Extended Reality

Datenbrillen in Unternehmen – Virtual Reality bietet interessante Potenziale

| Autor / Redakteur: Per Schwarz / Sebastian Human

Die Zukunft sieht gut aus für interaktive Datenbrillen.
Die Zukunft sieht gut aus für interaktive Datenbrillen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

VR- und AR-Brillen stellen zweifelsfrei die nächste Evolutionsstufe der visuellen Technologie dar. Schon heute besitzen die interaktiven Datenbrillen ein vielseitiges Anwendungsspektrum.

Nebenbei revolutionieren die digitalen Sehhilfen praktisch im Vorbeigehen die Arbeitsweisen in vielen Berufen. Doch welche Unterschiede existieren eigentlich zwischen den Brillenarten und welche Möglichkeiten ergeben sich aus der neuen Technik für Unternehmen?

Was genau ist der Unterschied zwischen Datenbrillen und VR-Brillen?

Grundsätzlich lassen sich computergestützte Brillen mit AR und VR in zwei Kategorien einteilen. AR steht dabei für "Augmented Reality" während VR die Abkürzung für "Virtual Reality" ist. Bekannte Beispiele sind hier beispielsweise Microsoft HoloLens (AR) und Oculuc Rift (VR). AR-Brillen weisen ein transparentes Display auf, durch welches der Nutzer auf die reale Welt blickt. Eine Kamera analysiert dabei das Sichtfeld und blendet auf dem Bildschirm passende Informationen ein. Bei VR-Brillen blickt der Nutzer hingegen nicht durch, sondern auf ein Display, welches eine vollständig virtuelle Umgebung wiedergibt. Gekoppelt mit Bewegungssensoren, die jede Kopfbewegung in die virtuelle Welt übertragen, kann der Nutzer regelrecht in die künstliche Umgebung eintauchen und mit ihr interagieren. Die Darstellung von virtuellen Objekten ist auf diese Weise deutlich realistischer und intensiver, woraus sich zahlreiche neue Anwendungsmöglichkeiten ergeben.

Welche Probleme in Unternehmen lassen sich durch VR-Technik lösen?

Die VR-Technik zeigt vor allem während der Entwicklung von Produkten ihren revolutionären Charakter. So lassen sich mit ihrer Hilfe selbst einfache Konzeptionen mit 3D-Modellen kostengünstig und realitätsnah darstellen. Durch die Anfertigung von digitalen Prototypen in der virtuellen Realität lassen sich bereits im Vorfeld Planungsfehler effektiv ausmerzen. Auch im Hinblick auf die Kommunikation mit Auftraggebern ist die VR-Technik ein Segen. Mit der Hilfe von VR-Brillen können Problemstellungen noch während der Planungsphase dem Kunden beziehungsweise Auftraggeber verständlich aufgezeigt werden. Die hohe Visualisierungsqualität verhindert zuverlässig Missverständnisse aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen zwischen Kunden und Unternehmen. Auch die allgemeine Kommunikation wird durch VR-Headsets deutlich vereinfacht. So können in einer virtuellen Umgebung Menschen schnell und einfach zusammenkommen, auch wenn sich diese in Wirklichkeit tausende Kilometer voneinander entfernt befinden.

Für welche Branchen sind VR- und AR-Brillen interessant?

Bereits heute ergeben sich für zahlreiche Branchen Einsatzgebiete für die modernen Datenbrillen. Während VR-Brillen vor allem bei der Produktentwicklung ihre Stärken ausspielen, sind AR-Brillen in erster Linie für praktische Anwendungen interessant. Insbesondere bei Wartungs- und Reparaturarbeiten können die AR-Brillen durch eingeblendete Informationen die Effizienz des Personals steigern – zum Beispiel beim Maschinen- oder Fahrzeugbau. Auch in der Baubranche oder der Architektur eignen sich die Brillen sehr gut, um zu prüfen, wie gut sich ein Projekt in eine bestimmte Umgebung einfügt. Auch die Unterhaltungsbranche hat AR- und VR-Brillen bereits für sich entdeckt und setzt verstärkt unter anderem auf die Nutzung im Spielesektor.

Was können wir in Zukunft von VR- und AR-Brillen erwarten?

Während vor allem VR-Brillen immer stärker Verbreitung finden, schreitet die Etablierung von AR-Systemen noch recht schleppend voran. Allerdings dürfte sich dieser Umstand aufgrund des großen Potenzials der Technik in der Industrie sehr bald ändern. So setzt zum Beispiele der Autohersteller VW auf Virtual Reality um den Arbeitsaufwand in der Logistik und Produktion zu optimieren. Auch die Arbeit von Mechatronikern könnte in Zukunft bei diversen Autobauern durch Datenbrillen nachhaltig beeinflusst werden. Beispielsweise werden aktuell Brillen entwickelt, die eine Art Röntgenblick bei Maschinen ermöglichen. Auf diese Weise kann das Personal sofort erkennen, welche Bauteile zuerst entfernt werden müssen, um ein bestimmtes Element erreichen zu können.

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Fazit

Wie sich zeigt, bieten VR- und AR-Brillen schon heute vielversprechende Möglichkeiten. Da sich die Technik allerdings gerade erst entwickelt, wird ihr Einfluss in den nächsten Jahren dramatisch ansteigen. In jedem Fall zeichnet sich schon heute ab, dass die Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit den interaktiven Datenbrillen gehören wird.

* Dieser Artikel erschien zuerst auf unserem Partnerportal Industry of Things.

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