Thought-Leader-Stories

„Für mich ist ein Thought Leader eine Person mit einer eigenen klaren Meinung“

| Redakteur: Georgina Bott

Katrin Henkel ist Chief Strategy Officer bei ASC Technologies.
Katrin Henkel ist Chief Strategy Officer bei ASC Technologies. (Bild: ASC Technologies / Oliver Doll Medienproduktion)

Thought Leadership – was bedeutet das eigentlich? In der Artikelserie „Thought-Leader-Stories“ zeigen wir Erfolgsgeschichten von Thought Leadern aus B2B-Unternehmen. In diesem Teil der Serie sprechen wir mit Katrin Henkel von ASC Technologies im Interview darüber.

„Es ist gemeinhin so, dass man nur einen Thought Leader an der Front eines Unternehmens sieht – das entspricht nicht immer ganz der Wahrheit. Es gibt viele Mitarbeiter, die großen Einfluss haben und bestimmte Themen vorantreiben, aber nicht in der Öffentlichkeit stehen. ASC versucht deshalb alle Mitarbeiter mitzunehmen und gibt ihnen eine gewisse Thought-Leader-Rolle in ihrem Spezialgebiet oder Schaffenskreis.“ – Katrin Henkel ist seit 18 Jahren bei ASC Technologies tätig – zunächst als PR & Communications Manager, anschließend als Vice President of Sales and Marketig und seit 2016 als Chief Strategy Officer. Auf dieser Position treibt sie das Thema Cloud mit viel Engagement und Herzblut voran.

Thought Leadership – Buzzword oder gewinnbringende Strategie?

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Thought Leadership – Buzzword oder gewinnbringende Strategie?

30.08.19 - Thought Leadership – wieder einmal ein Schlagwort, das allmählich aus den USA nach Europa schwappt. Eines, das schnell wieder vergessen werden kann? Oder eines mit Mehrwert für Unternehmen? In der Artikelserie „Thought-Leader-Stories“ zeigen wir Erfolgsgeschichten von Thought Leadern aus B2B-Unternehmen. lesen

Um dem Thema „Thought Leader“ mehr Sichtbarkeit zu verleihen und anderen Hidden Champions Mut zu machen, interviewt ein Team von TBN Public Relations Meinungsführer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und zeigt Erfolgsgeschichten von Thought Leadern auf. In diesem Teil: Katrin Henkel von ASC Technologies.

ASC Technologies bezeichnet sich selbst als innovationstreibenden Softwareanbieter für Recording und Analytics – was zeichnet das Unternehmen aus?

Katrin Henkel: ASC ist ein Spezialist für Aufzeichnung und Analyse von Kommunikation. Damit erfüllen wir auch gesetzliche Vorgaben. Wir sind zur Stelle, wenn es um das Thema Sicherheit geht, denn da braucht man einen starken Partner des Vertrauens. Es geht aber auch über die reine Pflichterfüllung hinaus. Alle Verarbeitungen der aufgezeichneten Daten gehen innovative in die Zukunft, haben mit künstlicher Intelligenz sowie der automatischen Auswertung der Daten zu tun und geben Insights in die Kommunikation. Außerdem weist ASC auf Risiken hin und stellt Entscheidungsvorlagen für das Management bereit. Dabei setzten wir unterschiedliche Deployment Modelle ein, die zukunftsorientiert sind – ASC bietet Lösungen auch als Service aus der Cloud an.

Seit wann liegt der Fokus auf der Cloud und warum?

Wir setzen schon seitdem die ersten Cloud-Lösungen auf den Markt gingen auf die Cloud. ASC hat früh erkannt, dass das die Zukunft sein wird – kostensparend und flexibel. Wir haben damals entschieden, dass wir eine neue Produktlinie entwickeln und unsere Produkte so ausgerichtet, dass sie für die Cloud bereit sind. Das zahlt sich jetzt aus.

ASC ist also ein Thought Leader in Sachen Cloud. Was verstehen Sie persönlich unter einem Thought Leader?

Für mich persönlich ist ein Thought Leader eine Person mit einer eigenen klaren Meinung. Jemand, der sieht was auf dem Markt passiert und den Markt auch treibt – andere mitzieht, begeistert und die Zukunft mitgestaltet.

Es ist gemeinhin so, dass man nur einen Thought Leader an der Front eines Unternehmens sieht – das entspricht nicht immer ganz der Wahrheit. Es gibt viele Mitarbeiter, die großen Einfluss haben und bestimmte Themen vorantreiben, aber nicht in der Öffentlichkeit stehen. ASC versucht deshalb alle Mitarbeiter mitzunehmen und gibt ihnen eine gewisse Thought-Leader-Rollen in ihrem Spezialgebiet oder Schaffenskreis. Das muss also nicht immer eine große Unternehmensstrategie sein, sondern kann ein kleineres Thema sein.

Wir sind zum Glück weit weg von den hierarchischen Strukturen der Vergangenheit, sondern arbeiten alle miteinander. Wir teilen die gleichen Informationen, jeder kann eigene Entscheidungen treffen und seine Energie in seine Kompetenzen stecken.

Einige Thought Leader haben ein bestimmtes Narrativ für sich entdeckt. Wie sieht ASCs Narrativ aus?

Unser Narrativ ist, dass wir unseren Kunden dabei helfen, die Anforderungen an Compliance-Vorgaben und die Qualität im Kundenservice zu erfüllen – im Einklang mit Gesetzen und Betriebsräten. Zudem sind wir ein Vorreiter für eine sichere Cloud. Im Prinzip sieht man das als zwei konträre Anforderungen: Sicherheit und Flexibilität der Cloud. Aber das sind die zwei Themen, die man zusammenbringen muss – genau dafür stehen wir.

ASC bezeichnet sich als Global Player und tritt selbstbewusst an die Öffentlichkeit. Unterscheidet sich die Außenpräsentation in den verschiedenen Ländern?

Dass wir ein Global Player sind, präsentieren wir weltweit gleich. Als deutsches Unternehmen ist es wichtig für unsere Partner, zu sehen, dass ASC auch die Erfahrung im weltweiten Geschäft hat und somit die Kundenanforderungen von anderen Regionen erfüllen kann. Aber das engt uns nicht ein – egal ob in Asien, Amerika oder Europa: wir treten als authentischer europäischer Anbieter mit globalem Ansatz auf.

Wie baut man international einen „Brand Trust“ auf?

Wir bauen „Brand Trust“ hauptsächlich über unsere strategischen Allianzen auf. Wir arbeiten mit den weltweit führenden Technologieanbietern zusammen. Im Zuge dessen vertreiben wir unsere Lösungen über deren Kanäle und positionieren uns in diesem Umfeld – sie sind sozusagen eine Art Multiplikator für die Themen, für die wir stehen: Cloud, Analytics, Compliance, Sicherheit und Vertrauen.

Und ihre „normale“ Marketingstrategie?

Wir haben eine einheitliche Marketingstrategie, die wir in allen Ländern umsetzen. Wir haben also keine an jedes Land angepasste Marketingstrategie. Sie wird vielleicht anders umgesetzt – je nachdem, welche Themen gerade aktuell sind oder welche Richtlinien gelten, aber im Prinzip haben wir eine einheitliche Marketing- und Kommunikationsstrategie.

Wir nutzen unsere gesamte Klaviatur des Marketings und Vertriebs, um uns zu positionieren und zu zeigen, wo unsere Stärken sind und was wir für unsere Kunden und Partner leisten können. Wir kommunizieren innerhalb der Technologie-Branche durch Pressemitteilungen, Seminare, Webinare, Artikel etc.

Wie sieht ASCs Marketing-Organisation aus?

Wir haben ein kleines Team, das im Headquarter angesiedelt ist und in enger Zusammenarbeit mit dem Leadership Team Marketingmaßnahmen steuert – hier findet die Planung sowie die Strategieentwicklung statt und hier werden die klaren Messages herausgearbeitet. Zudem arbeiten wir mit einer PR-Agentur zusammen, die uns hilft, uns zu positionieren sowie die klaren Aussagen zu formulieren und einheitlich nach außen zu transportieren. Wir arbeiten außerdem eng mit den Länderorganisationen zusammen, damit unsere Messages weltweit an die Öffentlichkeit getragen werden. In den Organisationen gibt es jeweils einen Marketing-Ansprechpartner.

Wie sieht Ihre Rolle des Chief Strategy Officers in Ihrem Unternehmen aus?

Ich finde es wichtig, dass ein Unternehmen durch Persönlichkeiten repräsentiert wird, die für ein Thema brennen – das muss nicht nur ein Mensch sein. Ich denke, dass ich ein Mensch bin, der das Thema Cloud beispielsweise mittreibt und das Unternehmen dementsprechend repräsentiert. Ich treibe aber auch unbequeme Themen voran, denn nichts ist langweiliger, als aalglatt und politisch korrekt zu sein.

Deshalb ist es auch okay, wenn es mehrere Personen im Unternehmen gibt, die nach außen kommunizieren. Dadurch bekommt das Unternehmen eigentlich ein viel runderes Gesicht. Politisch korrekte Aussagen von immer der gleichen Person mit immer den gleichen Statements, sind für die Außenwelt zu langweilig. Natürlich müssen die verschiedenen Aussagen in das Gesamtbild passen. Letztendlich deckt sich unsere Kommunikation jedoch mit dem, wo wir hinwollen und unserer Einstellung als innovatives Unternehmen.

Wie viel Durchsetzungsvermögen ist bei Strategieänderungen notwendig?

Wenn es einem gut geht, ist man nicht dazu geneigt etwas zu ändern. Das ist im Unternehmen nicht anders als im Privatleben. Dann ist es schwer Neues voranzutreiben – man muss sich dafür Mitstreiter suchen, um neue Themen nach vorne zu bringen. Für ein Technologieunternehmen, wie ASC, ist es vielleicht nicht ganz so schwierig, weil der Wandel einfach in der DNA des Unternehmens verankert ist. Das heißt aber nicht, dass jedes Thema sofort Zuspruch findet. Man muss dafür kämpfen und das macht es aus, denn wenn für etwas mehr Kraft eingesetzt werden muss, hat ASC hinterher mehr Erfolg. Weil wir uns bereits im Voraus mit den negativen Dingen, die dagegensprechen, allumfassend beschäftigen müssen – diese kritische Diskussion und Auseinandersetzung finde ich enorm wichtig für ASC.

Vielen Dank für das Gespräch!

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