B2B-Brand Awareness steigern So gelingt die Steigerung der B2B-Markenbekanntheit

Ein Gastbeitrag von Timm Sachs*

Für die Markenbekanntheit im B2B-Bereich ist es wichtig, dass eine Marke den Kunden ein klares und ein unverwechselbares Bild bietet. Daher lohnt es sich Zeit in den Aufbau und die Steigerung zu investieren. Will man emotionale Kundenbindung erreichen, dann ist Aktualität gefragt.

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Wie steigt man die Treppe der Markenbekanntheit hoch? Die Antwort: Angepasster Merch könnte dabei helfen.
Wie steigt man die Treppe der Markenbekanntheit hoch? Die Antwort: Angepasster Merch könnte dabei helfen.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Gibt es eine Erfolgsformel, wenn Markenbekanntheit von einem B2B-Unternehmen gesteigert werden soll? Entschlüsselt man den reinen Begriff und zerlegt ihn in „innere Marke“ und folgende „äußere Bekanntheit“, dann wird klar, dass ein Tätigwerden den Anfang macht.

Nimmt man sich den Erfolg der Großen zum Vorbild, erkennt man, dass man mit dem Zurschaustellen des Logos die Zielgruppe nicht mehr beeindrucken kann. SAP geht beispielsweise den geschickten Weg und transportiert den Nutzen für B2B-Kunden in einem buchstäblich simplen Slogan „Run it simple“. Die Marke wird zu Beginn bereits erklärbar gemacht.

Markenbekanntheit steigert Image

Dieser Prozess fängt im Unternehmen an und endet in den Köpfen der Kunden. Der Einstieg in einen Ausbau der Marke lohnt sich. Die Auffrischung der Markenidentität, um aktuell zu sein, lohnt sich umso mehr. Investierte Zeit macht die Marke bekannt und sorgt durch konsequente Einbeziehung auf lange Sicht für eine positive Auswirkung auf die Erfolgskennzahlen. Die Steigerung der Markenbekanntheit durch das Lernen von identitätsreichen Marken ist auch für kleine Unternehmen eine gute Gelegenheit, die nicht verpasst werden sollte. Content-Marketing, Social Media und Co bieten eine breite Auswahl und sind auf einfache Weise zugänglich. Darf es kreativer sein? Personalisiertes Merch kann eine Marke in alle Ecken des Globus tragen.

Den Beginn macht die Story

Ganz gleich, in welchem Bereich man wirtschaftet und wie dicht gedrängt der Markt ist, in erster Linie liegt der Fokus darauf, dass man aus der Masse hervorsticht. Welches Unternehmen hat die besseren Argumente, die verständlichen Fakten, die passende Lösung? Es handelt sich um Punkte, die mit einer Kaufentscheidung einhergehen. Gleichzeitig binden sie nicht emotional.

Fragt sich der B2B-Kunde allerdings, was ein Team für ihn tun kann, was er erwarten kann, und findet er eine Antwort darauf, warum er genau dort einkaufen soll, dann begegnet er dem Unternehmen auf emotionaler Ebene. Der Kunde reagiert als B2B-Mensch. Der Trend lautet: Eine Marke, die emotional binden soll, braucht ein Gesicht!

Diese Emotionalität etabliert sich im B2B-Bereich immer mehr. Hier können Unternehmen mit einer noch undefinierten Marke ihre Markenbekanntheit ausbauen. Unternehmen, die bereits auf Kurs sind, können zu einem Feinschliff ansetzen.

Um den Kunden emotional zu binden und den Kundennutzen aufzuzeigen, kann sich an dieser Zielsetzung orientiert werden:

Keep it…

  • branchenrelevant
  • simpel
  • informativ
  • menschlich

Klein, fein, Slogan

Wenn es ihn noch nicht gibt, dann ist er der erste Schritt: Die Entwicklung eines Markenslogans. Ist er gut gewählt, dann ruft ein Slogan beim B2B-Kunden eine erste Verbindung hervor. Auf Kundenseite vermittelt er Nutzen und Vertrauen. Als Unternehmen zeigt man Haltung, Orientierung und es wird ein Unternehmens-Standpunkt kommuniziert. Außerdem ist ein Slogan veränderbar. Ändert sich der Kern der Marke, kommt ein neuer Bereich hinzu oder wechselt man sogar das Geschäftsfeld? Darüber kann schon der Slogan informieren. Für die erste Assoziation mit einer Marke ist in den meisten Fällen dieser geniale und kleine Zusatz verantwortlich. Man sollte die beste Eigenschaft der Marke also zwingend auf den Punkt bringen.

Markenbekanntheit steigern durch Content-Marketing

Kurz oder lang, häufig oder Qualität? Blog oder Gastbeiträge schreiben? Möchte man sie alle nutzen, dann sind die Möglichkeiten zur Einbindung von Content-Marketing in die Steigerung der Markenbekanntheit vielfältig. Sie müssen nicht in vollem Ausmaß genutzt werden. Allesamt bieten sie die einzigartige Chance, dass einer Marke dadurch Leben eingehaucht werden kann. Mit Content-Marketing schafft man Wiedererkennung durch Mehrwert für Kunden.

Die größten Mehrwerte bieten laut der Studie von HubSpot „Die ideale Blogartikel-Länge“ (2019) Texte mit einer Länge von 2164 Wörtern. Dieser Durchschnitt ergibt sich aus einer Auswertung von 6000 Blogbeiträgen. Organische Reichweite generieren auch schon die kürzesten Beiträge. Steigt die Wortzahl und werden kontinuierlich neue Inhalte erstellt, dann steigt auch hier die Reichweite. Zur gewichtigsten Aktion zählt das Teilen. Wird ein Beitrag von einem B2B-Kunden geteilt, dann heißt es, dass er dem Inhalt vertraut. Folglich spricht er eine Empfehlung für die Marke aus. Es lohnt sich eine Fan-Community auf diesem Weg und durch gute Qualität zu bilden. Ganz oft erreicht man ein völlig neues Publikum - erst recht geschieht es mit einem Gastbeitrag.

Soziale Medien in die Steigerung einbeziehen

Fast jedes Unternehmen, das seine Markenbekanntheit online steigern möchte, ist heutzutage in den sozialen Medien angekommen. Wenn die B2B-Kunden schon Social Media nutzen, dann macht es die eigene Markenpräsenz dort zu einem weiteren logischen Schritt. Der Großteil der Nutzer ist dort privat unterwegs. Entdeckt ein B2B-Kunde in seiner Freizeit einen ansprechenden Inhalt, der ihn arbeitsrelevant anspricht, dann kommt es inzwischen immer weniger zu einer strikten Trennung von Beruflichem und Privatem. Noch dazu können ein Zusammenspiel von beruflichen Netzwerken und Social Media ein vergleichsweise günstiges Format für Werbung sein. Passt man die Kommunikation auf die verschiedenen sozialen Medien an, dann wird die Marke auf Dauer nahbar. Der Aspekt „Vermenschlichung“ kann spielend umgesetzt und der direkte Kundenkontakt kann ausgebaut werden. Der richtige Weg besteht auch hier aus den Komponenten Qualität, Variabilität und konsequente Produktion von Inhalten.

Markenbekanntheit durch Merch steigern

Der Kugelschreiber – denkt man an digitale Unternehmen, die schon komplett papierlos agieren, –wird in den meisten Fällen für die kleine Notiz, ein Mindmapping oder für die Einkaufsliste nach Feierabend verwendet. Verwendet man personalisierte Artikel (idealerweise als Träger für Logo und Slogan) und legt man Wert auf Qualität, dann sammelt der Gegenstand schnell Sympathien. Dieser landet dann in Handtasche oder im Aktenkoffer des B2B-Kunden, wird in seinen Alltag integriert und setzt seine Funktion für die Marke fort. Die Kreativität kennt keine Grenzen. Es gewinnt der, der anders ist, der echt ist und der einen Weg in den Alltag und in die Köpfe seiner Kunden findet.

  • Personalisiert man den Kugelschreiber auf einer weiteren Ebene, dann kann man den Aufdruck um einen Empfänger erweitern: Für die Chefetage, für die Buchhaltung, für den Wareneingang. Er erreicht garantiert die richtige Abteilung.
  • Ist der B2B-Kundenkreis jung, dann kann der moderne und „bequeme Hut“ eine Möglichkeit darstellen, um durch häufiges Tragen die Bekanntheit zu steigern. Gerne getragen wird eine Cap von Qualität und mit hochwertigem Aufdruck.
  • Nutzt man Sticker oder bedruckte Süßwaren-Päckchen, die der Lieferung beigelegt werden können, so ist selbst im Cent-Bereich einiges möglich.

Markenbekanntheit ist eine Prozedur, die sich für jede Unternehmensgröße eignet. Speziell, oder gewöhnlich – sie lohnt sich.

*Timm Sachs ist kreativer Autor bei Camaloon.

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