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Suchmaschinenwerbung Mit LinkedIn Profile Targeting neue Potenziale im B2B erreichen

| Autor / Redakteur: Marian Wurm* / Saskia Semik

Suchmaschinenwerbung im B2B-Bereich stellt auch Experten immer wieder vor neue Herausforderungen. Denn eine genaue Zielgruppenanalyse allein reicht nicht. Es bedarf zudem der passenden Filteroptionen, um potenzielle Kunden tatsächlich mit den Anzeigen zu erreichen.

Durch das LinkedIn Profile Targeting ergibt sich für B2B Unternehmen die Chance auf frischen Wind auf dem Suchmaschinenmarkt und genaue Zielgruppenansprache.
Durch das LinkedIn Profile Targeting ergibt sich für B2B Unternehmen die Chance auf frischen Wind auf dem Suchmaschinenmarkt und genaue Zielgruppenansprache.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Neben den bewährten Filtern lassen sich Gebotsanpassungen für eine spezielle Branche, ein bestimmtes Unternehmen oder eine konkrete Stellenfunktion vornehmen. Die Grundlage dafür bilden die Informationen über Arbeitgeber, Unternehmensbranche und Position, die die 645 Millionen Mitglieder aus über 200 Ländern in ihren Profilen bei LinkedIn hinterlegen.

Unterstützung dabei bekommen SEA-Manager in Form von nützlichen Kampagnenzielen nun vom eher kleineren Marktplayer Microsoft Advertising und nicht durch den Platzhirsch Google.

Wettbewerbsvorteil für Microsoft

LinkedIn gehört zu den Unternehmen des Tech-Riesen Microsoft – Google hat deshalb keinen Zugriff auf die dort angegebenen Profildaten. Daraus ergeben sich ein klarer Wettbewerbsvorteil für Microsoft und die Chance auf frischen Wind auf dem Suchmaschinenmarkt. Google Ads steht bisher für eine Marktdominanz; Microsoft Advertising war in der Vergangenheit dagegen nicht für alle Onlinemarketer relevant.

LinkedIn Profile Targeting zeigt nun jedoch, dass der kleinere Konkurrent Microsoft mit einem echten Alleinstellungsmerkmal aufwarten kann. Potenzielle Kunden auf Grundlage ihrer beruflichen Profildaten zu adressieren, ist für B2B extrem interessant. Eine genaue Zielgruppenansprache und geringe Streuverluste machen LinkedIn Profile Targeting attraktiv.

Filteroptionen mit Karrierefokus bietet Google in diesem Umfang nicht. Zwar liegen die Marktanteile des Marktführers mehr als deutlich über dem des Bing-Netzwerkes. Doch gleichzeitig nutzen viele Unternehmen Microsoft-Produkte und übernehmen dabei die voreingestellte Bing-Suche. In einem effizienten SEA-Gesamtpaket sollte Microsoft Advertising deshalb nicht unbeachtet bleiben.

Karrierebasierte Kampagnenziele richtig nutzen

Die Ausrichtung von LinkedIn Profile Targeting bezieht sich auf die Kategorien Branche, Unternehmen und Stellenfunktion. Damit sind Personen gemeint, die:

  • in einer bestimmten Branche tätig sind
  • für ein bestimmtes Unternehmen arbeiten
  • eine bestimmte Stellenfunktion ausfüllen

Zur Verfügung stehen bisher laut Microsoft Advertising über 80.000 Firmen, 145 Branchen und mehr als 25 Stellenfunktionen – und die Listen werden wachsen. Dabei ist stets eine Kombination untereinander sowie mit den bisherigen Filteroptionen hinsichtlich der demografischen Merkmale Alter, Geschlecht, Standort sowie der verwendeten Geräte möglich.

Sowohl für klassische und dynamische Suchanzeigen als auch für Microsoft-Shopping-Kampagnen und Zielgruppenkampagnen lässt sich LinkedIn Profile Targeting anwenden. Die Einrichtung ist einfach und schnell erledigt, auch Neulinge finden sich auf der Oberfläche von Microsoft Advertising gut zurecht. Um bereits vorhandene Kampagnen und Anzeigengruppen zu verändern, genügt ein Klick auf „Zielgruppe bearbeiten“ in den Einstellungsbereichen „Kampagnenziele“ beziehungsweise „Anzeigengruppenziele“.

Wenn Unternehmen, Branchen und/oder Stellenfunktionen ausgewählt sind, lassen sich die Filter mit entsprechenden Gebotsanpassungen festlegen. In neue Kampagnen und Anzeigengruppen kann LinkedIn Profile Targeting sofort integriert werden. Unter der Kategorie „Budget und Gebote“ finden sich die „Kampagnenziele“ beziehungsweise „Anzeigengruppenziele“. Hier können Branchen, Unternehmen oder Stellenfunktionen markiert und mit Geboten versehen werden.

Auch beim karrierebasierten Targeting haben die Einstellungen auf Anzeigengruppen-Ebene wie gewohnt Vorrang vor denen der Kampagnenziele. Wer sich hinsichtlich der äußerst spezifischen Anzeigenausspielung noch unsicher ist, kann die potenziellen Zielgruppen zunächst auch ohne eine Gebotsanpassung beobachten. Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich später auf neue Kampagnen übertragen.

Fazit: Welche Vorteile bietet LinkedIn Profile Targeting für B2B?

Mit Microsoft Advertising ist es dank LinkedIn Profile Targeting möglich, karrierebasierte Zielgruppenfilter einzustellen, die es bisher so nicht in der SEA gab. Der Suchmaschinenriese Google hat keinen Zugriff auf die Profildaten von LinkedIn und somit bildet das Targeting ein nicht zu unterschätzendes Alleinstellungsmerkmal.

Die Vorteile für B2B liegen in dem großen Potenzial der bedeutenden Gebotsanpassungen hinsichtlich der Branchen, Unternehmen und Positionen. Die gezielte Ausspielung an die genau definierte Zielgruppe verspricht einen höchst effektiven Einsatz des Kampagnenbudgets.

Ob Maschinenbauer oder Automobilzulieferer – wer bisher in der SEA nur mit Google Ads gearbeitet hat, sollte einen Blick auf die Kampagnenziele in Microsoft Advertising werfen. Die neuen Möglichkeiten der Zielgruppenansprache sind vor allem für den B2B-Bereich vielversprechend und einen Test wert.

* Marian Wurm ist Gründer der Löwenstark Online-Marketing GmbH.

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