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Rückblick auf die Zukunft Personal 2013 „Revolutionäre Veränderungen unserer Bildungslandschaft“

| Redakteur: Dr. Gesine Herzberger

641 Aussteller und 15.192 Besucher in vier Messehallen: Mit einer vergrößerten Ausstellungsfläche und einem Besucherwachstum von rund acht Prozent war die Zukunft Personal auch 2013 wieder gut besucht.

Auf mehreren Ebenen.
Auf mehreren Ebenen.
(Bildquelle: marconomy)

Zwei Dinge waren für die Besucher der Zukunft Personal in diesem Jahr ganz besonders wichtig: 1. den Überblick bewahren. 2. fit, munter und lauffreudig sein. Denn um wirklich alles zu entdecken, was sich einem auf den 30.000 Quadratmetern Gesamtfläche der Messe auf verschiedenen Etagen bot, musste man orientiert unterwegs sein. Ähnliches galt für das umfangreiche Vortragsangebot: Wer hier das sehen wollte, was ihn interessierte, musste geplant und rechtzeitig die durchweg gut besuchten Foren ansteuern.

Im Fokus der Besucher standen dabei vor allem die Bereiche Corporate Health und Personalrekrutierung; neue Produkte und Vorträge in diesen Bereichen waren besonders stark frequentiert. Ebenfalls im Trend: Die Themen generationengerechte Personalführung und der Umgang mit einer beschleunigten, immer komplexeren Arbeitswelt. So bildete die Zukunft Personal mit ihren Ausstellern und Referenten an drei Tagen einen Spiegel der aktuellen Entwicklungen und Trends der Personal- und Arbeitswelt in Europa.

Unternehmen als „kreative Nasszellen“

Einen Blick in die Zukunft – nicht nur des Personals und der Personaler – wagte Richard David Precht in seiner Keynote am zweiten Messetag: „Eine revolutionäre Veränderung unserer Bildungslandschaft steht unmittelbar bevor“, erklärte der Philosoph und erfolgreiche Publizist. Im Frühjahr 2014 komme Google Glass heraus und verbinde seine Träger mit dem gesamten Wissen der Menschheit. Dieses „Fenster in die Welt“ mache Quizsendungen wie „Wer wird Millionär“ obsolet, weil alle die Antworten umgehend parat hätten. „Die Wissensgesellschaft erreicht eine Dimension, an die niemand geglaubt hätte – und zwar unglaublich schnell!“

Unternehmen stehen somit vor der neuen Herausforderung, als „kreative Nasszelle“ mit Lernkultur zu fungieren. Noch werde jedoch vielfach weniger auf Weiterbildung und mehr auf Effizienz gebaut, die für Kreativität keinen Platz mehr lasse, so Precht. Er rief die Wirtschaft auf, sich künftig mehr in die Bildungsdebatte einzumischen: „Wenn sie nach anderen Abgängern verlangt, wird der Wandel an den Schulen machbar.“

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