Marketing zukunftsorientiert aufstellen

Marketing X.0 – die Suche nach der Strategie von morgen

| Autor: Julia Oppelt

Auch in diesem Jahr geht sie weiter: die Suche nach der Marketing-Strategie von Morgen.
Auch in diesem Jahr geht sie weiter: die Suche nach der Marketing-Strategie von Morgen. (Bild: gemeinfrei / Unsplash)

In Gesprächen mit Marketingentscheidern aus der Industrie ist die Suche nach DER Marketing-Strategie von morgen die meistgenannte Herausforderung. Und das über alle Zeitspannen hinweg. Doch sollten wir in der allgegenwärtigen Konditionierung auf morgen nicht mal innehalten und einen orientierung-bringenden Blick zurückzuwerfen?

Nicht täglich, aber immer dann, wenn der Trubel des Arbeitsalltags etwas Raum bietet, stellen wir uns die Frage nach der bestmöglichen Ausrichtung unseres Verantwortungsbereichs für eine gewinnbringende Zukunft. In Gesprächen mit Marketingentscheidern aus der Industrie ist es die meistgenannte Herausforderung, mit der sich Marketing-Directors, CMOs oder mittlerweile CCOs (Chief Client Officers) gleichermaßen beschäftigen – über Branchen und Zeitspannen hinweg: Alle suchen heute nach DER Marketing-Strategie von morgen. Getrieben von der Digitalisierung, die sowohl die Anzahl von Systemlandschaften und Automatisierungslösungen als auch die Zahl an Kanälen und Kundenkontaktpunkten rasant steigen lässt.

Die Herausforderung: Die Marketing-Strategie von morgen

Treuer Begleiter ist die Herausforderung, diese neuen Themen in eine zielorientierte Marketing-Strategie für den Umsatz von morgen zu überführen. Absolut nachvollziehbar also, dass B2B-Marketingentscheider nach dem richtigen Ansatz suchen, mit dem auch in Zukunft „Schritt gehalten“ werden kann. Ich rate in der allgegenwärtigen Konditionierung auf morgen dazu, innezuhalten und einen orientierung-bringenden Blick zurückzuwerfen.

B2B Marketing 2020 – Visionen, Strategien, Trends

Marketing-Trenddossier

B2B Marketing 2020 – Visionen, Strategien, Trends

07.01.20 - Von Künstlicher Intelligenz über Content Marketing bis Augmented Reality – die Marketing-Trends für das Jahr 2020 überschlagen sich schon jetzt. Welche Trends dabei wirklich relevant für B2B-Marketer sind, haben wir in unserem Trenddossier 2020 für Sie zusammengefasst. lesen

Das Grundprinzip und die „neue" Konstante

Seien wir ehrlich: Am Grundprinzip hat sich zunächst nicht viel geändert. Angebot bestimmt Nachfrage. Hat ein Unternehmen ein attraktives Angebot mit Mehrwert für die Zielgruppe, wird die Nachfrage steigen. Hat es keinen Mehrwert, wird es langfristig vom Markt verschwinden.

Nun gibt es allerdings eine „neue“ Konstante, die das Prinzip von Angebot und Nachfrage ordentlich aufmischt: Herzlich willkommen, Digitalisierung!

Entscheidend sind nun nicht mehr alleine Qualität oder Nutzwert eines Produktes oder einer Dienstleistung, sondern vielmehr wie der potentielle Kunde davon überhaupt erfährt – im schlechtesten Fall nämlich gar nicht.

Die Digitalisierung ermöglicht jedem Einkäufer Zugriff auf eine enorme Menge an vergleichbaren Produkten. Gleichzeitig bietet sie Startups die Möglichkeit, mit einer „digitalen Vertriebsmannschaft“ in Märkten zu skalieren, in denen Traditionsunternehmen über Jahrzehnte die Vorherrschaft hatten.

Das Risiko: Kein Absatzmarkt trotz starkem Produkt

Stellen Sie sich vor, Sie haben das Angebot mit dem größten Mehrwert und dem besten Service für die Zielgruppe, aber niemand erfährt davon. Konkurrenten schaffen es, durch gezielte Marketingaktivitäten und mit einem vereinfachten Kaufprozess den Interessenten abzuholen, bevor Sie überhaupt mitbekommen haben, dass er auf der Suche war. Horrorszenario? Drastische Realität! Eine Realität, die auch vor traditionellen Industrieunternehmen keinen Halt macht. Im Sinne jeglicher Transformation wenig hilfreiche Aussagen, wie: „Wir haben das schon immer so gemacht“ und „Wir produzieren Nischenprodukte, da gibt es keine Konkurrenz“, riskieren die Zukunft von Unternehmen. Potentielle Interessenten werden nicht erreicht und langjährige, vermeintlich treue Kunden werden abwandern. Ganz abgesehen von motivierten Mitarbeitern, die die Chancen der Digitalisierung sehen und umsetzen wollen.

Digitalisierung – mehr als nur ein guter Vorsatz

B2B Marketing

Digitalisierung – mehr als nur ein guter Vorsatz

10.01.20 - Neues Jahr, neues Glück! Wie können Marketer den guten Vorsatz „Digitalisierung“ endlich im Unternehmen umsetzen? Welche Probleme stehen dem Vorsatz im Weg? Und wie können Marketer dafür sorgen, dass die Digitalisierung eben nicht nur ein guter Vorsatz bleibt? Wir verraten es Ihnen! lesen

Die Chance: Den digitalen Wandel gewinnbringend gestalten

Dabei zeigen bestehende Erfolgsgeschichten aus Industrieunternehmen, wie des Stahl- und Metalldistributors Klöckner & Co mit „kloeckner.i“, was unter Einbeziehung der „neuen“ Konstante erreicht werden kann. Mit digitalen Möglichkeiten ergeben sich, neben dem traditionellen Stahlhandel, nun sogar neue Einnahmequellen: Marktplatz-Business, SaaS (Software-as-a-Service) und Beratung. Der Veränderungswille und die Investition haben sich gelohnt, die ehemalige „Kostenstelle“ wandelt sich zum zusätzlichen Profit-Center.

Vom Marketing heute zur Strategie von morgen

Unbestreitbar spiegeln veränderungswillige Unternehmen die tragende und zentrale Rolle des Marketings in diesem Prozess wider. Das Marketing von heute ist die steuernde Einheit im Unternehmen, die alle relevanten Abteilungen verzahnt und internes wie externes Wissen über den Kunden sammelt. Ziel ist es, einen 360-Grad-Blick zu schaffen, der es ermöglicht, die individuellen Bedürfnisse von Kunden und Interessenten ebenso zu kennen wie deren Informationsquellen und Einkaufsverhalten.

Mit diesem Wissensvorsprung kann jeder einzelne Kunde genau zum richtigen Zeitpunkt über den passenden Kanal angesprochen werden: Eine Zielgruppen-Kommunikation, wie es ein Marketing von morgen eben schon heute macht.

Praxis-Tipps von B2B Marketern mit Erfolgsgeschichten
  • Grundprinzip: Fokussierung aller Unternehmensaktivitäten auf den Kunden
  • Monetäre und zeitliche Investitionsbereitschaft
  • Beschränkung aller nicht skalierbaren Themen und Aktivitäten auf ein nötiges Minimum
  • Vermeidung von Hierarchiedenken: Ideen und Kritik aus allen Bereichen zulassen
  • Abschaffung des Silodenkens: Erstellung projektbezogener Teams abteilungsübergreifend
  • Entwicklung agiler Strategien und zeitnahe Forcierung der Umsetzung
  • Sie wollen Ihr Marketing zukunftsorientiert aufstellen? Dann sichern Sie sich jetzt einen Wissensvorsprung mit dem marconomy Seminar „Mit Predictive Intelligence zur effizienten Marketing- und Businessplanung“.

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