Online-Markenschutz

Social Media ahoi! – Markenpiraten adé

| Autor / Redakteur: Stefan Moritz / Dr. Gesine Herzberger

(Bild: gemeinfrei / CC0)

Eine Marke aufzubauen bedarf Qualität, Arbeit und Zeit. Sie zu bewahren erfordert Vorsicht und Schutz – auch in sozialen Netzwerken. Denn diese ziehen Kunden und Markenfälscher gleichermaßen an.

Social Media sind in der Unternehmenskommunikation kaum mehr wegzudenken. Firmen nutzen Facebook, Twitter und Co., um schnell und unkompliziert mit ihren Kunden und Partnern in Kontakt zu treten, deren Feedback unmittelbar einzuholen und für ihre Waren zu werben. Doch einen Aspekt übersehen viele Markeninhaber: Wo viele Kunden sind, tummeln sich auch Markenpiraten. So auch in den sozialen Medien. Markenhersteller sollten daher konsequent nach Markenschutzverletzungen, Identitätsbetrug, Account-Manipulationen und Produktfälschungen Ausschau halten. Doch viele Firmen verschließen ihre Augen vor Markenmissbrauch im Netz, vor allem in Sachen Social Media: Eine Studie von Grant Thornton zeigt, dass 59 Prozent der Unternehmen keine Risikobewertung ausführen, wenn es um ihre Social-Media-Strategie geht. Auf dem Spiel stehen nicht nur Umsätze, sondern auch die Reputation der Marke, Handelsbeziehungen und Marketingeffizienz. Triftige Gründe, warum Unternehmen gegen die Markenpiraten vorgehen sollten.

Stefan Moritz ist Regional Director DACH bei MarkMonitor.
Stefan Moritz ist Regional Director DACH bei MarkMonitor. (Bild: MarkMonitor)

Markenpiraten kapern die sozialen Medien

Die Masche der Betrüger ist schlau: Erst geben sie sich in sozialen Netzwerken für einen Original-Hersteller aus. Durch Bilder oder die Namen bekannter Marken locken sie Kunden auf ihre Seiten und verlinken dort auf Webshops, in denen sie ihre Fake-Ware anbieten. Kunden können zwischen echter und gefälschter Marke oft keinen Unterschied erkennen – oder freuen sich schlicht über ein „Schnäppchen“. Unternehmen müssen dadurch nicht nur Umsatzeinbußen hinnehmen. Sie verlieren auch das Vertrauen ihrer Kunden, wenn sich die vermeintliche Markenware als qualitativ minderwertig herausstellt.

Soziale Medien bieten für Unternehmen nicht nur Chancen sondern auch risiken durch Markenpiraten.
Soziale Medien bieten für Unternehmen nicht nur Chancen sondern auch risiken durch Markenpiraten. (Bild: MarkMonitor)

Strategisch ein Schutzschild aufbauen

Eine Marke abzusichern und im Social Media-Bereich vor Schaden zu bewahren ist eine langfristige Aufgabe. Sie erfordert eine umfassende Strategie, um aufkommende Fälle von Markenmissbrauch oder Veruntreuung zu bekämpfen. Es gibt eine Reihe von bewährten Ansätzen, die in eine Markenschutzstrategie implementiert werden können.

Dazu gehört zum Beispiel die offizielle Registrierung von Marken auf verschiedenen Social-Media-Kanälen; von Blogs über Mikroblogs bis hin zu unterschiedlichen Netzwerken. Bestimmte soziale Netzwerke verfügen sogar über einen Überprüfungsprozess, bei dem Marken oder Firmen ihre Echtheit bestätigen lassen können. In Netzwerken, die dies nicht anbieten, können Unternehmen dafür sorgen, dass ihre offizielle Webseite über Icons, Informationen und Links verfügt, die ihre Social Media-Kanäle auflisten und zu ihnen verlinken. Weiter unterstützen spezielle Technologien Markenbesitzer dabei, Social Media-Kanäle nach der nicht autorisierten Nutzung von Marken zu durchsuchen. Diese Methode ist am effizientesten und verspricht langfristige Erfolge.

Den Betrügern auf den Fersen

Social Media und Markenpiraten haben eines gemeinsam: Sie entwickeln sich stetig weiter. Das bedeutet, dass Unternehmen soziale Netzwerke laufend überwachen müssen, um einem möglichen Markenmissbrauch vorzubeugen und Betrüger daran zu hindern, Kontakt mit den Kunden aufzunehmen. Sobald ein Markenmissbrauch identifiziert wurde, müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Etwa indem Markeninhaber die Aktivitäten katalogisieren und die Betrüger bei der betreffenden Social Media-Seite melden, damit diese entsprechende Maßnahmen ergreifen kann. So können Unternehmen nämlich nicht nur Vorteile aus der Arbeit mit sozialen Medien ziehen, sondern auch verhindert, dass das hartverdiente Vertrauen der Kunden in die Marke durch Markenpiraten beschädigt wird. Zudem wird dadurch ein Kundendialog möglich.

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