Multitalent Content Marketing

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Verbreitung „verdienen“

Content Marketing geht noch einen Schritt weiter. Im Social Web ist es zum einen wichtig, dass Nutzer einen Content annehmen, sprich „liken“. Zum anderen lebt das Web davon, dass User Inhalte in ihrem Freundeskreis teilen – sharen – und auf diese Weise verbreiten. Diese Sharebility erfordert ein Umdenken. So muss es die Strategie eines Unternehmens sein, den Content nicht nur über eigene Kanäle (Owned) und Werbekanäle (Paid) zu streuen, sondern Nutzern Gesprächsanlässe zu geben, sodass sie die Inhalte verbreiten (Earned). Hier hat das Unternehmen letztlich keine inhaltliche Macht und kann nur durch sein Auftreten, die Themen und die Markenbotschaft selbst Einfluss ausüben. Earned Media sind die Kanäle der Kunden: Blogs, Foren und Facebook-Acounts. Earned Media ist Word-of-Mouth, oder, einfacher gesagt, der Austausch zwischen Kunde und Kunde von morgen.

Gute Vorbilder

Natürlich gibt es Firmen, die dieses Spiel perfekt beherrschen. Einen konsequenten Content-Marketing-Ansatz verfolgen zum Beispiel Schwarzkopf und Mercedes-Benz. So wurden die Webseiten dieser beiden Unternehmen zuletzt von reinen Produkt-Seiten in Magazine umgewandelt. Während Schwarzkopf dabei von der Kundenseite aus denkt und sich mit Themen wie Frisuren, Styling und Haar-Trends beschäftigt, baut Mercedes-Benz seine ganz eigene Marken-Welt aus Golf, Fashion und Lifestyle-Themen auf. Mit Erfolg: Schwarzkopf verzwanzigfachte die Besucherzahlen und taucht mit seiner Seite zwischen den spezifischen Themen-Kanälen in der Google-Suche auf. Mercedes-Benz konnte die Verweildauer und somit das Engagement potenzieller Kunden durch seine Inhalte und die Markenwelt um einige Minuten nach oben schrauben.

Ein Parade-Beispiel für Content-Marketing liefert Red Bull. Der Getränkehersteller tritt mit einer breiten Palette an Owned Media auf, die im Idealfall exklusive Inhalte bieten. Kaum einer, der bei Erwähnung des Base-Jumpers Felix Baumgartner nicht sofort an den österreichischen Konzern denkt. Inzwischen ist Red Bull gewissermaßen zu einem Medienunternehmen mit angeschlossenem Energy Drink geworden, das qualitativ hochwertige Inhalte am Fließband produziert.

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Über den Autor

Vincent Nicolai, Gründer und Geschäftsführer der buddybrand GmbH.
Vincent Nicolai, Gründer und Geschäftsführer der buddybrand GmbH.
( Bildquelle: buddybrand )
Vincent Nicolai ist Gründer und Geschäftsführer der buddybrand GmbH. Der 26-Jährige leitet die Beratung und kümmert sich vorrangig um strategische Themen: Wie schaffen Unternehmen digitale Inhalte oder Produkte und bringen sie auf den Markt? Wie machen sie ihr Geschäftsmodell social? Mit inzwischen fast 40 Mitarbeitern versteht sich buddybrand als Agentur für digitale Markenführung mit dem Schwerpunkt Social Media.

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