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Technologietrends 2020 Mit Big Data, Automatisierung und IoT auf dem Weg zu Smart Cities

| Redakteur: Lena Müller

Technologie entwickelt sich schnell – um immer up to date zu sein, sollten sich Unternehmen bereits jetzt mit den Technologietrends für das kommende Jahr beschäftigen. Einen kleinen Ausblick liefert Ihnen der Report „Future Disrupted: 2020“ von NTT Ltd.

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Intelligente Smart Cities, wie zum Beispiel Las Vegas, werden in der Zukunft als Vorbilder für eine ganze Reihe von Städten und Gesellschaften dienen.
Intelligente Smart Cities, wie zum Beispiel Las Vegas, werden in der Zukunft als Vorbilder für eine ganze Reihe von Städten und Gesellschaften dienen.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Die Experten von NTT Ltd., dem weltweit führenden Technologie-Dienstleistungsunternehmen, gehen davon aus, dass die Technologielandschaft bis 2020 von sechs Schlüsselbereichen geprägt sein wird:

  • Disruptive Technologien
  • Cybersicherheit
  • Arbeitsplatzgestaltung
  • Infrastruktur
  • Unternehmen
  • Technologiedienste

End-to-End-Lösungen für vollständig vernetzte Umgebungen

NTT Ltd. CTO Ettienne Reinecke ist sich außerdem sicher, dass der Mainstream-Einsatz disruptiver Technologien 2020 dazu führen wird, dass Technologien wie Big Data, Automatisierung und Internet der Dinge (IoT) zusammen betrachtet sowie gebündelt werden. Daraus ergibt sich für ihn die Grundlage vernetzter Städte und Gesellschaften.

Big Data, Künstliche Intelligenz und Security by Design bilden den Mittelpunkt dieser Entwicklung. Geräte und andere Dinge werden in die Lage versetzt, miteinander zu sprechen und ohne menschliches Zutun auf Informationen zu reagieren. Smart Cities und IoT werden zur Norm und tragen zu Produktivität, Wachstum und Innovationskraft ganzer Regionen bei.

Kai Grunwitz, CEO von NTT Germany, kommentiert die Prognosen wie folgt: „In Deutschland behandeln wir Themen wie Cloud, Big Data, Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit oft noch isoliert. Das wird sich 2020 ändern. Viele deutsche Unternehmen werden sich mit durchgängigen End-to-End-Lösungen befassen, die auf vollständig vernetzten Umgebungen beruhen. Diese werden die Welt, in der wir heute leben, erheblich beeinflussen und verändern.“

Smart Cities: Las Vegas als Vorbild

Ferner ist davon auszugehen, dass Smart Cities, wie Las Vegas, als Vorbilder für eine ganze Reihe von Städten und Gesellschaften dienen werden. Diese Städte werden „intelligent“, weil sie Daten über die gesamte Region teilen und ihre Situationserkennung durch Video- und Tondaten verbessern. Mit dem Einsatz der IoT-Technologie im Rahmen der Sicherheitsinfrastruktur werden sichere Lebensräume geschaffen, die Lebensbedingungen verbessert und letztlich Leben und Gesundheit geschützt.

Ettienne Reinecke ist sich sicher, dass der Technologiewandel zukünftig noch zügiger voranschreiten werde, da die Menschen die heutige Zeit bereits als schnelllebig empfinden: „Und dabei stehen uns schon jetzt mehr technologische Möglichkeiten zur Verfügung als je zuvor. Mit ihnen können wir aktuelle Fragestellungen beantworten sowie gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme lösen. Daraus ergibt sich für uns die große Chance, Innovationen in allen Bereichen zu unterstützen und unsere zukünftige Welt wirklich zum Besseren zu verändern.“

Beispiele für die Entwicklung

Digital Twinning (Erzeugung eines digitalen Zwillings): Mittels einer Vielzahl von Datenpunkten lassen sich das Verhalten einer echten Person anhand ihres digitalen Zwillings modellhaft nachvollziehen und Muster erkennen. Ein Beispiel hierfür sind Schlussfolgerungen zur Ernährung oder zur Gesundheit eines Patienten, die über dessen biometrischen Zwilling gezogen werden können, beispielsweise die Dauer einer Therapie bis zur Genesung. Diese Erkenntnisse können schneller und zu einem Bruchteil der herkömmlichen Kosten gewonnen werden.

Aufbau von Vertrauen durch digitale Interaktion: Mit der Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz können Interaktionen, wie zum Beispiel reine Transaktionen, in Kundenbeziehungen überführt werden, indem Regeln angewendet werden, die diese mit Empathie aufladen und damit Vertrauen beim Kunden schaffen.

Immersive, interaktive „Phygitale-Räume“: In diesen Räumen verbindet sich die physische mit der digitalen Welt. „Phygitale Räume“ können aus allen möglichen realen Räumen entstehen. So lassen sich Besprechungsräume, Büros, Läden oder auch eine VIP-Loge in einem Stadion durch Installation von Technologien in eine virtuelle Umgebung verwandeln, die mittels Daten eine Vielzahl von Erfahrungen und Erkenntnissen ermöglicht.

Intelligente Gebäude: Durch den Einsatz von IoT-Technologien sollen sich die Bewohner wohler fühlen und die Gebäude gleichzeitig nachhaltiger werden. Das geschieht zum Beispiel durch automatische Temperaturanpassungen an die Anzahl der Anwesenden oder durch die Regelung der Beleuchtung entsprechend der Tageszeit.

Data Wallets (Daten-Portemonnaies): Diese Technologie legt die Daten in die Hände der Person, die sie besitzt, und macht sie für sie völlig sicher. Niemand sonst kann ohne Berechtigung auf die Daten zugreifen. Außerdem können die Daten bei Bedarf sofort gesperrt werden.

Weitere Informationen zu den Prognosen sowie zu den benannten Technologietrends für das Jahr 2020 und darüber hinaus finden Sie hier.

*Quelle: NTT Ltd.

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