Zielerreichung

Tschüss Konjunktiv, hallo Indikativ – Wer Handeln will, muss anfangen

| Autor / Redakteur: Dominic Multerer / Annika Lutz

Gewisse Hürden und das Finden von Ausreden hindern uns oft daran, mit etwas anzufangen. Doch Anfangen ist der einzige Weg, um ins Handeln zu kommen.
Gewisse Hürden und das Finden von Ausreden hindern uns oft daran, mit etwas anzufangen. Doch Anfangen ist der einzige Weg, um ins Handeln zu kommen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Zu viele von uns formulieren Anweisungen im Konjunktiv in falsch verstandener Freundlichkeit. Dies hindert uns oft daran, wirklich ins Handeln zu kommen. Wie Sie hierfür und für andere „Handelshindernisse“ eine Lösung finden, soll Ihnen dieser Beitrag zeigen.

„Könnten Sie das Lager neu organisieren?“– „Wir müssten mal das Marketing überarbeiten.“ – „Der Vertrieb könnte anders aufgestellt werden.“ – so oder so ähnlich reden manche Geschäftsführer, um immer noch freundlich zu bleiben – die Dringlichkeit zu Handeln kommt so aber nicht rüber.

Die größten Hürden, die viele von uns außerdem daran hindern, ins Handeln zu kommen sind: Ängste, eine gewisse Ohnmacht vor ungemütlicher, anstrengender Arbeit, unklare Ziele oder einfach nicht zu wissen wie die Zukunft aussieht, die vor uns liegt. Oft brauchen Dinge Zeit, bis sie sich die ersten Erfolge zeigen. Einfach nichts zu tun, ist eine Verlockung und scheint dann oft die bequemste Lösung zu sein. Nichts tun macht eben nichts!

Ausreden beruhigen unser Gewissen

Wesentlich leichter fallen uns Ausreden ein. „Wenn das Wetter besser ist, gehe ich joggen!“ – „Wenn ich erst mal in Rente bin, werde ich aufhören mit dem Rauchen!“ – „Wenn das Marketing steht, kümmere ich mich um neue Verkaufsflächen!“ – „Wenn der Vertrieb neu strukturiert ist, erschließen wir neue Märkte!“

Das sind alles Ausreden, wie wir sie, bewusst oder unterbewusst, jeden Tag benutzen. Sie dienen der Beruhigung unseres Gewissens – mehr nicht. Wenn es um Ausreden geht, gibt es keine Unterschiede zwischen kleinen Betrieben, großen Konzernen oder dem Privatleben. Die Wahrheit in allen Fällen ist: Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun! Und genau das bremst uns auf Dauer aus, verhindert unseren Erfolg beziehungsweise den des Unternehmens und führt uns früher oder später ins Abseits. Die daraus resultierende Erkenntnis „Hätte ich mal ...“ ist dann wenig hilfreich.

Auch diesen Blickwickel habe ich durch Statements ganz unterschiedlicher Persönlichkeiten beleuchten lassen. Die Quintessenz ist: Sicherlich gab es Momente, in denen man über das weitere Vorgehen nachdachte. Dennoch stellten alle für sich auf ihre persönliche Weise fest, dass sie in der Gegenwart leben und sie eben aus diesem Grund entscheiden müssen, was zu tun ist – oder sich, wie es Antonio Brissa ausdrückte, denken: „‚Ach, hätte ich doch nur ... !' – ist glatter Selbstbetrug und daher für mich nicht sinnvoll. Es gibt ausschließlich das Heute, das Hier und Jetzt, in dem wir leben, alles andere ist eine glatte Illusion.“

Der einzig richtige Weg ist Anfangen – „Just do it“!

Voraussetzungen für ein erfolgreiches Handeln, um wirklich anzufangen und keine Ausreden vorzuschieben, sind zwei elementare Punkte:

1. Es ist Dein Leben, Dein Unternehmen, Deine Aufgabe, Deine Verantwortung – also ändere es selbst!

Kleine Kinder fordern schreiend die Hilfe von ihren Eltern ein, wenn ihnen etwas geschehen ist. Das ist normal, denn schließlich sind Mama und Papa für das Wohl ihrer Kinder verantwortlich. Als Erwachsener sind wir selber verantwortlich für das, was wir tun oder eben nicht. Die Verantwortung, die wir haben ist nicht abschiebbar – auch wenn die Versuchung groß ist, das zu tun.

2. Wenn Entscheidungen oder Veränderungen notwendig sind – handle sofort!

Ein Aufschub ist keine Option! Veränderungen oder neue Wege funktionieren nur dann, wenn man sie sofort angeht. Eine bloße Vorstellung im Sinne von „Man müsste mal...“ bewegt nichts. Wann immer Sie eine Idee, ein Vorhaben oder ein Ziel haben und Sie daran denken, was dafür zu tun wäre, müssen Sie sofort Maßnahmen ergreifen.

Big Why: Ein Motiv ist entscheidend für den Antrieb

Was bringt es mir, wenn ich mir ein Ziel setze, aber ich nicht weiß, warum ich das mache sollte? Das Ziel und das „Warum“ stehen immer in einem engen Zusammenhang. Auf dieses Zusammenspiel haben Glaubenssätze und Gewohnheiten erheblichen Einfluss. Das Multerer-Management-Dreieck verdeutlicht das.

Auf dem Weg zur Zielerreichung

Management

Auf dem Weg zur Zielerreichung

24.10.18 - Wer kennt das nicht? Es ist Silvester, die Uhr schlägt zwölf und die bekannten Neujahrsvorsätze werden verkündet. Und es vergeht nicht einmal eine Woche und schon ist alles vergessen. Warum fällt es uns so schwer, Veränderungen, die wir wollen, auch umzusetzen oder durchzuhalten? Dieser Beitrag zeigt Ihnen Wege, wie Sie Ihre Ziele auch erreichen. lesen

Fragen Sie in Zukunft: Warum wollen Sie Ihre Vorstellung, Ihre Idee eigentlich durchsetzen? Wo wollen Sie hin? Diese Fragen sollten Sie sich auf jeden Fall beantworten können. Dann hinterfragen Sie Ihre Glaubenssätze und Gewohnheiten. Denken Sie daran, dass sich Ihre Gewohnheiten nach Ihren Glaubenssätzen ausrichten! Sind diese störend oder stellen gar ein Hindernis dar, ändern Sie diese umgehend. Entwickeln Sie eine Strategie mit entsprechenden Taktiken und legen Sie Ihre Überlegungen in einem Plan fest. Dabei sind drei Fragen wesentlich:

  • WOHIN wollen wir?
  • WAS müssen wir tun?
  • WIE müssen wir es tun?

Auch mit kleinen Schritten kommt man ans Ziel und der direkte Weg ist in den wenigsten Fällen die optimale Lösung. Umwege erweisen sich oft als zweckmäßiger. Im Artikel „Wie komme ich ins Handeln? – Fünf Wege zum Machen“ erkläre ich Ihnen, wie die von mir definierten Grundsätze Ihnen dabei helfen können, ins Handeln zu kommen.

Wie komme ich ins Handeln? – Fünf Wege zum Machen

Entscheiden

Wie komme ich ins Handeln? – Fünf Wege zum Machen

14.12.18 - Der folgende Beitrag soll Ihnen zeigen, wie Sie aus dem Teufelskreis „Stillstand, Routine, Sicherheit“ entkommen und wie durch eigenes Handeln aus Konjunktiv der Indikativ wird. Das beginnt bei der Erkenntnis: „Ich muss etwas tun – also werde ich es auch machen!“ Meine „5 Wege zum Machen“ sollen Ihnen zeigen, wie Sie konkret dabei vorgehen können. lesen

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