Business-Intelligence im B2B – Teil 2

Self-Service-BI im Marketing – aber richtig!

| Autor / Redakteur: Michael Märtin / Georgina Bott

Voll auf Kurs: Self-Service BI-Tools helfen in schnellen und dynamischen Marketingabteilungen nicht den Überblick zu verlieren.
Voll auf Kurs: Self-Service BI-Tools helfen in schnellen und dynamischen Marketingabteilungen nicht den Überblick zu verlieren. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Herkömmliche Business-Intelligence-Lösungen (BI) sind für den Einsatz in schnell und dynamisch agierenden Marketingabteilungen oft zu langsam und zu unflexibel. Darum setzen B2B-Händler verstärkt auf komfortabel bedienbare Self-Service BI-Tools (SSBI).

Unternehmenskontext bei der Einführung berücksichtigen

Von der Datenkonsolidierung über die Erstellung komplexer Abfragen bis hin zur Visualisierung der Ergebnisse in Dashboards – mithilfe einer SSBI-Lösung können Fachanwender in Sekundenschnelle fundierte Erkenntnisse gewinnen und entsprechend reagieren. So groß die Vorteile für das Marketing auch sind, ist bei der Einführung einer Self-Service BI-Lösung Fingerspitzengefühl an den Tag zu legen. Um entsprechende Tools erfolgreich zu implementieren, ist zunächst ein ganzheitlicher Ansatz über den Bedarf der Marketingabteilung hinaus zu entwickeln. Das Konzept sollte die unternehmensweite Versorgung mit entscheidungsrelevanten Informationen zum Ziel haben. Erfolgt die Implementierung der SSBI-Lösung in einer einzelnen Abteilung und losgelöst vom individuellen Unternehmenskontext bzw. von der bestehenden Unternehmens- und BI-Strategie, bleibt Self-Service-BI oft hinter den Erwartungen zurück.

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Unterstützung durch professionellen Dienstleister

Schwierigkeiten dieser Art umgehen Unternehmen, wenn sie von Beginn an einen professionellen Dienstleister hinzuzuziehen, der sie technologieunabhängig berät. Er leistet wertvolle Hilfestellung bei der Ausarbeitung der BI-Ziele. Der Dienstleister beginnt mit einer objektiven Analyse der Ist-Situation, indem er die vorhandene IT-Struktur und bestehende BI-Prozesse, die Geschäftsabläufe in der Gesamtheit, die Verteilung der Arbeitsplätze und die Skills der Mitarbeiter durchleuchtet. Auch wenn SSBI zunächst nur im Marketing eingeführt werden soll, müssen sowohl die Strategie als auch die Lösung agil und skalierbar sein, sodass es später möglich ist, sie für weitere Abteilungen und gemäß neuen Anforderungen bedarfsgerecht zu erweitern. Eine fehlende BI-Strategie, unzureichend organisierte Prozesse und unklare Kompetenzen sind häufig die Ursache für gescheiterte BI-Projekte.

Individuelle Anforderungen berücksichtigen

Bei der strategischen Planung eines SSBI-Ansatzes im Marketing ist zunächst die Stellung der Abteilung im Unternehmensgefüge klar zu definieren. Es ist unbedingt nötig, die Marketers nach ihren persönlichen Arbeitsabläufen und Wünschen zu befragen und diese Antworten in die Planung einzubeziehen. Erst wenn die gesamten Anforderungen auf einen gemeinsamen Nenner gebracht sind, entfaltet SSBI all ihre Vorteile: Marketer können schneller reagieren und die IT-Abteilung entlasten. So sinken die Kosten, während zugleich die Effizienz steigt. Auch bei der Implementierung der BI-Lösung empfiehlt es sich, auf das Know-how und die Erfahrung eines professionellen Dienstleisters zu setzen. Er ist in der Lage, komplexe Implementierungen auf die im B2B-Handel oftmals sehr individuellen Anforderungen zuzuschneiden. Nur selten liefert eine einzige Software alle im Unternehmen benötigten Funktionen. Durch die Kombination verschiedener Systeme zur Datenintegration und für die Datenvisualisierung entsteht eine maßgeschneiderte SSBI-Lösung, mit der B2B-Unternehmen für alle Eventualitäten gerüstet sind.

SSBI-Lösung muss ohne Fachkenntnisse bedienbar sein

Entscheidend für den Erfolg der SSBI-Lösung ist die Akzeptanz unter den Mitarbeitern. Die beste Lösung bleibt wirkungslos, wenn die Anwender sie nicht nutzen. Eine exakte Ermittlung der Vorstellungen der Marketingabteilung ist darum ein wichtiger Aspekt bei der Einführung. Um den Mitarbeitern die Vorteile von SSBI nahezubringen, hilft vor allem die Anwenderfreundlichkeit des Systems. Der Umgang mit dem Tool sollte auch ohne tiefe technische Fachkenntnisse leicht erlernbar sein, und es sollte ebenso intuitiv bedienbar sein. Im Idealfall können die Marketingmitarbeiter sofort mit der SSBI-Lösung arbeiten – ohne langwierige Einarbeitung. Eine professionelle Schulung durch den Dienstleister hilft, Vorbehalte und Ängste der neuen Lösung gegenüber abzubauen.

Wandel der Unternehmenskultur ist für Erfolg entscheidend

Da mithilfe der SSBI-Instrumente Erkenntnisse direkt verfügbar sind, können sie B2B-Händler zu besseren Entscheidungen führen. Trotz aller Technik – SSBI funktioniert nur, wenn Unternehmen die Einführung strategisch und abteilungsübergreifend planen und leben. Fragen der Technologie sind zwar wichtig, der Erfolg liegt aber auch in der Entwicklung und Etablierung einer individuellen BI-Strategie und -Kultur im Unternehmen begründet. Erst unter diesen Vorzeichen kann sich der volle Wertbeitrag einer Self-Service-BI-Lösung im B2B-Marketing entfalten.

Michael Märtin ist geschäftsführender Gesellschafter der atlantis media GmbH
Michael Märtin ist geschäftsführender Gesellschafter der atlantis media GmbH (Bild: atlantis media GmbH)

Über den Autor

1994 war Michael Märtin Mitbegründer und ist seitdem Geschäftsführer der atlantis media GmbH, einer Agentur für digitale Geschäftsprozesse und moderne E-Commerce-Systeme. Während die Kernthemen zunächst die Entwicklung und der Vertrieb von Branchenlösungen waren, erweiterte Märtin das Portfolio rund um die Themen Internet, E-Commerce und digitale Geschäftsprozesse. Heute ist das Unternehmen mit Firmensitz in Hamburg ein moderner Internet-Dienstleister mit über 30 Mitarbeitern.

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