davon. Die Idee: Das Unternehmen verschenkt die HelpCard beispielsweise an seine Kunden. Die Karte ist mit dem Unternehmenslogo und dem Logo einer NGO (non-governmental organisation) versehen. Zugleich sind ein Geldbetrag sowie eine individuelle Zugangsnummer darauf vermerkt. Damit kann der Beschenkte über das Internetportal der HelpCard ein Projekt der NGO auswählen und den Geldbetrag darauf anweisen.

Die Beschenkten nehmen das Angebot an:

“50 bis 70 Prozent der von Unternehmen weitergegebenen Karten werden im Internet eingelöst”, sagt Meurer. Das schenkende Unternehmen zahlt nur für die tatsächlich eingelösten Karten. Weitere Vorteile: Das schenkende Unternehmen kann sich damit als Marke positionieren. Zudem muss der im B2B-Bereich Beschenkte keinen „geldwerten Vorteil“ versteuern, wodurch er nicht in Konflikt mit dem Code of Conduct seines Arbeitgebers kommt und er aktiv in den Prozess des Schenkens einbezogen ist. Für das Fundraising der NGOs bietet die HelpCard „ein Instrument, um sich auf Augenhöhe zu präsentieren“, so Meurer. Denn was sie anzubieten haben, schafft für Unternehmen einen Mehrwert.

Auszeichnung mit dem SignsAward

Für das HelpCard-System gewann die HelpGroup 2012 den begehrten SignsAward der deutschen Medienbranche. Mit diesem Award werden Projekte und Persönlichkeiten durch die Medienbranche ausgezeichnet, die durch inhaltliche und innovative Werte auffallen und so Impulse für die Zukunft setzen. Insgesamt wurden bei der Preisverleihung fünf Awards vergeben, neben der HelpGroup auch an Pro 7, Zalando, MAN und die Telekom. Harald Meurer gewann den Preis in der Kategorie “Engagement in der Kommunikation”.

Quelle des Artikels: CSR-NEWS. Achim Halfmann berichtete in seinem Artikel “Corporate Giving als emotionale Kundenbindung: die Helpcard” über diese Geschenkidee.

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