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Amazon Business – Teil 3 Richtig werben auf Amazon Business

| Autor / Redakteur: Franz Jordan* / Julia Reger

Wer seine Produkte über den B2B-Channel Amazon Business an Geschäftskunden verkaufen möchte, sollte sich nicht nur auf SEO-Maßnahmen fokussieren. Gut durchdachte Werbekampagnen spielen eine ebenso große Rolle für den Verkaufserfolg. Mehr über die Advertisment-Lösungen auf Amazon Business erfahren Sie im dritten Teil unserer Serie.

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Die Amazon-Advertisement-Lösungen helfen dabei, B2B-Kunden sehr zielgruppenspezifisch in jeder Phase ihrer Customer Journey auf der E-Commerce-Plattform zu finden, anzusprechen und langfristig für die Angebote zu interessieren.
Die Amazon-Advertisement-Lösungen helfen dabei, B2B-Kunden sehr zielgruppenspezifisch in jeder Phase ihrer Customer Journey auf der E-Commerce-Plattform zu finden, anzusprechen und langfristig für die Angebote zu interessieren.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash )

Amazon Business ist seit April 2015 am Markt und beliefert über 400.000 Unternehmen. Bereits im ersten Jahr lag der Umsatz in dem Segment bei über einer Milliarde US-Dollar – kein Wunder also, dass inzwischen mehr als 45.000 Amazon-Händler ihre Artikel im B2B-Bereich vertreiben. Die Konkurrenz um die begehrten Geschäftskunden ist damit groß. Um aus dem Pool an Anbietern herauszustechen, empfiehlt es sich, die eigenen Verkaufs- und SEO-Aktivitäten durch Werbemaßnahmen zu begleiten und aufzuwerten.

Die Amazon-Advertisement-Lösungen helfen Online-Händlern dabei, B2B-Kunden sehr zielgruppenspezifisch in jeder Phase ihrer Customer Journey auf der E-Commerce-Plattform zu finden, anzusprechen und langfristig für ihre Angebote zu interessieren. Gerade in hochspezialisierten Branchen und Nischenmärkten wie Krankenhäusern, Labor- und Medizintechnik, Schulen und Kindergärten oder der Gastronomie und Hotellerie sind zugeschnittene Offerten für die spitze Zielgruppe einmal mehr gewinnversprechend.

Automatisierte Analyse von Werbekampagnen

Zu den populärsten Werbeformaten zählen Sponsored-Products- und -Brands-Anzeigen, die direkt im Suchergebnis erscheinen und damit ein Targeting von Kunden mit konkreter Kaufabsicht ermöglichen. Die reinen Impressions sind für diese Anzeigen gratis, denn sie werden nach dem Pay-Per-Click-(PPC)-Modell abgerechnet. In diesem Modell werden nur die tatsächlichen Klicks auf die Werbung bezahlt.

Online-Händlern und Marken bieten sich mit Amazon Advertising aber sehr vielfältige Möglichkeiten, um sich die Ad-Kampagnen individuell nach ihren Anforderungen zusammenzustellen, zu testen und bei Bedarf das Budget auf effektivere Maßnahmen umzuverteilen. Die Bandbreite der Werbung auf Amazon ist mittlerweile enorm. Es gibt eine Auswahl an Möglichkeiten, auf der Plattform selbst zu werben, sowie externe Marketing- und Sales-Kampagnen mit dem Vertrieb auf Amazon zu verknüpfen. Dies gilt auch für den Business-Bereich: Die Angebote reichen von Sponsored Products und Brands über gebrandete Amazon-Stores bis hin zu Display- und Videoanzeigen und mehr. Je nach Budget und Strategie können und müssen B2B-Händler damit definieren, ob sie ihre Käufer auf der Amazon-Plattform oder außerhalb erreichen wollen und ob sie beispielsweise ihre Reichweite ausbauen oder ein konkretes Produkt pushen wollen.

Um im komplexen Ökosystem von Amazon Advertising den Überblick zu behalten, empfiehlt sich der Einsatz von digitalen Tools: Diese unterstützen Verkäufer bei der Planung und Durchführung ihrer Werbekampagnen auf Basis der wichtigsten Performance-Kennzahlen wie Umsatz, Klickraten oder Conversion Rates. Die Nutzung der richtigen Tools vereinfacht das Management, die Analyse und die Optimierung von Amazon-Werbekampagnen deutlich und bringt Effizienzgewinne zum Beispiel durch die Automatisierung von Kampagnen oder selektive Schaltung nach Tageszeit oder Wochentag.

Ausblick

Aufgrund des enormen Potenzials wird Amazon sein Business-Angebot in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter ausbauen und es bisherigen B2C-Verkäufern beispielsweise leichter machen, den B2B-Vertriebskanal ohne großen Zusatzaufwand auszuprobieren. Ein weiteres Feature, von dem auch Amazon-Business-Anbieter profitieren können, sind die Tracking-Lösungen. Es ist nämlich davon auszugehen, dass das kanalübergreifende Nachverfolgen von Kampagnen-Maßnahmen bei Amazon in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Der Technologie-Gigant verbessert kontinuierlich die Impact-Analysen für Werbetreibende. So liefert Amazon Attribution etwa Conversion-Kennzahlen wie detaillierte Page-View- und Verkaufszahlen nun auch für Ads auf externen Kanälen (relevant zum Beispiel für Display und Video Ads). Marketer können so den Impact ihrer Cross-Media-Kampagnen über E-Mail-, Display- oder Video-Anzeigenkanäle auswerten und herausfinden, auf welchem Weg ihre Kunden zu ihren Produkten oder in ihrem Amazon-Brand-Store gelangen. Gleichzeitig lassen sich wichtige Erkenntnisse zum Shopping-Verhalten verschiedener Käufersegmente aus diesen Daten ableiten.

Experten erwarten, dass Amazon in den nächsten Monaten seinen Advertisement-Wettbewerbern wie Google oder Facebook kontinuierlich weiter wertvolle Marktanteile im Online-Werbemarkt streitig machen wird. Dabei werden auch die Re- und Targeting-Optionen über die Plattform weiter ausgebaut. Des Weiteren hat sich Amazon erst kürzlich mit dem Adtech-Konzern Sizmek verstärkt. Das Sizmek-Tool Dynamic Creative Optimization (DCO) ermöglicht es, Anzeigen auf Basis von Daten zu personalisieren. Es bleibt also spannend. Händler und Marken sollten sich daher stets auf dem neuesten Stand halten, was ihre Chancen für einen steigenden Vertriebserfolg angeht.

* Franz Jordan ist Gründer und CEO von Sellics.

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