Expertenbeitrag

Dipl. Betriebswirt (FH) Olaf Mörk

Dipl. Betriebswirt (FH) Olaf Mörk

B2B Marketing | Marketing Strategie | DIGITALISIERUNG | Content | PR | Brand Expert | Marketing Director | Consulting | Interim Mgmt | Keynote Speaker | Autor, Mörketing (Website ab 09/2020)

B2B Marketing Days 2021 Situatives-Content-Marketing auf Social Media

Autor / Redakteur: Dipl. Betriebswirt (FH) Olaf Mörk / Alicia Weigel

Dass Social Media für jede Zielgruppe immer wichtiger wird, ist vielen bekannt. Aber wussten Sie, dass sich durch Situatives-Content-Marketing ganz neue Möglichkeiten ergeben? Genau das bringen wir in der zweiteiligen Serie auf den Punkt. In Teil 2 geben wir Tipps zu Situativem Content auf Social Media.

Firmen zum Thema

Wenn man schon bereits im Vorfeld die Trends erkennt, kann man mit dem Situativem-Content-Marketing punkten.
Wenn man schon bereits im Vorfeld die Trends erkennt, kann man mit dem Situativem-Content-Marketing punkten.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Guter Content zieht immer, sagen die meisten. Aber stimmt das heutzutage noch wirklich? Was früher vielleicht massig Klicks und Leads eingesammelt hat, kann heute wieder als out gelten. Was es jetzt zu beachten gilt, ist Situatives-Content-Marketing. Was das genau ist, haben Sie bereits in Teil 1 dieser Serie „Situatives-Content-Marketing als neue B2B Erfolgsformel“ kennengelernt.

Mit dem richtigen Social Media Channel schlägt der Situative Content voll durch

Der beste Content bringt nur wenig, wenn er die Zielgruppe erst gar nicht erreicht. Wenn der Rennwagen, vollgetankt an der Startlinie steht und dann der Zündschlüssel zum Start fehlt, ist kein Fortkommen möglich. Der relevante Content muss nach vorn gebracht werden. Ziel ist es, Aufmerksamkeit zu erzielen, um letztendlich Leads und Umsatz zu generieren. Social Media ist dabei eine wichtige Schlüsselgröße. YouTube und Twitter werden bereits häufig für Marketingmaßnahmen eingesetzt. Erfolgreich ist, wer vor allem die unbekannteren Social Media Möglichkeiten und deren Chancen nutzt. Denn wer zuerst kommt, malt zuerst. Eine gesunde Skepsis ist hier angebracht, denn nicht jeder Trend bleibt ein Trend.

Social Media – Von Telegram über WhatsApp bis hin zu Clubhouse

Im Januar 2021 taucht das Social Media „Telegram“ mal wieder wie aus dem Nichts auf. Telegram ist optisch und von den Funktionalitäten WhatsApp sehr ähnlich. In gerade 72 Stunden kam es laut Telegram zu mehr als 25 Millionen Neuregistrierungen. Sobald WhatsApp aufgrund seiner Datenpolitik in die Schlagzeilen gerät, profitiert Telegram. Dies ist ebenfalls ein situativer Umstand, der binnen Tagen neue Umstände schaffen kann und Marketingmaßnahmen (Spendings etc.) beeinflusst. Telegram existiert seit 2013, hat sich aber noch nie so richtig durchsetzen können.

Nur wenige Wochen später macht das Social Media „Clubhouse“ von sich reden und überholt Telegram bei den Nutzerzahlen. Dies zeigt die unglaubliche situative Energie, die im Social Media ständig hin- und her wechselt. Audiodienste als App boomen wiederum verstärkt durch den situativen Umstand Corona. Bei Clubhouse treffen sich die User in virtuellen Räumen. Dort kann dem Audio-Chat gelauscht oder es kann sich aktiv daran beteiligt werden. Sie wurde zur Trend-App 2021, ist aber wieder stark in seiner Beliebtheit gefallen. Dabei war Clubhouse von der Idee her nicht einmal neu. Es ist mehr oder weniger eine Kopie der App „Discord“. Diese existiert bereits seit 2015. Dem deutschen „StudiVZ“ erging es damals ähnlich. Facebook baute die App stark nach und wurde zur bekanntesten App weltweit.

Es wird deutlich, dass sich manche Social Media erst nach vielen Jahren durchsetzen. Plötzlich sind sie für Situativen Content relevant. Jetzt schnell sein und immer die Augen offen halten heißt hier die Devise!

Die Wichtigkeit von Social Media im Situativen-Content-Marketing

Ein beliebter, wirksamer und günstiger Weg für das Content-Marketing ist die bunte Social Media-Welt. Laut der Statistik Content-Marketing Trendstudie 2020 werden die Social-Media-Kanäle mit 95 % Zustimmung als fast gleich wichtig wie die eigene Webpräsenz mit 98 % Bejahung eingestuft.

Das war in der Vergangenheit ganz anders. Social Media wurde bis vor einigen Jahren noch etwas belächelt. Es wurde rein der B2C-Welt zugeschrieben. Facebook galt als Synonym für Social Media. Möglichst viele Follower waren das Ziel. Fans wurden einfach im asiatischen Raum dazugekauft. Dieses Social Media-Kapitel ist bereits Geschichte. Der Blick nach vorn gilt nun dem Situativen-Content-Marketing und ist sehr effizient. LinkedIn ist beim Business fast nicht mehr wegzudenken. Über 30 % im B2B Bereich sind bereits dabei. Ein Tipp sind die noch fast völlig unbekannten Channel Reddit und Quora, die sich hervorragend für Situativen Content eignen. Wer Social Media im Marketing-Mix zu wenig Beachtung schenkt, verliert beständig Marktanteile.

Mehr zum Thema

Vortrag auf den B2B Marketing Days 2021

Sie möchten mehr über das Thema „Situatives-Content-Marketing“ erfahren? Dann dürfen Sie den Vortrag „Situatives Content Marketing: Die neue B2B Erfolgsformel" von Olaf Mörk auf den marconomy B2B Marketing Days am 05. und 06. Oktober 2021 in Würzburg nicht verpassen! Sichern Sie sich jetzt noch Ihr Ticket und seien Sie dabei, wenn sich Marketer aus Industrie- und Technologieunternehmen zu aktuellen Themen und Trends im B2B-Marketing austauschen!

Situatives-Content-Marketing – ein Ausblick

Noch nie war es so wichtig, einen Blick in die Glaskugel zu wagen, wie sich das Content-Marketing bis ins Jahr 2030 entwickeln könnte. Nur wer weiß, wie die Zukunft sich gestaltet, kann jetzt gezielt handeln.

Künstliche Intelligenz (KI) ist der kommende Katalysator für das Situative-Content-Marketing und sorgt für eine hohe Schlagkraft bei der Zielgruppe. Der KI-Markt verfügt über extreme Wachstumsraten. 39 % der Start-ups setzen diese bereits ein. Chatbots, die jetzt immer beliebter sind, werden mit der Zeit durch Avatare verdrängt. Das quasi Nervensystem der Digitalisierung „Internet of Things“ wird zum „Internet of THINK“. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten für ein smartes und Situatives-Content-Marketing. Stufenweise kann dies auf- und ausgebaut werden. Die lang herbeigesehnte Customer Centricity ist jetzt so gut möglich wie niemals zuvor. Sogar die Unternehmensziele werden in diesem Prozess gleich mit eingebunden und umgesetzt. Ziel ist es, aus Kunden Fans zu machen. Denn Fans bleiben dem Unternehmen treu. In diesen bewegenden VUCA-Zeiten ist dieser Ansatz wichtiger denn je.

Fazit zum Situativen-Content-Marketing

Die Welt befindet sich im völligen Wandel. Kontingenzfaktoren wie die Digitalisierung, neue Gesetze und die Corona-Pandemie verändern die Marketinglandschaft im B2B-Bereich drastisch. Allein schon die Eventlandschaft hat sich in den 12 Monaten stärker gewandelt als im letzten Jahrzehnt. Marketing muss wirtschaftlicher denn je betrieben werden und sich ebenso noch stärker beweisen.

Content, der einst erfolgreich war, versagt plötzlich. Heute sind bereits 60 % des Contents nicht relevant. Die Zielgruppe ist inzwischen länger online als offline. Der Content Overload und eine VUCA-Welt überfordern zudem die Zielgruppe

Top Rankings in den Suchmaschinen bleiben für den Erfolg einer Kampagne elementar wichtig. Die Platzierung des eigenen Contents in diesen wird immer schwieriger. Ein sehr guter Content von Wettbewerbern existiert überall und explodiert förmlich. Was jedoch noch immer viel zu wenig eingesetzt, teilweise nicht entdeckt oder schlichtweg unterschätzt wird, ist Situative-Content-Marketing-Strategie (SCMS). SCMS baut auf der Verhaltenspsychologie auf und ist in vielerlei Hinsicht ein Erfolgsgarant. Die wichtigsten Unternehmensziele können wesentlich einfacher erreicht und die Marketingstrategie nachhaltig gestärkt werden:

  • Imagestärkung von Marke und Unternehmen
  • Neukundengewinnung
  • Bestandskundenbindung mit dem Ziel, aus Kunden Fans zu machen

Der Marke und dem Unternehmen wird auf neue Art und Weise mehr Strahlkraft und Bedeutung zugeschrieben. Noch nie gab es so viele Chancen zur Anwendung des Situativen-Content-Marketings, die es jetzt zu nutzen gilt. Einer der größten Vorteile ist, dass SCMS bereits auf die Zukunft ausgerichtet ist. Agilität, höchste Effizienz und Wirtschaftlichkeit sind für das Content Marketing wichtiger denn je.

Mit SCMS und Social Media wird eine enorme Synergie geschaffen. Bestplatzierungen in Suchmaschinen sind die Folge, was für reichliche Leads und letztendlich Umsatz sorgt. Der angenehme Effekt ist, dass das Anzeigenbudget deutlich entlastet werden kann.

Der Erfolg hat im Situativen-Content-Marketing drei Buchstaben: TUN!

Das Buch zum Vortrag

In seinem Buch "Situative-Content-Marketing-Strategie" zeigt Olaf Mörk, wie Sie Situativ-überzeugenden Content finden und gestalten können, dem sich Ihre Zielgruppe so gut wie nicht entziehen kann.

Zum Buch

(ID:47618762)