B2B Onlineshops Onlineshops: 5 Tipps für eine gute Usability

Autor / Redakteur: Vincenzo Carbone* / Laura Griebsch

Es passiert nicht grundlos, dass ein potenzieller Kunde Ihren Onlineshop aufruft, aber keinen Kauf tätigt. Eine mangelnde Usability kann dahinterstecken. Diese 5 Tipps zeigen Ihnen, wie Sie den Onlineshop Ihres Unternehmens benutzerfreundlich gestalten.

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Eine gute Usability von Onlineshops kann zu mehr Umsatz führen.
Eine gute Usability von Onlineshops kann zu mehr Umsatz führen.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Wie wichtig ist die Usability für einen Onlineshop?

Was ist eigentlich Usability und warum ist die Usability für Onlineshops so wichtig? Mit der Usability ist die Benutzerfreundlichkeit eines Onlineshops gemeint. Darunter fallen kurze Ladezeiten, eine gute Übersichtlichkeit und eine unkomplizierte Kaufabwicklung. Ohne eine nutzerfreundliche Website reichen selbst die besten Produktideen, das schönste Webdesign und die günstigen Preise nicht aus, um potenzielle Kunden zum Kauf zu animieren – auch im B2B-Geschäft. Denn die potenziellen Käufer erwarten von einem B2B-Onlineshop die gleiche Performance wie auch von großen und gängigen B2C-Onlineshops.

Das bedeutet, der Nutzer wartet nicht ewig, bis die Seite geladen ist und er erwartet gleichzeitig, dass der Kaufprozess intuitiv, einfach und ohne Bugs verläuft. Anderenfalls verliert das Unternehmen vielleicht einen Kunden kurz vor Kaufabschluss, weil die Performance des Onlineshops nicht stimmt. Die Usability gehört dabei zur User Experience – also der gesamten Erfahrung, die ein Website- oder Onlineshop-Nutzer macht.

Eine gute Usability bringt nicht nur einen höheren Umsatz. Sie wirkt sich auch positiv auf das Ranking des Shops in den Suchmaschinenergebnissen aus. Wenn sich User nämlich auf der Seite „wohlfühlen“, verringert sich die Absprungrate und die Verweildauer steigt. Für Suchmaschinen wie Google ist das ein wichtiges Zeichen dafür, dass der Onlineshop gut funktioniert und die Käufer zufriedenstellt. Das zeigt sich auch in den jüngsten Updates der Suchmaschine, wie den Core Web Vitals. Diese Rankingsignale bewerten die Nutzererfahrung und damit auch die Usability. Das Ergebnis eines Usability-optimierten Onlineshops ist also oft auch ein verbessertes Ranking.

Doch wie lässt sich eigentlich die Usability des Onlineshops verbessern? Die folgenden Tipps verraten es Ihnen.

Tipp 1: Sprechen Sie alle Kauftypen an

Natürlich besuchen nicht nur bereits gewonnene Kunden Ihren Onlineshop. Es gibt auch potenzielle Käufer, die Ihren Shop vielleicht gerade zum ersten Mal entdeckt haben. Bei der Gestaltung Ihres Onlineshops ist es deshalb wichtig, möglichst alle Kauftypen im Hinterkopf zu behalten. Schließlich ist der Kunde hier König (Customer Centricity) und dieser möchte direkt angesprochen werden.

  • Wiederkäufer: Kunden, die Sie bereits für Ihre Produkte in der Vergangenheit begeistern konnten, kehren im Idealfall immer wieder in Ihren Onlineshop zurück. Um zukünftige Käufe einfacher abzuwickeln, sollten Sie Ihren Kunden die Möglichkeit geben, ein eigenes Konto zu erstellen. So müssen diese z. B. beim Einkauf nicht immer wieder ihre persönlichen Daten aufs Neue eingeben.
  • Neukäufer: User, die zum allerersten Mal auf Ihren Onlineshop geklickt haben, müssen sich erst auf Ihrer Seite orientieren. Damit die potenziellen Kunden nicht sofort abgeschreckt sind, sollten Sie sich um eine gute Benutzerführung (mit z. B. übersichtlicher Seitenstruktur, Seitensuche sowie das Merken von Produkten) bemühen.
  • Spontankäufer: Potenzielle Kunden, die auf der Suche nach neuen Ideen und Inspirationen sind, sollten ein ansprechendes Design und überzeugenden Content auf Ihrer Website vorfinden. Sämtliche Impulse können dazu führen, dass sich User zu einem spontanen Einkauf hinreißen lassen.
  • Zielkäufer: User, die auf der Suche nach einem ganz bestimmten Produkt sind, möchten dieses natürlich in kürzester Zeit in Ihrem Onlineshop finden. Unterstützen Sie Kunden, indem Sie Ihnen eine gezielte Produktsuchfunktion wie auch Kategorien, die auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt sind, zur Verfügung stellen.

Tipp 2: Verringern Sie die Ladezeit Ihrer Website

Die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website bestimmt, ob sich ein User noch länger in Ihrem Onlineshop umschaut oder sofort abspringt. Falls die Inhalte Ihres Shops nach Aufruf nicht in wenigen Sekunden geladen wurden, kann es durchaus sein, dass User nicht warten wollen. Somit bedeutet das für Sie, dass jede Millisekunde Ladezeit finanzielle Einbußen für Ihr B2B-Geschäft bedeuten kann.

Damit die Usabilty Ihres Onlineshops steigt und die Website schneller lädt, sollten Sie sich um den Server, auf dem Ihre Seite abgespeichert ist, kümmern. Die meisten Websites liegen nämlich auf einer Shared-Hosting-Plattform, was die Ladezeit wesentlich erhöhen kann. Mit einem angepassten Hosting Server kann Ihre Website besser im Netz performen. Zusätzlich können Tasks wie beispielsweise das Verkleinern von Bildern sowie das Reduzieren von CSS helfen.

Tipp 3: Wählen Sie eine übersichtliche Struktur

Wenn sich User durch einen Dschungel von Haupt- und Unterkategorien in Ihrem Onlineshop durchschlagen müssen, gibt es wohl in diesem Moment nichts, was frustrierender sein könnte. Damit Besucher Ihres Onlineshops nicht gleich wieder abspringen, sollten Sie ihnen eine möglichst übersichtliche Seite bieten. Kunden müssen sich zu jeder Zeit gut zurechtfinden können – berücksichtigen Sie dazu folgende Merkmale einer guten Website.

  • Kurz gehaltene Menüstruktur
  • Logische Seitenstruktur mit wenigen Kategorien
  • Dropdown-Menüs
  • Breadcrumb Navigation
  • Suchfunktion mit Autovervollständigung

Tipp 4: Erstellen Sie qualitativen Content

Bei der Gestaltung Ihres Onlineshops sollten Sie niemals das selektive Leseverhalten der User außer Acht lassen. In der Welt des Online-Handels geht es nicht darum, mit möglichst vielen Wörtern zu überzeugen, sondern hier gewinnt nur prägnanter Content, der aber genau die Suchintention der potentiellen Kunden trifft, die Aufmerksamkeit der Online-Community.

Versuchen Sie Ihre Inhalte möglichst übersichtlich – am besten mit Zwischenüberschriften, Hervorhebungen und Bildern – zu strukturieren. Setzen Sie weiter auf einfache Satzstrukturen, sodass der Content für den User leicht verständlich ist. Mit gutem Content Marketing können Sie sich sicher sein, dass Ihre veröffentlichten Texte auch tatsächlich gelesen werden.

Tipp 5: Gestalten Sie den Einkauf einfach

Als Onlineshop-Betreiber sollten Sie darum bemüht sein, die Kaufabwicklung auf Ihrer Website so einfach wie möglich zu gestalten. Ansonsten kann es schnell passieren, dass es sich der potenzielle Kunde noch einmal anders überlegt und den Einkauf im letzten Moment stoppt.

Die Kaufabwicklung in Ihrem Onlineshop muss in nur wenigen Schritten möglich sein – so bleibt sie einfach und ist schnell abgeschlossen. Fragen Sie z. B. ausschließlich nach persönlichen Daten, die notwendig für die Bestellung sind. Spätestens seit dem Inkrafttreten der Datenschutzerklärung für Onlineshops dürfen ohnehin nicht mehr (ohne Weiteres) alle vertraulichen Kundendaten eingeholt werden. Wichtig ist auch, dass Ihre Formulare reibungslos funktionieren und auch die Kaufabwicklung, wie beispielsweise die Wahl einer Zahlungsmöglichkeit passt.

Fazit: Bessere Usability – höherer Umsatz

Einen Onlineshop kann heutzutage zwar jeder erstellen, aber nicht alle Gründer können sich auf längere Sicht gegenüber der Konkurrenz am Online-Markt behaupten. Oft steckt eine mangelhafte Usability dahinter. Mit den genannten 5 Tipps steigern Sie die Benutzerfreundlichkeit Ihres Onlineshops und stärken simultan die positive User Experience (Nutzererfahrung). So gestalten Sie erfolgreiche Kundenbeziehungen im B2B-Geschäft. Und das Beste daran: Sie können mit mehr Bestellungen und somit einem höheren Umsatz rechnen!

*Vincenzo Carbone ist CAO bei Hoststar.

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