Content Audit Nachhaltiger Erfolg für Ihre B2B-Inhalte

Autor / Redakteur: Omid Rahimi* / Viviane Krauss

Möchten Sie sich langfristig in der B2B-Online-Welt behaupten? Dann brauchen Sie Content, der Ihr Publikum durch echten Mehrwert überzeugt. Mittels eines Content Audits können Sie Ihre Inhalte auf effiziente Weise prüfen und anpassen.

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Im B2B-Online-Marketings ist es entscheidend, konkrete Ziele festzulegen. Fragen Sie sich deshalb vor Beginn des eigentlichen Content Audits, welches Ziel Sie damit verfolgen.
Im B2B-Online-Marketings ist es entscheidend, konkrete Ziele festzulegen. Fragen Sie sich deshalb vor Beginn des eigentlichen Content Audits, welches Ziel Sie damit verfolgen.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Was ist ein Content Audit?

Als Dauergroßprojekt unterliegen B2B-Websites einer andauernden Dynamik. Insbesondere die verschiedenen Inhalte sind oft nicht perfekt aufeinander abgestimmt und verlieren mit der Zeit an Relevanz. Um Ihren Onlineauftritt mit konversionsstarkem Content zu perfektionieren, sollten Sie in regelmäßigen Abständen eine Inventur durchführen – das sogenannte Content Audit.

Als Content Audit bezeichnet man die Bestandsaufnahme aller Inhalte einer Website. Dazu werden im Rahmen einer Analyse bestehende Inhalte erfasst, in Bezug auf die Performance überprüft und aufgearbeitet. Durch ein Content Audit erhalten Sie wertvolle Informationen, auf Basis derer Sie fundierte Entscheidungen für Ihre Content-Marketing-Strategie treffen können.

Warum ist ein Content Audit für maximal erfolgreiche Inhalte unabdingbar?

Die regelmäßige Bestandsaufnahme Ihrer Inhalte bildet einen wichtigen Grundpfeiler für effizientes B2B-Content-Marketing. Ihr Unternehmen wächst in die verschiedensten Richtungen, weshalb auch der entsprechende Content stetig an die Gegebenheiten angepasst werden sollte. Zudem sammelt sich über die Jahre hinweg viel Content an, der sich entweder auch nach langer Zeit noch verwenden lässt, entfernt werden sollte (da er beispielsweise nur zeitlich befristet relevant ist) oder bei dem Optimierungspotential besteht.

Mit einem Content Audit finden Sie anhand konkreter Messwerte heraus, ob Sie die vorab in Ihrer Marketing-Strategie festgelegten Ziele erreicht haben und gegebenenfalls Optimierungen vornehmen sollten.

Wann ergibt ein Content Audit Sinn?

Der richtige Zeitpunkt für ein Content Audit hängt maßgeblich von Faktoren wie der Websitegröße ab. Auch die Intervalle für die Durchführung eines Content Audits unterscheiden sich von Unternehmen zu Unternehmen. Wenn Sie eine umfangreiche Website betreiben, fallen der Aufwand für das Content Audit und somit das Intervall größer aus.

Steht ein Relaunch der bestehenden B2B-Website an, bildet dies auch außerplanmäßig einen perfekten Zeitpunkt, um Schwachstellen im Inhalt mittels Content Audit zu identifizieren und anzupassen.

Auch im Falle eines gravierenden Sichtbarkeitsverlustes Ihrer Website ist ein sofortiges Content Audit unabdinglich, um gezielte Maßnahmen einzuleiten.

Welche Schritte machen ein erfolgreiches Content Audit aus?

Wenn Sie Ihre Inhalte einem Content Audit unterziehen möchten, können Sie sich an die folgende „3-Schritte-Methode“ halten, die sich in der B2B-Praxis bestens etabliert hat:

1. Realistische Zielsetzung
In sämtlichen Bereichen des B2B-Online-Marketings ist es entscheidend, konkrete Ziele festzulegen. Fragen Sie sich deshalb vor Beginn des eigentlichen Content Audits, welches Ziel Sie damit verfolgen: Haben Sie den Wunsch mehr Leads zu generieren? Oder möchten Sie die Bekanntheit Ihrer Marke steigern? Je genauer Sie Ihre Ziele definieren, desto solider fällt die Grundlage für eine effektive Analyse aus.

2. Bestandsaufnahme: Das quantitative Content Audit
In einem zweiten Schritt erfolgt die eigentliche Bestandsaufnahme – das sogenannte quantitative Content Audit. Erfassen Sie hier sämtliche Daten zum Content auf Ihrer Website und tragen Sie diese in eine Excel-Tabelle ein, um sie später mithilfe der Filteroptionen leichter organisieren und analysieren zu können.

Folgende Daten sind für das quantitative Audit Ihres Contents unter anderem relevant:

  • URL
  • Wortanzahl
  • Meta-Title und Meta-Description
  • H1-, H2- und H3-Überschriften
  • Click-Through-Rate (CTR)
  • Impressions
  • Rankings
  • externe und interne Links
  • Erstellungsdatum und Datum des letzten Updates
  • Social-Media-Interaktionen
  • Seitenaufrufe
  • Verweildauer

Mithilfe eines Crawling-Tools wie Screaming Frog fällt das mühevolle händische Zusammentragen der Daten aus: Das Tool generiert für Sie die gewünschten Informationen und Sie können diese anschließend in eine Excel-Tabelle exportieren. Traffic-Daten liefern Google Analytics sowie die Search Console, Rankings Ihr jeweiliges Monitoring-Tool.

Ist dies gemacht, verschaffen Sie sich am besten einen groben Überblick über Ihre erhobenen Daten. Ordnen Sie letztere in verschiedene Bereiche ein und fokussieren Sie sich auf die wichtigsten Angaben. Um beispielsweise den Traffic auf Ihre Website zu erhöhen, macht es Sinn, unter den Seiten mit den meisten Impressions diejenigen mit vergleichsweise geringer Klickrate herauszufiltern, um deren Snippets klickstärker zu gestalten.

3. Analyse: Das qualitative Content Audit

In einem letzten Schritt nehmen Sie die qualitative Analyse Ihrer bestehenden Inhalte vor. Hierbei hat sich die Prüfung anhand folgender Aspekte bewährt:

Format: Fragen Sie sich als Erstes, welche Inhaltsformate auf Ihrer Website zu finden sind und ob diese genügend Interaktionsmöglichkeiten für Ihre Zielgruppe bieten.

Nutzererlebnis: Analysieren Sie, wie hoch die Absprungraten auf Ihren Seiten sind – denn hohe „Bounce Rates“ sind in der Regel ein deutlicher Indikator für eine mangelhafte Nutzerfreundlichkeit oder schlechten Content.

Zugriffe: Überprüfen Sie, welche Ihrer Inhalte über besonders viele Nutzerzugriffe verfügen. Gehen Sie bei der Analyse ruhig ins Detail und beziehen Sie auch Faktoren wie Länge und Wortanzahl Ihres Contents mit ein. Anhand der Resultate können Sie ermitteln, welche Content-Formate bei Ihrem Zielpublikum am beliebtesten sind.

Aktualität: Identifizieren Sie Inhalte, die bereits veraltet sind. Dazu gehören beispielsweise vergangene Termine oder Ankündigungen. Diese sollten unverzüglich gelöscht werden.

Mehrwert: Testen Sie den Mehrwert Ihrer Inhalte für Ihre Zielgruppe. Stellen Sie relevante Inhalte in den verschiedenen Stadien des Kaufprozesses zur Verfügung?

Überflüssige Elemente: Grundsätzlich benötigt ein Thema nur eine Unterseite. Vermeiden Sie Dopplungen und fassen Sie die jeweiligen Inhalte auf einer Seite zusammen. Achten Sie dabei auch darauf, entsprechende Keywords in Ihren „neuen“ Content miteinzubringen.

Leserfreundlichkeit: Strukturierte, mit Grafiken oder Aufzählungen versehene Texte bieten Ihren B2B-Geschäftspartnern mehr Abwechslung. Zudem sollten Sie auf einen leicht verständlichen Schreibstil ohne verschachtelte Sätze achten.

Call-to-Action: Um Ihre Nutzer durch den Kaufprozess zu leiten und die gewünschte Aktion zu erzielen, sollten Sie Ihren Content mit sogenannten „Call-to-Actions“ versehen. Damit geben Sie Ihren Besuchern eine konkrete Handlungsempfehlung wie beispielsweise „Jetzt Angebot einholen“ oder „Jetzt beraten lassen“.

Tipp: Für eine fundierte Auswertung sollten Sie die jeweiligen Daten nicht als gesonderte Größen, sondern als untereinander vernetzte Faktoren behandeln. In kombinierter Betrachtung liefern die Kennzahlen ein viel umfassenderes und exakteres Bild Ihrer Content-Performance.

Anhand der positiven oder negativen Leistung Ihrer Inhalte können Sie im Anschluss gezielte Maßnahmen ergreifen, um Ihren Content entweder attraktiver zu gestalten oder aber mehr ähnliche Inhalte zu erstellen.

Fazit

Mit der regelmäßigen Durchführung von Content Audits schaffen Sie nicht nur eine wichtige Basis für die Produktion Ihrer B2B-Inhalte – Sie sichern sich auch den nachhaltigen Erfolg im World Wide Web und können sich durch gute Rankings deutlich von der Konkurrenz abheben.

*Omid Rahimi ist Geschäftsführer von eMinded.

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