Zeitmanagement im Verkauf – Teil 2

Mit diesen fünf Stufen beherrschen Sie Ihre eigene Zeit

| Autor / Redakteur: Sandra Schubert / Georgina Bott

In Teil zwei dieser Serie wirft Sandra Schubert einen genaueren Blick in das Zeitmanagementhaus.
In Teil zwei dieser Serie wirft Sandra Schubert einen genaueren Blick in das Zeitmanagementhaus. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Das Zeitmanagementhaus bildet mit fünf Stockwerken eine klare Struktur, um als Verkäufer seine Zeit bestmöglich zu nutzen. Beim „Begehen“ der einzelnen Etagen gilt es ein paar Dinge zu berücksichtigen.

1. Klarheit über Hauptaufgaben

Kennen Verkäufer ihre Hauptaufgaben und wissen um deren Beitrag zur Zielerreichung, bestimmen diese den Kurs der Zeitstrategie und entscheiden darüber, welche Rollen wie viel Zeitbudget im „operativen Doing“ bekommen. Wichtig ist dabei vor allem, sich einen klaren Überblick zu verschaffen. Freunde des Mindmappings machen sich eine „Landkarte der Hauptaufgaben“ und schreiben die übergeordneten Ziele farbig dazu oder kennzeichnen sie mit einem Symbol. Freunde des linearen Denkens erarbeiten einen Masterplan mit den Hauptaufgaben als Teilprojekte. Diese Masterplanung dient dann als gute Grundlage und Struktur für die Auflistung der wöchentlichen Aufgaben.

So bleiben Sie in turbulenten Zeiten fokussiert

Zeitmanagement im Verkauf – Teil 1

So bleiben Sie in turbulenten Zeiten fokussiert

01.03.17 - Verkäufer kennen das Gefühl, „seine Kräfte zu verzetteln“, weil eine auf zu viele Aufgaben verteilte Energie die eigene Verkaufskraft mindert. Es gilt: strategisches Handeln vor planlosem Aktionismus! lesen

2. To Do Liste nutzen

Um uns nicht zu verzetteln, ist es ratsam die anfallenden Aufgaben in einem Format zu sammeln, also z. B. in einem CRM-System, in den Outlook-Aktivitäten, in einer Mindmap oder eben auf einer Liste, sei es in Excel oder ganz einfach auf einem Blatt Papier bzw. in einem Notizbuch. Da wir mittlerweile hauptsächlich elektronisch arbeiten, kommt der E-Mail Eingang noch als To Do Quelle hinzu. Es gilt die Regel: E-Mails, die man in 3 - 4 Minuten beantworten kann, werden sofort erledigt, alle anderen in ein To Do verwandelt. Wichtig im Umgang mit der To-Do Liste ist: nur ein Format, immer dabei haben und stets aktuell halten!

3. Auf das Wesentliche konzentrieren

Sind alle Aufgaben aufgelistet, gibt es, um die wirklich wichtigen Dinge erledigt zu bekommen, einen Must-Termin am Ende der Woche: den Zeitpunkt der strategischen Planung der nächsten Woche. Die entscheidende Frage lautet: Was sind meine wichtigsten Projekte und Beiträge zur Zielerreichung in der nächsten Woche und wann kann ich diese strategisch gut erledigen? Jetzt wird ein Fixtermin mit sich selbst im Kalender geblockt. Die Durchführung dieses Termins ist zwingend, maximal der Zeitpunkt ist im Laufe der Woche schiebbar. So ist sichergestellt, dass die wichtigsten Aufgaben selbst in chaotisch-turbulenten Wochen erledigt werden.

4. Abends für den Rückblick nutzen

Die ALPEN Methode aus dem klassischen Zeitmanagement empfiehlt am Ende eines jeden Tages zu kontrollieren, was erledigt wurde und was verschoben werden muss.

Das ist sicherlich wichtig, damit nichts vergessen wird. Leider wird dabei der Fokus auf das Negative, das Nichterledigte gerichtet. Warum fragen wir uns nicht eher, was wir heute geschafft haben und was uns geglückt ist? Ein solcher täglicher Positiv-Check im Rahmen der eigenen „Tagesschau“ hilft dabei, die positive Rückschau als Strategie für den Folgetag zu adaptieren.

5. Schonend mit den eigenen Ressourcen umgehen

Computer können Multitasking, Menschen nicht! Wir sollten vermeiden, zu viele Dinge gleichzeitig zu tun. Das ist, als ob am Laptop diverse Anwendungen gleichzeitig geöffnet sind. Zu viele angefangene Aufgaben kosten uns zu viel Energie und wir verlieren zudem den Überblick. Was hilft, die eigene Produktivität zu steigern, ist simpel und gleichzeitig wirkungsvoll: mit der nötigen Selbstdisziplin die angefangenen Dinge zu Ende bringen. Alle am Ende eines Arbeitstages noch offenen Aufgaben werden sofort auf die To Do Liste übertragen bzw. gleich mit einem Termin zur Erledigung im Kalender versehen, außer sie können binnen drei bis vier Minuten erledigt werden. Denn sonst ist der Zeitaufwand des Notierens und Terminierens höher als der Zeitaufwand für die Erledigung der Aufgabe.

Sandra Schubert ist eine erfahrene Expertin für Verkauf und Positive Psychologie.
Sandra Schubert ist eine erfahrene Expertin für Verkauf und Positive Psychologie. (Bild: MM-PR / Sandra Schubert)

Über Sandra Schubert

Sandra Schubert ist eine erfahrene Expertin für Verkauf und Positive Psychologie. Mit Hilfe von Vorträgen und Seminaren „schubst“ sie ihre Teilnehmer buchstäblich zum Verkaufserfolg. Die deutsche Keynote Speakerin ist deshalb national und international einfach als „die SCHUBs“ bekannt.

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