Arbeitgebermarke

So fahren Sie Ihr Employer Branding sicher gegen die Wand

| Redakteur: Georgina Bott

Diese zehn Fehler bringen jeden Bewerber dazu, Ihr Job-Angebot abzulehnen. Wir zeigen, warum das schlecht für Ihr Unternehmen ist.
Diese zehn Fehler bringen jeden Bewerber dazu, Ihr Job-Angebot abzulehnen. Wir zeigen, warum das schlecht für Ihr Unternehmen ist. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Kein Alleinstellungsmerkmal, schlechte Bewertungen und Co. – gerade in der Entwicklung einer Arbeitgebermarke können Unternehmen jede Menge Fehler machen. Wir zeigen Ihnen die Top 10 Fehler in einer Infografik und erklären, weshalb es so wichtig ist diese im Employer Branding nicht zu machen.

Die Alleinstellungsmerkmale des Unternehmens nicht kennen, die Bedürfnisse der bestehenden und zukünftigen Mitarbeiter ignorieren oder das eigene Image nicht zur Chefsache machen – das sind nur einige Fehler, die Unternehmen beim Employer Branding machen können. Eine Infografik von news aktuell und Faktenkontor zeigt zehn Punkte, mit denen Sie Ihr Employer Branding sicher gegen die Wand fahren. Wir sehen das genauso und erklären im Folgenden, warum Sie diese Fehler auf keinen Fall begehen sollten und wie Sie gegenteilig handeln können.

1. Employer Branding macht die Praktikantin

„Das Employer Branding liegt bei der Praktikantin, denn Chefs haben viel Wichtigeres zu tun.“

Falsch! Denn gerade der Aufbau und die Pflege einer Arbeitgebermarke sollte tief im Unternehmen verankert sein. Nur wenn Sie an allen Kontaktpunkten mit dem Unternehmen durchgängig auftreten und Ihre Werte an potenzielle Mitarbeiter ausstrahlen, wird das Unternehmen auch für Bewerber spannend – und die Unternehmens-Werte nach außen verständlich.

2. Den potenziellen Mitarbeitern nichts bieten

„Was wir potenziellen Mitarbeitern bieten? Äh... Wissen wir selbst nicht. Hat sich noch nie jemand Gedanken darüber gemacht.“

Falsch! Um Bewerber für sich zu gewinnen, reicht es nicht mehr aus, den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens zu präsentieren. Zukünftige Mitarbeiter interessieren sich dafür, was ihnen abseits von Umsatzzahlen geboten wird. Wichtige Punkte dabei sind beispielsweise flexible Arbeitszeiten, Familienfreundlichkeit, Gesundheitsförderung oder Zusatzangebote des Arbeitgeber.

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3. Als Arbeitgeber austauschbar sein

„Wir sind als Arbeitgeber austauschbar. Na und?! Eine Arbeitgeber-Marke mit starkem Profil wird vollkommen überschätzt.“

Falsch! Sind Sie als Unternehmen beziehungsweise Arbeitgeber austauschbar, können sich weder Mitarbeiter noch Bewerber mit Ihnen identifizieren. Warum also sollte ein Mitarbeiter bleiben oder ein Bewerber kommen, wenn es auch andere Arbeitgeber in Ihrer Branche gibt? Geben Sie ihnen Gründe, warum Ihr Unternehmen einzigartig und Sie als Arbeitgeber die beste Wahl sind!

Die dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor zeigen in einer Infografik, was Unternehmen bei der Entwicklung einer Arbeitgebermarke vermeiden sollten.
Die dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor zeigen in einer Infografik, was Unternehmen bei der Entwicklung einer Arbeitgebermarke vermeiden sollten. (Bild: news aktuell)

4. Viel versprechen, wenig halten

„Wenn die neuen Mitarbeiter erst einmal da sind, müssen wir unsere Versprechen auch nicht mehr halten.“

Falsch! Denn werden versprechen nicht gehalten, zahlt das negativ auf Ihr Unternehmen ein. Unzufriedene Mitarbeiter beschweren sich – vielleicht sogar öffentlich – oder wandern gar zur Konkurrenz ab. Setzen Sie also das um, was Sie versprechen! Wie ein Sprichwort schon sagt: „Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen!“

5. Schlechte Reputation ist uns egal

„Wer wegen unseres schlechten Rufs nicht zu uns kommt, passt ohnehin nicht zu uns.“

Falsch! Da sich Arbeitnehmer auf verschiedenen Plattformen über Unternehmen informieren, sollten Sie darauf achten, dass Sie überall positiv auftreten. Ein schlechter Ruf als Arbeitgeber kann auch schnell in einen allgemeinen schlechten Ruf übergehen. Das birgt die Gefahr, dass sich auch Kunden und Partner von Ihrem Unternehmen entfernen.

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6. Auf Spitzenplätze in Arbeitgeber-Rankings verzichten

„Spitzenplätze in Arbeitgeber-Rankings sind nur was für Streber. Wir brauchen keine zusätzlichen Argumente für Bewerber, dass wir toll sind.“

Falsch! Das Beobachten von Arbeitgeber-Rankings auf Jobportalen ist ein Muss, denn so können Sie erkennen, ob sich die Außenwirkung Ihres Unternehmens verändert. Außerdem können Sie eine positive Platzierung in einem Ranking nutzen, um Werbung für Ihr Unternehmen zu machen. Wie wäre es beispielsweise mit einer Pressemeldung darüber? Das kommt nicht nur bei potenziellen Mitarbeitern gut an und stärkt die Verbundenheit der eigenen Mitarbeiter mit dem Unternehmen.

7. Mitarbeiterzufriedenheit ist ein netter Luxus

„Wer sich um zufriedene Mitarbeiter kümmert, lenkt nur von unserem Leistungsanspruch ab.“

Falsch! Die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist eines der wesentlichen Ziele bei der Entwicklung einer starken Arbeitgebermarke. Denn gefällt ihnen ihr Job, können sie als Botschafter Ihres Unternehmens fungieren und die Sympathie für ihren Arbeitsplatz nach außen tragen. Die Kanäle dafür sind unterschiedlich: im Freundes- und Familienkreis, auf Social Media oder in Business-Netzwerken.

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8. Netzwerkpflege ist nichts für Personaler

„Netzwerkpflege ist nur was für Personaler, die keinen Friseur zum Quatschen haben. Kontakte zu Bewerbern frühzeitig knüpfen? Viel zu aufwändig!“

Falsch! Unternehmen sollten die Netzwerkpflege nicht vernachlässigen, denn frühzeitiges Kontaktieren potenzieller Bewerber erleichtert zukünftiges Recruiting und hinterlässt einen positiven Eindruck.

9. Der beste Weg sind gedruckte Stellenanzeigen

„Digitalkanäle sind neumodischer Quatsch!“

Falsch! Viele Bewerber erkundigen sich online nach Stellen. Deshalb sollten Sie unbedingt auch auf den digitalen Job-Portalen, wie zum Beispiel Jobware, Indeed oder Stepstone, vertreten sein. Auch Xing ist eine tolle Plattform, um neue Mitarbeiter aufzuspüren. Gerade wenn Sie die jüngere Zielgruppe erreichen wollen, sind gedruckte Stellenanzeigen alleine nicht ausreichend.

10. Ist das Employer-Branding-Budget ausgegeben, ist es weg

„Ist das Bugdet aufgebraucht, dann brauchen wir kein neues Budget. Die Stärke der Arbeitgeber-Marke messen wir erst gar nicht. Das führt nur zu unnötig hohen Erwartungen der Chefs.“

Falsch! Das Employer-Branding ist ein laufender Prozess, der ständig optimiert und angepasst werden sollte. Hier reicht es nicht aus, ein Budget aufzubrauchen und dann nichts mehr zu investieren. Gerade auch das Messen der Aktionen hilft, die Arbeitgeber-Marke zu bewerten und weiter aufzubauen.

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