Social-Media Serie Teil 3 LinkedIn für B2B - Top oder Top?

Autor / Redakteur: Christian Böer* / Lea Täufer

Von Recruiting, über Vertrieb bis zur Produktwerbung – LinkedIn bietet in allen Bereichen verschiedene Möglichkeiten für Marketer und Vertriebler, die sowohl national als auch international funktionieren; dies gilt auch für komplexe Themen, die dargestellt und kommentiert werden. Genau das wünschen sich B2B-Unternehmen.

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Ziehen Sie sich Ihre Leads an Land! Mit Ihrer direkten Zielgruppenansprache auf LinkedIn.
Ziehen Sie sich Ihre Leads an Land! Mit Ihrer direkten Zielgruppenansprache auf LinkedIn.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

In bester Gesellschaft ist – LinkedIn in Zahlen

Starten wir mit einigen Fakten: Mit weltweit 722 Millionen Mitgliedern aus 200 Ländern und Regionen ist LinkedIn ein echtes Social-Media-Schwergewicht. In den DACH-Ländern verzeichnet die Plattform bereits über 15 Millionen Mitglieder. Und: über 55 Millionen Unternehmen sind aktuell auf LinkedIn aktiv und dies mit steigender Tendenz. Dieser Erfolg ist leicht nachvollziehbar, da der Einstieg unkompliziert ist und sich der Mehrwert für Nutzer bzw. Unternehmen meist schnell erschließt.

Einer dieser Mehrwerte ist zum Beispiel, dass die Kommunikation, anders als bei vielen anderen Social-Networks, unaufgeregt professionell ist. Wo sich primär Unternehmen und Professionals begegnen sind, liegt dies auch nahe.

Auch auf LinkedIn gilt: strategisch vorgehen

Wie starten? Alles beginnt, wie auch sonst, mit der Zielsetzung. Unternehmen sollten definieren, wen sie erreichen wollen und welche Botschaften sie senden möchten. Für die strategische Content Erstellung gilt, dass es zwar um Ihr Unternehmen geht, die Leser jedoch mehr wollen als bloße Werbung. Die Kernfrage lautet also: Welche Inhalte können Sie posten, die Ihre Leser informieren, inspirieren und vielleicht sogar amüsieren? Sie sollten auch beantworten, wie sich Ihre LinkedIn-Kommunikationsziele auf die des Unternehmens auswirken, in welcher Verbindung sie stehen und wie sie diese messen können.

Zu den Basics gehört auch, dass das Unternehmen stets vollständig dargestellt wird; berichten Sie über Mission & Vision, listen Sie Ihre Standorte auf, sorgen Sie für ein interessantes Profilbild und stellen Sie sich vor. Das lohnt sich, denn eine vollständige Seite erhält z.B. im Durchschnitt 30 % mehr Views.

Mehr als nur Zielgruppenansprache - mit Owned, Earned und Paid Media die richtigen Leute auch erreichen

LinkedIn bietet grundsätzlich ganz unterschiedliche Möglichkeiten, die passende Zielgruppen zu erreichen. Ein kurzer Überblick:

Owned Media: Mit der Content Strategie haben Sie festgelegt, was Sie zu sagen haben. Mit ein bis drei relevanten Posts in der Woche bieten Sie kontinuierlich Anlass, um Ihnen zu folgen. Als B2B-Unternehmen könnten Sie einen Blick hinter die Kulissen geben: wie sieht Ihre Produktion aus? Bietet Ihre spezielle Technologie einen neuen Nutzen? Veranstalten Sie Online-Konferenzen? Welche Produktneuheit bringen Sie gerade auf den Markt? Welche Herausforderungen Ihrer Kunden können Sie lösen? Gibt es Kunden, die Sie auf LinkedIn empfehlen würden? Ein Content-Plan hilft Ihnen dranzubleiben.

Wie schon erwähnt, gehen diese Inhalte über Werbung hinaus. Ob Ihre Postings den Nerv Ihrer Zielgruppe treffen, werden Sie sehr schnell erleben: Werden Ihre Postings geliket und, noch besser, kommentiert, liegen Sie genau richtig.

Earned Media: Je relevanter Ihr Content, umso eher wird dieser geteilt und/oder kommentiert. Hier können Sie als B2B-Unternehmen glänzen, in dem Sie neue Blickwinkel eröffnen. Gibt es Geschichten, die die Leser amüsieren, oder können Sie von Aktionen berichten, die der Allgemeinheit gerade in dieser Pandemiezeit geholfen haben? Beantworten Sie Kommentare schnell und bedanken Sie sich für positives Feedback Ihrer Follower. Experimentieren und testen hilft Ihnen, Ihre Maßnahmen zu überprüfen und zu optimieren.

Paid Media: Sie nehmen Geld für eine Employer-Branding-Kampagne oder die Bewerbung Ihres neuesten Produktes in die Hand? LinkedIn bietet eine breite Palette z.B. über die sogenannte LinkedIn Ads für die passende Platzierung Ihrer Inhalte. Ob Sponsored Content, Sponsored InMail, Text-Ads oder Dynamic Ads – alle Formate lassen sich in wenigen Minuten erstellen und schalten. Der Kampagnen-Manager führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess zur Erstellung Ihrer ersten Kampagne.

Darüber hinaus steht das LinkedIn Audience Network bereit, das höhere Reichweite und Kampagnen-Performance sowie risikofreies Werben weltweit und an mehreren Touchpoints verspricht. Und über das LinkedIn Partnerprogramm können Sie vertrauenswürdige Lösungen handverlesener Firmen finden, die Ihr Marketing auf LinkedIn mit Spezialexpertise anreichern.

Was kostet das? LinkedIn-Anzeigenpreise werden durch Ihr Kampagnenziel und die Zielgruppe bestimmt. Sie können aus drei Zielen auswählen: Awareness, Consideration und Conversion. Zum Kampagnenstart geben Sie ein Gebot ab, mit dem Sie in eine Auktion mit anderen Marketern eintreten, die ebenfalls an Ihrer Zielgruppe (alle LinkedIn-Mitglieder, an die sich Ihre Werbekampagne richtet) interessiert sind. Das heißt: Sie zahlen nicht für die Anzeige selbst, sondern für die erzielten Ergebnisse. Eine Übersicht zu den Kampagnentypen auf LinkedIn finden Sie hier.

Last but not least: Auf die Qualität kommt es an!

Ob Paid, Earned oder organisch: Welche Schwerpunkte Sie auf LinkedIn setzen, hängt von Ihren spezifischen Zielen und Ihrer Strategie ab. Doch was auch immer Sie dort unternehmen: beherzigen Sie den Social-Charakter dieser Plattform. Es lebt wie alle sozialen Netzwerke vom Austausch, Diskussionen, Shares und Kommentaren der Mitglieder. Ihr B2B-Unternehmen kann davon profitieren, wenn Sie sich als Partner auf Augenhöhe präsentieren, mit Relevanz und Qualität überzeugen und andere ebenfalls zu Wort kommen lässt.

*Christian Böer ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Kölner Digitalagentur Birchcove.

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