Exzellente Personalauswahl – Teil 1

Auf der Suche nach Mr. oder Mrs. Right

| Autor / Redakteur: Thomas Völkl / Georgina Bott

Wer ist Ihr Mr. oder Ihre Mrs. Right? Personalauswahl ist nichts anderes als professionelles Marketing. Wer das nicht erkannt hat, wird bei der Suche mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben.
Wer ist Ihr Mr. oder Ihre Mrs. Right? Personalauswahl ist nichts anderes als professionelles Marketing. Wer das nicht erkannt hat, wird bei der Suche mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Um als Unternehmen langfristig erfolgreich zu sein, ist eine exzellente Personalauswahl ausschlaggebend. Doch für Viele ist die Suche nach neuen Mitarbeitern eher lästige Pflicht als angenehme Kür.

Was macht ein Unternehmen erfolgreich? Qualitativ hochwertige Produkte? Ein kreatives Marketing? Eine strategische Kundengewinnung und hohe Kundenbindung? Zugegeben, das alles und noch viel mehr. Hört man sich einmal bei Kunden um, ist es aber vor allem eines: Es sind die Menschen im Unternehmen. Kurzum: Exzellente Mitarbeiter! Grund genug, die Personalauswahl in exzellente Bahnen zu lenken.

Alles andere als eine positive „Candidate Experience“

Die Realität sieht anders aus: Geht eine Bewerbung im Postfach ein, vergehen oft Tage bis zur Eingangsbestätigung an den Kandidaten. Nach dem Unterlagencheck müssen weitere Informationen angefordert werden. Und schon befindet sich der Bewerber im langwierigen und unüberschaubaren Dschungel der Online-Formulare, die sich weder speichern noch schnell bewältigen lassen. Es ist kaum zu erwarten, dass der Bewerber das Unternehmen positiv in Erinnerung behalten oder anderen Menschen proaktiv empfehlen wird. Dabei hat der Prozess der Mitarbeitersuche einen großen Vorteil für Unternehmen: Durch die Beschreibung der neuen Positionen wird ein interner Findungsprozess angestoßen. Denn wer auf der Suche nach neuen Mitarbeitern ist, muss wissen, wer er selbst ist, was ihn ausmacht, auszeichnet und von anderen unterscheidet.

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Personalauswahl von gestern und heute

Zwischen der Personalauswahl von gestern und heute liegen Welten. Ganz zu schweigen von dem, was morgen schon möglich und nötig sein wird. Die Zeiten, in denen sich der Schreibtisch vor Bewerbungen gebogen hat, sind längst vorbei. Ohne Auswahl ist aber auch die erfolgreiche Suche nach dem richtigen Kandidaten in vielen Bereichen bedeutend schwieriger geworden. Längst sind Unternehmen die neuen Bewerber und müssen deren Aufgaben übernehmen: Sich abheben von den Anderen durch Alleinstellungsmerkmale und ein exzellentes Bewerbungsmanagement.

Nicht einfacher macht es die Tatsache, dass immer öfter sehr gut vorbereitete Bewerber auf unvorbereitete Unternehmen treffen. Hinzu kommt, dass das Internet den Bewerbungsprozess geradezu revolutioniert hat. Die Geschwindigkeit der Kommunikation nimmt auch hinsichtlich der Personalauswahl zu. Von konkreten Bewerberportalen über die kontinuierliche Netzwerkpflege bis hin zu multimedial unterstützten Bewerbungsgesprächen. Personalauswahl ist nichts anderes als professionelles Marketing. Wer das nicht erkannt hat, wird bei der Suche nach Mr. oder Mrs. Right zukünftig sicher noch mit ganz anderen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Dabei sind die ersten Schritte klar definiert:

  • 1. Darauf achten, was die Gegenwart sagt
  • 2. Personalsauswahl als Marketinginstrument sehen
  • 3. Den Bewerbungsprozess von Anfang an wertschätzend führen
  • 4. Genau wissen, wen man sucht
  • 5. Noch besser wissen, wer man ist
  • 6. Die bisherigen Gedanken in eine Stellenanzeige gießen
  • 7. Aktiv alle Suchoptionen (online, intern, extern) nutzen

Die Qual der (Aus-)Wahl

Hat ein Unternehmen die Wahl zwischen mehreren oder sogar sehr vielen Bewerbern, hat es hervorragende Arbeit geleistet. Doch was kommt danach? Den Personalverantwortlichen erwartet ein wahrer Dschungel, der je nachdem wie viel Erfahrung jemand mit Auswahlprozessen hat, vielen undurchdringlich scheint. Es ist alles andere als leicht, den Überblick über die Einstellungsfilter innerhalb eines Bewerbungsprozesses zu behalten. Erst eine Arbeitsprobe, dann der Online-Test? Oder psychologische Testverfahren und dafür kein Assessment Center? Und wann und wie macht das Bewerbungsgespräch dabei überhaupt Sinn? Zwei Fragen stellen sich dabei:

  • Welche Einstellungsfilter machen für unser Unternehmen und in Bezug auf die zu besetzende Stelle Sinn?
  • In welcher Reihenfolge sind die ausgewählten Filtermethoden anzuordnen?

Das Ziel der gemeinsamen Reise ist immer eine Empfehlungsliste, anhand derer sich das Unternehmen für oder gegen einen Kandidaten entscheiden kann.

Vorschau auf Teil 2

Teil zwei dieser Serie befasst sich mit dem systematische Bewerbergespräch. Welche Überlegungen Sie dafür anstellen sollten, erfahren Sie am Montag, den 31.07.2017.

Über den Autor

Als Experte für exzellente Personalauswahl und Vortragsredner begleitet und motiviert Thomas Völkl Unternehmen, die Personalauswahl in exzellente Bahnen zu lenken. Aufgrund jahrelanger Erfahrung in internationalen Konzernen verfügt der Rhetorik- und Kommunikationstrainer sowie ehemalige Headhunter über umfangreiche Kompetenzen in den Bereichen Kommunikation, Wertschätzende Führung sowie Personalrekrutierung.

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