IAS Media Quality Report

Programmatic senkt das weltweite Ad Fraud-Risiko digitaler Werbung

| Redakteur: Annika Lutz

Die Auswertung des Media Quality Reports zeigt, das Programmatic Advertising das Risiko von Ad Fraud senken kann.
Die Auswertung des Media Quality Reports zeigt, das Programmatic Advertising das Risiko von Ad Fraud senken kann. (Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Deutschland rangiert im internationalen Ad-Fraud-Benchmark im Mittelfeld. Dies zeigt die internationale Auswertung des „Media Quality Report H2 2018“ von Integral Ad Science (IAS). Welche interessanten Erkenntnisse der Report noch zu Tage förderte, erfahren Sie in diesem Artikel.

Maßnahmen gegen Ad Fraud

Neben technologischen Maßnahmen erweist sich international vor allem der programmatische Einkauf als wirksamer Hebel gegen Ad Fraud: Weltweit liegt die optimierte Betrugsrate bei programmatisch gehandelten Desktop und Mobile Web Display Impressions unter dem Ad Fraud-Anteil von Direktkäufen. Und das mitunter recht deutlich: In Italien zum Beispiel halbiert sich das Volumen betrügerischer Impressions bei Desktop Display Ads glatt gegenüber dem Direct Buy (0,4 Prozent vs. 0,8 Prozent). Deutsche Werbekunden senken das optimierte Betrugsrisiko durch Programmatic Advertising immerhin um rund 33 Prozent auf 0,8 Prozent. Im direkten Vergleich der internationalen Desktop Display Ad Fraud Benchmarks liegt Deutschland damit gemeinsam mit Frankreich (ebenfalls 0,8 Prozent) im unteren Mittelfeld. Die höchste optimierte Betrugsrate weist die USA mit 2,3 Prozent auf. Bei Kampagnen, die ohne Ad Fraud-Technologie ausgespielt wurden, steigt das durchschnittliche Betrugsrisiko programmatisch gehandelter Desktop Display Impressions weltweit auf 9,1 Prozent, bei Direktkäufen sogar auf 13 Prozent. Dies ist das Ergebnis des aktuellen „Media Quality Report H2 2018” (MQR) von Integral Ad Science (IAS), für den international mehr als 629 Milliarden ausgelieferte Impressions analysiert wurden.

Deutsche Programmatic Viewability schwächelt in der umsatzstärksten Zeit

„Media Quality Report H2 2018“

Deutsche Programmatic Viewability schwächelt in der umsatzstärksten Zeit

22.04.19 - Da vor allem zur Weihnachtszeit viele Unternehmen ihre Werbe-Ads platzieren wollen, sind vor allem Premium-Slots auf Webseiten begrenzt. Wenn nicht mit entsprechenden Maßnahmen etwas unternommen wird, landet Branding-Werbung häufiger auf Werbeplätzen, wo sie keine Sichtbarkeit und Wirkung erzielt – und dadurch sinkt häufig die Viewability-Rate. lesen

Programmatic treibt die Sichtbarkeit digitaler Display-Werbung

Egal, ob Mobile oder auf Desktop-Geräten: Die Programmatic Viewability von Display-Werbung liegt in den meisten Ländern über dem Direct Buy. Insbesondere in Großbritannien (69,1 Prozent vs. 67,7 Prozent), Deutschland (67,5 Prozent vs. 66,4 Prozent) und Frankreich (64,8 Prozent vs. 61,5 Prozent) verfügen programmatisch gehandelte Desktop Display Impressions über eine wesentlich höhere Sichtbarkeit als Direktkäufe. Bei Mobile Web Display-Kampagnen spielt Programmatic vor allem in Frankreich (52,8 Prozent vs. 48,6 Prozent) und Großbritannien (62,4 Prozent vs. 60,4 Prozent) seine Stärke gegenüber Direct Buys aus. In Deutschland haben die programmatisch gehandelten Impressions im Bereich Mobile Web Display nur leicht die Nase vorn (53 Prozent vs. 52,8 Prozent). Generell sind Video-Formate bei den weltweiten Nutzern sehr beliebt, was sich in fast allen Ländern in durchgängig hohen Sichtbarkeitsraten bemerkbar macht. Vor allem bei den Direktkäufen: Sowohl bei den Desktop Video als auch bei den Mobile Web Video Impressions überflügeln Direct Buys den programmatischen Einkauf. Besonders deutlich wird diese Schere bei Desktop Video-Formaten in Frankreich (Direct: 82,6 Prozent, Programmatic: 66,3 Prozent) und den USA (70,5 Prozent vs. 62 Prozent).

Mediaplaner, lasst euch von Daten helfen!

Data-driven Marketing

Mediaplaner, lasst euch von Daten helfen!

12.07.19 - Big Data und smarte Tools hin oder her – viele Mediaplaner schöpfen das Potenzial von Daten in der Kampagnenplanung nicht voll aus. Datengetriebenes Marketing macht es möglich, die eigene Zielgruppe und ihre Wünsche genau zu kennen. In der Theorie haben das die meisten Werbetreibenden verstanden. In der täglichen Praxis zeigt sich aber oft ein anderes Phänomen. lesen

Höhere Time-in-View für programmatisch gehandelte Desktop-Impressions

Der programmatische Einkauf wirkt sich ebenfalls positiv auf die durchschnittliche Verweildauer einer Desktop Display Ad im sichtbaren Browserbereich aus. Vor allem in den USA (+0,66s auf 10,94s) und in Großbritannien (+0,45s auf 10,78s) liegt die Time-in-View programmatisch gehandelter Desktop Display-Impressions deutlich über den Direktkäufen. In Deutschland kann Programmatic die Time-in-View im Desktop Display-Bereich nur leicht verbessern (+0,05s auf 11,51s). Bei Desktop Video-Formaten hingegen generieren Direct Buys meist die bessere Time-in-View Rate. Mit einer um 1,14s höheren Programmatic Time-in-View bildet Deutschland im Desktop Video-Bereich eine der wenigen Ausnahmen (Programmatic: 12,24s, Direct Buys: 11,13s). Den höchsten Wert aller erfassten Time-in-Views weisen die direkt eingekauften Desktop Video-Impressions in Frankreich mit 16,44s auf. Mobile Videos werden im internationalen Durchschnitt nicht ganz so lange angeschaut, jedoch auch hier in der Regel länger, wenn sie programmatisch ausgespielt werden. In Deutschland besteht bei programmatisch gehandelten Mobile Web Video Ads klarer Optimierungsbedarf: Hier liegt die Time-in-View der Direct Buys (11,57s) noch immer über den Programmatic Mobile Videos (10,9s).

Über Integral Ad Science
Integral Ad Science (IAS) ist der weltweit größte unabhängige Technologieanbieter für die Verifizierung von digitaler Werbung. Das Unternehmen entwickelt Lösungen für mehr Transparenz und Qualität in den Bereichen Brand Safety, Ad Fraud und Viewability.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46026080 / Data Marketing)