Advertising im B2B Social Ads vs. Google Ads: Welche Strategie ist die bessere im Online Marketing?

Ein Gastbeitrag von Lara Rieger*

Sie wollen zukünftig aktiv Ihre Social Ads und Google Ads vorantreiben? Erfahren Sie mehr über beide Werbeplattformen und die optimale Anwendung in der Praxis in diesem Artikel und legen Sie los!

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Beide Plattformen haben unterschiedliche Stärken und Schwächen, machen Sie die Wahl von Ihrem Ziel abhängig.
Beide Plattformen haben unterschiedliche Stärken und Schwächen, machen Sie die Wahl von Ihrem Ziel abhängig.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Paid Marketing ist eine geeignete Strategie im digitalen Marketing, um die online Webpräsenz von Unternehmen zu steigern. Doch welche Plattform garantiert mehr Erfolg? Sowohl Social Ads als auch Google Ads haben viele Gemeinsamkeiten, aber auch individuelle Stärken, in denen die Plattformen erhebliche Unterschiede aufweisen. In diesem Artikel erfahren Sie die wichtigsten Vor- und Nachteile beider Werbeplattformen sowie die optimale Anwendung in der Praxis.

Die Verwendung von Google Ads

Google hat weltweit einen Marktanteil von über 90 % und ist somit eine der wichtigsten Suchmaschinen im World Wide Web. Über das Werbenetzwerk Google Ads können Unternehmen gezielt Anzeigen schalten und eine sehr hohe Reichweite generieren. Die Anzeigen werden über ein Werbekonto in Ads verwaltet und überwacht. Es gibt verschiedene Kampagnentypen, die je nach Werbeziel unterschiedlich eingesetzt werden können.

Kampagnentypen:

  • Such-Kampagnen
  • Display-Kampagnen
  • Shopping-Kampagnen
  • Video-Kampagnen
  • App-Kampagnen
  • Lokal-Kampagnen
  • Smarte Kampagnen

Die Such-Kampagnen fokussieren sich auf die Google Suche und diverse Partnerseiten von Google. Dazu zählt mittlerweile auch die Videoplattform YouTube. Die Werbeanzeigen werden nach bestimmten Keywords optimiert und den Nutzern angezeigt, sobald diese nach den passenden Suchbegriffen recherchieren. Such-Kampagnen erscheinen am Anfang oder am Ende einer Ergebnisseite der Google Suche. Display-Kampagnen beinhalten im Gegensatz zu Such-Kampagnen zusätzlich auffällige Banneranzeigen. Die Ausrichtung erfolgt über Keywords, Placements, Themen, Interessen und demografische Merkmale einer Zielgruppe.

Um Produkte in einem Online-Shop zu bewerben, eignen sich die Shopping-Kampagnen. Diese beinhalten Bilder und entsprechende Produktinformationen. Diese Form von Anzeigen erscheint meist neben oder unter den Suchanzeigen bei dem entsprechenden Shopping Tab. Aufgrund der Bilder ist diese Art oft auffälliger als die klassischen Textanzeigen.

Ein weiterer wichtiger Teil von Google Ads sind Video-Kampagnen. Diese werden im Displaynetzwerk in Apps und YouTube angezeigt. Diese Kampagnenform besitzt eine sehr hohe Reichweite, ist aber nicht für alle Unternehmen geeignet, da die Videoanzeigen sehr hochwertig sein müssen.

Kosten und Budget im Überblick

Die Kosten von Google Ads sind nicht immer konstant, sondern hängen von Faktoren wie der Konkurrenz, Qualität der Anzeige und dem aktuellen Cost-Per-Click Preis ab. Mithilfe von Tools wie dem Google Keyword-Planner können Klickpreise schon im Vorhinein ermittelt werden, woraus sich dann die Gesamtkosten schätzen lassen. Das Tages- oder Laufzeitbudget legt jeder Werbetreibende selbst fest, wobei das durchschnittliche Tagesbudget variabel sein kann. Google ermittelt die Wahrscheinlichkeit, wie hoch die Chance ist, dass eine Werbeanzeige Klicks und Conversions erhält und spielt diese dementsprechend aus.

Die Vorteile von Google Ads

Erfahren Sie mehr über die Vorteile des bekannten Werbenetzwerks von Google und erkennen Sie, warum sich der Einsatz lohnt.

1. Hohe Reichweite

Die Suchmaschine Google weist mit 90 % Marktanteil einen sehr großen Anteil an Nutzern auf. Dementsprechend ist auch die Reichweite nahezu grenzenlos.

2. Ergänzung zur SEO-Strategie

Eine Kombination aus den SEO- und SEA-Maßnahmen ist eine perfekte Strategie, um die online Marketingziele zu verfolgen. Auf langfristige Sicht sind SEO-Maßnahmen erfolgversprechend, während Werbeanzeigen sehr gut saisonale Nachfragen befriedigen.

3. Kontrollierte Kampagnensteuerung

Werbetreibende können die Kampagnen zu einem gewissen Grad steuern. Dies umfasst den Zeitpunkt der Ausspielung, die Keywords und Anzeigentexte. So erreichen Sie Ihre Zielgruppe zum richtigen Zeitpunkt und erfüllen Ihre Conversions.

4. Messbarkeit der Performance

Der Erfolg der Werbeanzeigen kann über Analyse-Tools wie Google Analytics genau verfolgt werden. So können Sie die Performance überwachen und Werbeanzeigen auf dieser Basis laufend optimieren.

5. Targeting und Retargeting von potenziellen Kunden

Kunden, die bereits auf Ihrer Webseite waren, können mittels Retargeting erneut angesprochen werden.

6. Ansprache des Similar Audiences

Google erkennt Gemeinsamkeiten in Zielgruppen und erstellt eine Liste mit Konsumenten, die ähnliche Merkmale aufweisen. So sprechen Sie gezielt die richtigen Personen an und erhöhen Ihre Reichweite.

7. Hohe Sichtbarkeit in den Suchergebnissen

Die Werbeanzeigen erscheinen noch vor den organischen Suchergebnissen und haben somit eine sehr hohe Sichtbarkeit gegenüber der organischen Konkurrenz.

Der Einsatz von Social Ads

Social Ads sind Werbeanzeigen auf Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram oder LinkedIn. Der Vorteil an sozialen Netzwerken ist, dass eine sehr hohe Anzahl an Nutzern registriert ist und diese regelmäßig gleichzeitig mehrere Plattformen nutzen. Instagram hat in Deutschland knapp 28 Millionen Nutzer und Facebook sogar über 32 Millionen. Auch LinkedIn hat in den letzten Jahren einen Boom erlebt und wird von etwa 17 Millionen Nutzern in der DACH-Region verwendet.

Der Unterschied zwischen den genannten Plattformen ist, dass Facebook und Instagram vor allem im privaten Kontext genutzt werden und LinkedIn seinen Fokus auf die Berufswelt legt. Auf dieser Plattform können Werbetreibende anhand des genauen beruflichen Werdegangs der Nutzer diese gezielt danach ansprechen. Die Voraussetzung, um Werbung auf LinkedIn zu schalten, ist eine Unternehmensseite und Zugang zu dem Campaign Manager.

Wie viel Budget sollte in die Hand genommen werden?

Für Facebook und Instagram Ads soll ein Betrag von mindestens 10 Euro festgelegt werden, um mit der Anzeigenschaltung zu starten. Eine pauschale Antwort gibt es dafür nicht, dennoch sollten Sie aus der Erfahrung lernen und zukünftige Anzeigen laufend optimieren. Neben der Budgethöhe ist vor allem die Entscheidung zwischen einem Tages- oder Laufzeitenbudget ein grundlegender Beschluss.

7 Vorteile von Social Ads

1. Steigerung der Markenbekanntheit

Vielen Nutzern wird die Anzeige oft über mehrere Kanäle übergreifend angezeigt, dadurch wird die Marke viel bewusster wahrgenommen.

2. Das Phänomen der Viralität

Die Nutzer haben die Möglichkeit, Inhalte zu kommentieren und mit der Community zu teilen. Nicht selten ist es der Fall, dass Inhalte sich schnell auf der Plattform verbreiten.

3. Visueller Content erhöht die Sichtbarkeit

Social Ads werden neben dem textlichen Inhalt vor allem durch Bilder und Videos geprägt. Ziel ist es, die Anzeigen mit emotionalen, lustigen oder informativen Bildern zu schmücken, um in den Köpfen der Nutzer zu bleiben.

4. Direkte Interaktion mit Nutzern

Auf Social Media herrscht eine wechselseitige Kommunikation zwischen Followern und Unternehmen. Nutzer können durch Kommentare und Likes auf die Werbeanzeige reagieren sowie diese teilen. So kann das Vertrauen gestärkt werden, indem die Nutzer interaktiv am Geschehen teilnehmen.

5. Erstellen von Monitoring Reports

Die Performance der Werbeanzeigen kann direkt überwacht werden. So können Sie laufend Verbesserungen vornehmen und die Zielgruppe optimieren.

6. Die Größe der Zielgruppe

Aufgrund der hohen Anzahl an Nutzern werden auf Social Media Plattformen sehr schnell viele Personen erreicht.

7. Targeting und Retargeting

Über die Werbemanager kann die Zielgruppe genau definiert werden sowie plattformübergreifendes Retargeting stattfinden. So sprechen Sie die perfekten Nutzer an.

Social Ads vs. Google Ads: Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Plattformen im Vergleich

Die beiden Werbeplattformen haben einige Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterschiede. Social Media Plattformen dienen hauptsächlich der Unterhaltung, dem Kommunikationsaustausch und als Informationskanal, bewusste Kaufintentionen liegen kaum vor. Anders ist es der Fall bei der Suchmaschine Google. Konsumenten sind auf der Suche nach einer Lösung eines Problems, Produktes oder wollen sich über Themen informieren. Als Werbetreibender ist es die Aufgabe, an die Bedürfnisse anzuknüpfen und die optimale Lösung bereitzustellen. Des Weiteren ist Google öffentlich zugänglich, während Facebook oder Instagram einen Account voraussetzen.

Ein weiterer Unterschied ist die Art des Contents. Bei Social Ads steht visueller Content im Vordergrund, während Google Ads tendenziell seinen Fokus auf Text legt.

Fazit: Social Ads und Google Ads – Anwendung in der Praxis

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Plattformen unterschiedliche Stärken und Schwächen aufweisen. Eine strikte Entscheidung ist nicht unbedingt zielführend, sondern viel sinnvoller ist die Kombination beider. Bevor Sie mit dem Schalten von Werbung beginnen, sollten Sie sich Gedanken über das verfügbare Budget machen. Analysieren Sie zuerst, wo Ihre Zielgruppe zu finden ist, legen Sie dann den Fokus darauf und setzen Sie Ihr Budget sinnvoll ein.

*Lara Rieger von eMinded.

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