Mit Personal Branding zum LinkedIn-Erfolg LinkedIn als internationalen 24/7-Messestand der eigenen Marke verstehen

Ein Gastbeitrag von Viviane Ehret-Kleinau*

Erfolg auf LinkedIn ist kein Zufallsprodukt. Diese Tipps verhelfen Ihnen zu einhundert Prozent LinkedIn-Performance. Dafür gilt es auf der einen Seite ein gepflegtes Firmenprofil und auf der anderen Seite ein persönliches Profil aufzubauen.

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Das soziale Netzwerk LinkedIn bietet gerade im B2B eine gute Möglichkeit, seine Kunden auch abseits von Messen und Konferenzen zu erreichen.
Das soziale Netzwerk LinkedIn bietet gerade im B2B eine gute Möglichkeit, seine Kunden auch abseits von Messen und Konferenzen zu erreichen.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Die Relevanz einer guten Präsenz auf LinkedIn ist heutzutage allen klar. In Zeiten, in denen schon seit zwei Jahren niemand mehr eine klassische Messe besucht hat und Face-to-Face-Mittagessen mit dem wichtigen Businesskontakt Zoom-Calls aus den jeweiligen Home Offices wichen, müssen soziale Businessevents auf anderen Plattformen stattfinden. Vor dem Hintergrund überrascht es nicht, dass LinkedIn als global einziges soziales Netzwerk mit geschäftlichem Bezug in den letzten drei Jahren ein 30-prozentiges Wachstum in der DACH-Region verzeichnete. Mit seinen aktuell 17 Millionen Mitgliedern im deutschsprachigen Raum avanciert die seit 2003 existierende Plattform damit zum bedeutendsten digitalen Business-Netzwerk der Welt.

Richtig genutzt bietet LinkedIn die Möglichkeit, gleich eine ganze Reihe von unternehmensstrategischen Aktionen auszuführen. Mitarbeiter-Recruiting und Neukundengewinnung stehen nur beispielhaft für zwei vollkommen unterschiedliche Aktivitäten, die HR-ler mit einer guten Strategie einfach und effektiv umsetzen.

Ins eigene Profil investieren

Doch was heißt „richtig genutzt“ und „gute Strategie“? Worauf achten Nutzer?Die Präsenz auf der Plattform gleicht der auf einer Messe: Alle Unternehmer und Entscheidungsträger sind vor Ort, halten untereinander Kontakt, tauschen News aus, besprechen Deals. Wer nicht persönlich erscheinen kann, setzt ein nonverbales Statement und kommuniziert seine Unerreichbarkeit. Marketers und Vertriebsmitarbeiter planen den Stand im Vorhinein, formulieren Zielsetzungen, bespielen die gestaltete Fläche während des Events und pflegen im Nachhinein erworbene Kunden- und Geschäftskontakte. Dieselben Aktionen sollten für den digitalen Messestand, den Besuchende jederzeit und von überall erreichen, eingeplant werden. Ein unvollständiges oder unzureichend geführtes Profil kommuniziert mit den Besuchern ebenso wie eine professionell gestaltete Firmenpräsenz. Ob Besucher auf einer Firmenseite verweilen oder direkt zum nächsten Profil weiter klicken, entscheidet sich meistens innerhalb der ersten drei Sekunden. In dieser kurzen Zeitspanne scannen die Augen das Gesehene und entscheiden über Relevanz oder Irrelevanz.

Die Unternehmensseite allein generiert kaum Reichweite

Bei aller Mühe um das Firmenprofil sollte dieses jedoch nicht als Hauptinstrument fungieren. Unternehmensseiten bauen in der Regel kaum eigene Reichweite auf. Vergleichbar mit anderen Social-Media-Kanälen ist auch LinkedIn ein Personen-Netzwerk, bei dem der Algorithmus personenbezogenen Content der Community bevorzugt.

Was heißt das für die digitale Performance eines Betriebs? Betrachten Sie die Unternehmensseite als Basis, die zum Corporate Design passt und die Firmensprache spricht. Aktuelle News in Form von regelmäßigen Beiträgen und Stellenanzeigen gehören ebenso auf den betrieblichen Businessauftritt wie Unternehmensgeschichte und Firmenphilosophie. Reichweitengewinnung und eine bessere Sichtbarkeit erzielt ein Businessprofil primär durch die Interaktion persönlicher Profile. Kommentierte und geteilte Beiträge gaukeln dem Algorithmus einen persönlichen Bezug vor und steigen im Ranking der begehrten oberen Plätze.

Personal Branding als Unternehmungsvorsprung

Durch Personal Branding formen und untermauern Personen ihre öffentliche Wahrnehmung. Jede Person und jede Marke hat es selbst in der Hand, wie sie nach außen kommuniziert. Welche Stärken, welches Wissen und welche Werte machen Sie aus? Für das Personal Branding auf LinkedIn müssen die Selbstdarstellung mit nachweisbarem Wissen und dem beruflichen Erfahrungshintergrund unbedingt übereinstimmen. Eine möglichst vollständige Vita und gut ausformulierte Informationen auf dem Profil bilden die Basis. Kontinuierlich verfasste, authentische Beiträge und Äußerungen, die für die Community einen Mehrwert schaffen und überzeugen vorhandene sowie künftige Kontakte. Gepaart mit professionellen Kommentaren und Posts mit innovativen Inhalten nützt die persönliche Marke auch dem Unternehmen. Die erkennbare Expertise färbt auf die Wahrnehmung des Unternehmens ab.

Ein gelungenes Profil aufbauen

Ob persönliches- oder Businessprofil, wer auf LinkedIn gut performen und aus dem Vollen schöpfen möchte, gelangt nicht zufällig zum Erfolg, sondern befolgt strukturelle Regeln.

Zum Überblick und gleichermaßen als Fazit bietet dieser Beitrag ein Paket aus acht Disziplinen an, die gemeinsam das Erfolgsrezept für einhundert Prozent LinkedIn-Performance ergeben:

  • Personal Branding: Was macht Sie als Person oder Ihre Firma aus? Wofür stehen Sie und auf welche Expertise bauen Sie auf?
  • Strategie: Entwickeln Sie einen Plan, der die Umsetzung Ihrer Ziele unterstützt.
  • Text-Content: Treten Sie als Experte in Ihrem Gebiet auf, indem Sie Ihr Wissen teilen. Beiträge, die einen Mehrwert für die Community darstellen, rufen zu Interaktionen auf und verhelfen Ihrem Profil durch die eigene Sichtbarkeit zu einer größeren Reichweite. Ebenso ratsam ist es, relevante Beiträge anderer zu kommentieren und mit eigenem Wissen zu bespicken.
  • Bild und Video: LinkedIn ist visuell. Beiträge mit (bewegten) Bildern erhalten wesentlich mehr Aufmerksamkeit als Beiträge ohne. Nutzen Sie diesen Umstand und werten Sie Ihre Postings visuell auf. Achten Sie dabei auf Qualität und das richtige Format.
  • B2B-Influencer: Suchen Sie aktiv nach Business-Persönlichkeiten, die zu Ihnen passen und bauen Sie Kontakte zu Meinungsführenden auf.
  • Advertising: Geben Sie Ihrer Content-Strategie zusätzlichen Schwung, indem Sie zielgerichtet in Paid Ads investieren.
  • Learnings: Halten Sie sich up-to-date. Auf LinkedIn Learning vermitteln Coaches, Marketer und Manager ihr Wissen zu zahlreichen Business-relevanten Themen.
  • Leadgenerierung: Schöpfen Sie Ihr Sales-Potenzial durch persönliche, inhaltsgetriebene Ansprache Ihrer Wunschkontakte aus.

*Viviane Ehret-Kleinau ist Geschäftsführerin der LinkedIn-Marketingagentur ReachIn Network GmbH.

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