Rückblick CMCX 2019

Strategien, Insights und Trends – das war die CMCX 2019

| Autor: Georgina Bott

Auf der CMCX am 12. und 13. März in München drehte sich alles rund um das Thema „Content Marketing“.
Auf der CMCX am 12. und 13. März in München drehte sich alles rund um das Thema „Content Marketing“. (Bild: © Martin Miseré / Contilla)

Thought Leadership Content auf LinkedIn, Educational Content, Newsroom-Konzepte im B2B – mit all diesen und noch weiteren Themen beschäftigten sich B2B- und B2C-Marketer auf der Content-Marketing Conference & Exposition (CMCX) in München. marconomy war mit dabei und präsentierte den B2B-Content-Marketing-Track.

Mit rund 5.000 Teilnehmern fand die CMCX (Content Marketing Conference & Exposition) am 12. und 13. März in der Messe München zum neunten Mal statt. Auf zwei Haupt-Bühnen, in einer Solution-Area, in der Ausstellung und in zwölf Workshops drehte sich alles rund um Strategien, Insights und Trends im Content Marketing. Wir ziehen in diesem Beitrag Bilanz aus zwei Tagen CMCX.

Ein großes Thema an beiden Tagen waren Influencer. Vom Influencer Marketing rund um den 90. Geburtstag von Mickey Mouse bis hin zur Panel-Diskussion unter anderem mit den beiden Influencern Felix von der Laden und Maria Astor, erfuhren die Teilnehmer in insgesamt fünf Vorträgen und einem Workshop, wie Influencer Marketing in Unternehmen umgesetzt werden. In Zusammenhang damit, spielten auch die sozialen Medien eine wichtige Rolle, die vor allem auch für den B2B-Bereich immer wichtiger werden.

Auf der Konferenz wurde eine Studie von LinkedIn und Edelmann zum Thema „Thought Leadershop Content auf LinkedIn“ vorgestellt, die das Verhalten und die Präferenzen verschiedener User in Social Media aufzeigt. Demnach geht der Trend in der Kommunikation immer mehr in Richtung persönlichen Kontakts, zum Beispiel in Form von Messenger Marketing oder persönlichen Empfehlungen.

Content Marketing Studie und das Aufbrechen von Silos im B2B

Neben der Studie rund um die sozialen Medien wurde auf der CMCX noch eine weitere Studie vorgestellt: die „Content Marketing Trendstudie 2019“ von Statista, dem Content Marketing Forum und der CMCX. Die Inhalte der Studie haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst:

Studie zeigt Status quo und Trends im Content Marketing

„Content Marketing Trendstudie 2019“

Studie zeigt Status quo und Trends im Content Marketing

20.03.19 - Marketing Automation wird in Zukunft einer der wichtigsten Trends für das Content Marketing – das zeigt die aktuelle „Content Marketing Trendstudie 2019“. Die Studie geht sowohl auf Trends als auch auf den aktuellen Stand von Strategien, Quellen und Formaten, sowie der Erfolgsmessung im Content Marketing ein. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse für Sie zusammengefasst. lesen

Aber auch kritische Töne in Bezug auf Clickbaiting und den Umgang mit Fake-News kamen während der beiden Konferenztage immer wieder zur Sprache. Unternehmen sollten also wieder mehr selbst entscheiden, welchen Content sie veröffentlichen, statt sich von außen zu stark beeinflussen zu lassen. Wichtig ist dabei immer der Fokus auf die Zielgruppe und das ständige Optimieren der Strategie sowie des Contents selbst.

Um eine Strategie für das Content Marketing in großen Unternehmen aufzustellen, gilt es aber zunächst Silos aufzubrechen. Im Vortrag von der Krones AG, Hersteller von Anlagen für die Getränkeindustrie, kam dies zur Sprache. Mit dem Newsroom-Konzept, welches das Unternehmen eingeführt hat sollen einzelne Teams aus dem Silodenken herausgeholt und in der „Content Arena“ vereinigt werden. Hier wird das gesamte Content Know-How regelmäßig gebündelt und Themen die im Unternehmen zur Kommunikation anstehen besprochen. So soll in Zukunft auch über Ländergrenzen hinweg eine ganzheitliche Kommunikation gewährleistet werden.

B2B-Content-Marketing-Track powered by marconomy

Neben spannenden Vorträgen von adidas, Disney und Co. wurde auch für die B2B-Marketer unter den Konferenz-Teilnehmern ein Special im Programm aufgesetzt. Und da darf marconomy als relevantestes Fachportal für B2B Marketing und Kommunikation natürlich nicht fehlen. Deshalb wurde der B2B-Content-Marketing-Track in Zusammenarbeit mit uns konzipiert und durchgeführt. Moderiert wurde das Programm von Julia Oppelt, Head of marconomy. Zu Beginn legte sie dem Publikum dar, wie Content Marketing in B2B Unternehmen aussehen kann und zeigte außerdem die Unterschiede zum Consumer Bereich auf:

„Content Marketing kann und sollte auch für Industrieunternehmen erfolgreich eingesetzt werden. Allerdings ist eine andere Vorgehensweise als im Consumer Bereich erforderlich, denn die Zielgruppe konsumiert Inhalte schlichtweg unterschiedlich. 82 Prozent der B2B Entscheider nennen gut aufbereitete Fachartikel als relevanteste Informationsquelle, wohingegen im B2C „Snackable Content“, also schnell und einfach konsumierbarer Inhalt bevorzugt wird.“

Passend für die B2B Entscheider wurde das Programm des B2B Tracks von marconomy und der CMCX fachbezogen und praxisnah erstellt. „Vollblut-B2B-Marketer“ Olaf Mörk war der erste Referent im B2B Slot. Er sammelte in den letzten 20 Jahren bei großen B2B-Unternehmen, wie Dehn + Söhne oder Wenzel, jede Menge Erfahrung. So konnte er in seinem Vortrag von verschiedenen Content-Marketing-Kampagnen aus verschiedenen B2B-Unternehmen berichten. Die zentralen Fragestellungen seines Vortrags waren: Was passiert wenn mein Content nicht mehr funktioniert und welcher Content wird an welcher Stelle gebraucht? Seine Antwort: einfaches Content-Marketing über Produkte funktioniert in der digitalen Welt nicht mehr. Was es braucht ist „Content 4.U“. Dieser setzt sich aus Educational Content und SEO-Content zusammen. Der Bildungsbedarf in der B2B-Zielgruppe ist extrem hoch, daher sollten Content-Marketer den sogenannten Educational Content für sich nutzen. So können Gesetzesänderungen beispielsweise perfekt genutzt werden, um darüber durch Content Marketing aufzuklären und so neue Leads aus der Zielgruppe zu generieren.

Im zweiten Vortrag des B2B-Content-Marketing-Tracks erfuhren die Teilnehmer von Christine Spohn und Jens Schröter, wie das B2B-Unternehmen Linde, Hersteller von Industriegasen, „ganz pragmatisch ins Storytelling & Content Marketing startet“. Ziel von Linde war es, sich als führendes Technologieunternehmen zu platzieren – und das innerhalb von drei Monaten mit dem noch vorhandenen Kommunikationsbudget. Deshalb hieß das Credo des Projekts „Digital First“. So können die Botschaften am schnellsten verbreitet und das Positionierungsprojekt am agilsten gestartet werden. Eines der Keylearnings, das die beiden Referenten den Teilnehmern mit auf den Weg gaben: Gerade bei Content-Marketing-Projekten, die kurzfristig umgesetzt werden sollen, sollten Marketer auf bereits bestehende Content-Ressourcen zurückgreifen – hiervon gibt es meistens schon einige im Unternehmen und sie können schnell in eine neue Strategie integriert werden.

Alle guten Dinge sind drei – deshalb komplettierte Philipp Moder von Phocus Direct Communication mit dem dritten Vortrag im B2B-Content-Marketing-Track die Runde. Er beschäftigte sich mit dem Thema „Komm, wir gehen Kunden fangen! Content muss sich monetarisieren!“. Seine Botschaft: Content muss sich monetarisieren und aktiv zur Umsatzgenerierung beitragen. Diese neue Rolle des Content Marketings erfordert in Unternehmen ein neues Denken und Handeln, weg von Inhalten und Aktivitäten, die ausschließlich zur Steigerung der Markenbekanntheit und Reichweite beitragen. Content müsse Leads durch den Sales Funnel „pushen“, zum Beispiel mit Marketingautomation. Folglich wird das Marketing in Zukunft für den Umsatz mitverantwortlich sein und neue KPIs werden sich daraus ergeben. Deshalb brauche es für den optimalen Prozess eine gut durchdachte Inbound-Marketing-Strategie.

Um den Track abzurunden, folgte im Anschluss an die drei Vorträge noch eine Panel-Diskussion mit den Referenten, in der Julia Oppelt gezielte Fragen rund um Buying Center, Voice Marketing und das Überzeugen von Stakeholdern in B2B-Unternehmen stellte. Die Erkenntnisse aus der Diskussion zeigen auf, dass Content Marketing gerade im B2B-Bereich einen hohen Stellenwert haben sollte.

Unsere 5 Learnings der CMCX in Kürze

  • 1. Voice-Marketing ist noch nicht ganz in der B2B-Zielgruppe angekommen, wird aber sicher kommen. Deshalb sollten sich B2B-Marketer bereits jetzt damit beschäftigen!
  • 2. In einer immer digitaler werdenden Welt, wird der persönliche Kontakt zur Zielgruppe immer wichtiger. Mit der entsprechenden Social Media Strategie kann das zum Teil abgedeckt werden. Kampagnen über Messenger oder persönliche Empfehlungen spielen dabei eine wichtige Rolle.
  • 3. Silos müssen aufgebrochen werden! Alle internen Ressourcen sollten gebündelt werden, nur so kann der richtige Content zur richtigen Zeit erstellt und ausgespielt werden.
  • 4. Gas geben – einfach machen, testen und immer wieder optimieren. Ein agiles Vorgehen, gerade in Sachen Content Marketing lässt Raum für gute Ideen und kann zu mehr Erfolg verhelfen.
  • 5. Sei kreativ und habe Spaß dabei! Um Content-Marketing glaubwürdig und erfolgreich zu betreiben ist vor allem Kreativität in der Erstellung gefragt. Die KPIs sind zwar sehr wichtig, aber sollten nicht alleine unsere Inhalte bestimmen.

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