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Behavioral Marketing im Trend Marketingexperten brauchen neue Kommunikationslösungen

| Redakteur: Dr. Gesine Herzberger

Die meisten Unternehmen zielen mit Marketingmaßnahmen punktgenau an den Wünschen potenzieller Konsumenten vorbei. Diese sind von der Informationsflut genervt und wünschen sich nur eins: Relevanten Content.

Kunden verlangen verstärkt nach qualitativ hochwertigem Content.
Kunden verlangen verstärkt nach qualitativ hochwertigem Content.
(Bildquelle: Silverpop)

Fast die Hälfte aller Deutschen sind von Marketing genervt und möchte grundsätzlich keine Informationen von Unternehmen bekommen. Das zeigt eine neue Studie von Silverpop, einem Anbieter für innovative Marketingtechnologien. Mehr als ein Drittel legt Wert auf relevante, individuell zugeschnittene Inhalte und nur 15 Prozent aller Befragten interessieren sich uneingeschränkt für die gesamten Angebote. Dieser allgemeine Informationsüberdruß ist Marketern durchaus bewusst. 90 Prozent sind davon überzeugt, dass eine individuelle, feinjustierte Kommunikation immer wichtiger wird. Behavioral Marketing liegt im Trend.

Zauberwort Behavioral Marketing

Voraussetzung für eine verhaltensbasierte Kommunikation sind persönliche Daten: Wo liegen die Vorlieben der potenziellen Kunden und wie verhalten sie sich? In Bezug auf diese Fragen sind Interessenten allerdings besonders misstrauisch: 76 Prozent von ihnen gewähren nicht einmal ihrer "Lieblingsmarke" Zugriff auf Profile beispielsweise in Sozialen Netzwerken, unter den 18- bis 34-jährigen sind es sogar 84 Prozent. Wie kommt man also an die dringend benötigen Daten? Neben dem Online-Verhalten der Konsumenten können Marketer sich bei der Entwicklung persönlicher Inhalte am Offline-Verhalten (Einkäufe in Filialen, Nutzen von Coupons) orientieren. Darüber hinaus gibt es mittlerweile spezielle Kommunikationslösungen, die erstmals die Online- und Offline-Kommunikation mit einzelnen Kunden möglich machen.

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Die richtige Botschaft über den richtigen Kanal

Ebenso wichtig wie die Gewinnung persönlicher Verhaltensdaten ist es, sich in der Marketingkommunikation für die richtigen Kanäle zu entscheiden. Denn Informationen und Angebote auf einem Medienkanal werden je nach Konsument unterschiedlich stark wahrgenommen. Hier spielen nicht nur Alter und Geschlecht eine Rolle, sondern auch Faktoren wie beispielsweise die Schulbildung. So geben Verbraucher mit Hauptschulabschluss deutlich häufiger an, Informationen per Post zu erhalten als per E-Mail. Konsumenten mit Abitur nehmen Informationen per E-Mail dagegen genauso stark wahr wie solche per Post. Den potenziellen Kunden zu kennen ist also in doppelter Hinsicht unerlässlich, um eine passgenaue und erfolgreiche Marketingstrategie entwickeln zu können.

Verhaltensbasierte Kommunikation liegt im Trend! Dieser Aussage stimmen laut Studie 90 Prozent der Marketingverantwortlichen zu. Mehr als die Hälfte wollen ihre Aktivitäten in Zukunft stärker am Behavioral Marketing ausrichten.

Zur Studienerhebung:

Die Forsa-Umfrage, die im Auftrag von Silverpop erstellt wurde,konzentrierte sich auf die Frage, wie Konsumenten auf Marketing reagieren und welche Marketingstrategien Unternehmen umsetzen. Im Zeitraum vom 03.12.2012 bis zum 18.01.2013 wurden zu diesem Zweck in computergestützten Telefoninterviews 1000 Verbraucher aus Privathaushalten im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Zudem fanden Interviews mit 102 Marketingverantwortlichen aus Unternehmen mit über 250 Mitarbeitern aus den folgenden Branchen statt: Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Konsumgüterindustrie, Einzel- und Großhandel, Gastgewerbe, Information und Kommunikation sowie Finanz- und sonstige Dienstleistungen.

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