„The Workforce View in Europe 2018“

Mitarbeiter nicht ausreichend auf Automatisierung vorbereitet

| Redakteur: Georgina Bott

Laut einer aktuellen Studie befürchten 22 Prozent der deutschen Arbeitnehmer, dass ihr Arbeitsplatz iautomatisiert wird.
Laut einer aktuellen Studie befürchten 22 Prozent der deutschen Arbeitnehmer, dass ihr Arbeitsplatz iautomatisiert wird. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Die Automatisierung schreitet unaufhörlich voran und verursacht bei Millionen Arbeitnehmern in Deutschland Ungewissheit. Das zeigt die aktuelle Studie „The Workforce View in Europe 2018“, die sich mit den Gedanken und Ängste von über 1.300 deutschen Arbeitnehmern beschäftigt.

Der Studie zufolge sind Beschäftigte in Deutschland über die Konsequenzen der Automatisierung und die mangelnde Vorbereitung durch ihren Arbeitgeber besorgt. Beinahe jeder vierte deutsche Arbeitnehmer befürchtet, in den nächsten zehn Jahren durch eine Maschine ersetzt zu werden. Dabei gibt über die Hälfte der Arbeitnehmer (53,6 Prozent) an, dass ihr Arbeitgeber sie nicht ausreichend weiterbildet, um sie auf die Automatisierung und ein neues Arbeitsumfeld vorzubereiten.

Diese Branchen fühlen sich besonders bedroht

Vor allem für die junge Generation ist Automatisierung ein allgegenwärtiges Thema. Die Mehrheit der 16- bis 24-Jährigen (14,9 Prozent) und der 25- bis 34-Jährigen (11,2 Prozent) befürchtet, dass ihre Position in den kommenden zehn Jahren durch eine Maschine ersetzt wird. Auch im Hinblick auf die Branchen sind Unterschiede zu beobachten. So fühlt sich knapp die Hälfte (43,8 Prozent) der Arbeitnehmer aus dem Kunst- und Kulturgewerbe von der Automatisierung bedroht, gefolgt von einem Drittel (32,6 Prozent) der Beschäftigten aus dem Bereich Sales, Medien und Marketing. Im Gegensatz dazu geht nur eine Minderheit der Arbeitnehmer aus dem Architektur- und Bauwesen (6,9 Prozent) davon aus, dass ihre Rolle durch die Automatisierung überflüssig wird, gefolgt vom Bildungssektor (11,2 Prozent).

„Automatisierung schien bisher eine Herausforderung für zukünftige Generationen zu sein. Aber unsere Ergebnisse zeigen, dass dieses Thema bereits allgegenwärtig in den Köpfen der deutschen Beschäftigten ist“, erklärt Steven van Tuijl, General Manager bei ADP Deutschland, die die Studie initiiert haben. „Künstliche Intelligenz und Robotik schreiten in einem solchen Tempo voran, dass Maschinen bald in der Lage sein werden, die Arbeit von Menschen in einer Vielzahl von Berufen und Branchen zu verrichten. Und obwohl sich dies wahrscheinlich positiv auf Effizienz und Produktivität auswirkt, könnte es für Tausende den Verlust des Arbeitsplatzes bedeuten. Ein Szenario, das die Arbeitswelt für immer verändern wird.“

Über die Studie

Die Studie „The Workforce View in Europe 2018“ untersucht die Haltung von Arbeitnehmern in Bezug auf die Zukunft der Arbeit. Die Studie wurde im August 2017 vom unabhängigen Marktforschungsunternehmen Opinion Matters für ADP durchgeführt. Insgesamt wurden 9.908 Arbeitnehmer in acht europäischen Ländern befragt, darunter Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Polen, Spanien, Schweiz und Großbritannien. In Deutschland nahmen 1.322 Arbeitnehmer an der Studie teil.

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