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Multi-Channel-Belegschaft Sieht so die Zukunft der Arbeit aus?

Autor / Redakteur: Mikael Lindmark / Georgina Bott

Digitale Unternehmen mischen den Arbeitsmarkt auf: Sie erfinden gerade die Art und Weise, wie sie arbeiten und Mitarbeiter rekrutieren neu. Aus dieser Umgestaltung entstehen viele neue Möglichkeiten sowie eine echte „Multi-Channel-Belegschaft“.

Auf der Suche nach neuen Mitarbeitern? Die Digitalisierung bietet hier spannende neue Möglichkeiten.
Auf der Suche nach neuen Mitarbeitern? Die Digitalisierung bietet hier spannende neue Möglichkeiten.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Neben den traditionellen Wegen, die aus der industriellen Revolution heraus entstanden sind, stehen Unternehmen heute diverse weitere Möglichkeiten und Kanäle für das Recruiting neuer Talente zur Verfügung. Manager sind dadurch nicht nur in der Lage Arbeitnehmer deutlich flexibler einzustellen und den Betrieb entsprechend der Nachfrage zu skalieren, sondern auch temporäre Lücken in Teams mit einem Freiberufler oder unabhängigen Auftragnehmer zu schließen. Arbeitgeber können auch Fachkräfte mit Nischenkompetenzen in ihr Team einbringen, um an spezifischen/speziellen Projekten zu arbeiten und so eine echte Multi-Channel-Belegschaft zu schaffen.

Flexibles Arbeiten hoch im Kurs

Der Katalysator für diese Multi-Channel-Belegschaft, die je nach Branche und Standort unterschiedlich schnell wächst, ist aber nicht nur gut für den Geschäftserfolg sondern auch für Arbeitnehmer. Zunehmend bevorzugen Fachkräfte die Flexibilität einer projektbezogenen oder befristeten Anstellung gegenüber einer Vollzeitstelle. Tatsächlich berichtete das Stellenportal indeed.com kürzlich, dass Nutzer, die auf ihrer Website nach Arbeit suchen, flexibles Arbeiten mehr denn je wünschen. 2017 meldete das Jobportal einen Zuwachs von 281 Prozent bei der Zahl der Menschen in Deutschland, die im Home-Office arbeiten wollen. Auch Teilzeitarbeitsplätze waren laut der Umfrage für deutsche Arbeitssuchende attraktiv.

Wer sind nun diese Multi-Channel-Arbeiter?

Die Lebensläufe dieser Arbeitnehmer sind bunt gemischt und vielfältig, wenn nicht sogar noch vielfältiger als die Art und Weise, wie sie unter Vertrag genommen werden. Die einen sind junge Markteinsteiger, die gerade in ihre Karriere starten und mit Begeisterung neue Erfahrungen machen wollen. Die anderen sind bereits alte Hasen, die genau wissen, dass ihr Skillset wertvoll ist. Warum sollte sich ein Datenanalytiker, Risikomanager oder Cybersicherheitsexperte – der genau weiß, dass mehr Arbeitgeber auf der Suche nach Fachkräften sind, als es gute Leute mit entsprechenden Fähigkeiten gibt - mit weniger zufrieden geben, als er als Berater oder unabhängiger Auftragnehmer verdienen kann?

Ebenso kommen viele erfahrene, ältere Menschen heutzutage oft an einen Punkt in ihrer Karriere, an dem sie andere Interessen verfolgen wollen. Dennoch können sie sich nicht vorstellen ihren Beruf ganz aufzugeben. Sie sind jahrzehntelang in ihm gewachsen und ihre Erfahrung ist von unschätzbarem Wert für Arbeitgeber, so dass sie freiberuflich oder beratend tätig werden. Andere waren vielleicht ein Kandidat für eine Vollzeitstelle, hatten aber nicht den einzigartigen Kompetenzmix, den der Arbeitgeber benötigte. Dennoch verfügten sie über unterschiedliche Fähigkeiten und das Unternehmen kann ihnen in Zukunft einen Vertrag anbieten.

Das sind nur einige der unzähligen Umstände, die Menschen dazu veranlassen, sich der Multi-Channel-Belegschaft anzuschließen. Neben den Alumni-Pools an Mitarbeitern und dem üblichen Rekrutierungsprozess greifen Arbeitgeber auch über Personalagenturen, Online-Marktplätze und Beratungsfirmen auf Talente zu, um nur ein paar zu nennen.

Agilität und Flexibilität dank Cloud-basiertem Talentmanagement

Durch diese Multi-Channel-Mitarbeiter werden digitale Unternehmen insgesamt deutlich flexibler. Neue Talente können schneller gewonnen werden, um auf Marktanforderungen zu reagieren und Wettbewerbschancen lassen sich innerhalb von kürzester Zeit nutzen, anstatt in Monaten. Unternehmen aller Größenordnungen beginnen über ihre internen und externen Arbeitskräfte ganzheitlicher nachzudenken, um agiler zu werden und die Geschäftsprozesse zu beschleunigen.

Um diese Multi-Channel-Mitarbeiter effektiv zu managen, greifen erfolgreiche Unternehmen auf robuste digitale Ökosysteme zurück, die eine vielfältige Mischung von Lösungen bieten und die Identifizierung von Talenten, die Überprüfung, das Einstellungsverfahren, die Einhaltung von Compliance-Regelungen, die Gehaltsabrechnung, Kündigungen, die Durchführung strategischer Analysen sowie nicht zuletzt die Personalplanung unterstützen. Ökosysteme mit einer solchen Vielfalt an Fähigkeiten werden zu „kritischen neuen Bausteinen, um zu digital-nativen Unternehmen zu werden" , wie IDC in seinem FutureScape: Worldwide IT Industry 2018 Predictions Report feststellte. Unternehmen sollten, wie IDC empfiehlt, „den Umfang und die Stärke des Ökosystems bewerten", bevor sie entscheiden, welcher Vendor-Cloud sie beitreten wollen. Dienstleistungen, die mit diesen Ökosystemen in Verbindung stehen, sind zweckgebunden und können Unternehmen dabei helfen, schnell Marktanteile zu gewinnen, indem sie diese in ihre Talentmanagementstrategie integrieren.

Führende Unternehmen benötigen anpassungsfähige und änderungsfähige Umgebungen, die den dynamischen digitalen Anforderungen von heute gerecht werden. Um die Zukunft ihrer Arbeit heute zu gestalten, sollten Unternehmen die Cloud nutzen, die das digitale Ökosystem bereitstellt, welches sie benötigen, um schneller auf Talente zuzugreifen und das Management ihrer Multi-Channel-Mitarbeiter zu vereinfachen.

Mikael Lindmark ist Senior Vice President EMEA bei SAP Fieldglass.
Mikael Lindmark ist Senior Vice President EMEA bei SAP Fieldglass.
(Bild: SAP Fieldglass)

Über den Autor

Mikael Lindmark ist Senior Vice President EMEA bei SAP Fieldglass, und verantwortlich für das operative Geschäft und den Kundenerfolg. Mikael Lindmark verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Vertrieb, Business Development und Account Management im Bereich Human Capital Development und Management. Er hat einen Abschluss in Rechtswissenschaften der Universität Uppsala in Schweden.

Über das Unternehmen
SAP Fieldglass, ein langjähriger Marktführer im Bereich des externen Talentmanagements und der Dienstleistungsbeschaffung, wird von Organisationen auf der ganzen Welt genutzt, um alle Arten von flexiblen Ressourcen zu finden, zu engagieren und zu verwalten. Die Cloud-basierte, offene Plattform wird in mehr als 180 Ländern eingesetzt und hilft Unternehmen dabei, die Art und Weise, wie Arbeit erledigt wird, zu verändern, die operative Flexibilität zu erhöhen und die Geschäftsergebnisse in der digitalen Wirtschaft zu beschleunigen. Unterstützt durch die Ressourcen von SAP profitieren Kunden von einer Roadmap, die von einer kontinuierlichen Investition in Innovation getrieben wird.

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