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Studie zur Nutzung von iPad und Co. Tablet PCs werden in Zukunft aus deutschen Wohnzimmern nicht mehr wegzudenken sein

| Redakteur: Natalie Wander

Tablet PCs im Allgemeinen und Apples iPad im Besonderen haben sich fest auf dem deutschen Computermarkt etabliert. In den kommenden fünf Jahren dürften in Deutschland annähernd 20 Millionen Tablets verkauft werden.

Bis zu 15 Prozent der Deutschen werden 2016 einen Tablet PC haben.
Bis zu 15 Prozent der Deutschen werden 2016 einen Tablet PC haben.
(Bildquelle: Apple)

So prognostiziert die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Im Jahre 2016 werden zwischen 10 und 15 Prozent der Konsumenten zu aktiven Nutzern flacher Computer mit berührungsempfindlichem Bildschirm zählen, im Jahr 2011 waren es erst zwischen drei und vier Prozent.

Die Neuerungen des iPad 3

Besonders ausgeprägt ist das Interesse am iPad und verwandten Geräten bei den internetaffinen Konsumenten. In diesem Zusammenhang passend – am 16. März wird das neue iPad auf den Markt kommen. Spannend werden vor allem die neuen Updates von iPhoto, iMovie und iWork sein. iPhoto beinhaltet bahnbrechende Multi-Touch-Funktionen mittels derer man anhand simpler Gesten hunderte von Fotos sortieren und die besten Aufnahmen finden, Bilder mit einem Fingerspitzen-Pinsel verbessern und retuschieren und beeindruckende Fotojournale über iCloud mit anderen teilen kann. iMovie hingegen bietet nun die Möglichkeit erstaunliche Filmtrailer zu erstellen, während man HD-Filme mit iPad und iPhone aufzeichnet. Zudem gibt es neue Versionen der iWork Apps für iOS. Diese nutzen – wie die anderen Apps übrigens auch – das Retina Display des neuen iPads. iWork bietet nun 3D-Grafiken, mit denen man beeindruckende 3D-Balken-, -Linien, -Bereiche- und –Kuchendiagramme erstellen und betrachten kann. Pages unterstützt nun Querformat-Orientierung auf iPhone und iPod touch und Keynote erhält neue Formen und Übergänge wie Iris, Shimmer, Wipe, Flame, Swing und Fade Through Color.

Wie aus einer PwC-Befragung unter 1.000 Online-Nutzern im Januar 2012 des Weiteren hervorgeht, haben derzeit nur 36 Prozent der User gar kein Interesse am Erwerb eines Tablet PC. Für viele Konsumenten ist vor allem der hohe Preis der aktuellen Geräte abschreckend: Ein Fünftel der Befragten würde ein Tablet kaufen, wenn es günstiger wäre.

“Die Tablets sind gekommen, um zu bleiben. Immer neue Anwendungen, eine weitere Ausdifferenzierung für unterschiedliche Nutzerbedürfnisse und vor allem sinkende Preise werden in den kommenden Jahren für einen stetig steigenden Marktanteil der Geräte sorgen”, erwartet Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC.

Tablet für die Couch

Da die Gesamtzahl der verkauften Computer in Deutschland in den kommenden fünf Jahren annähernd konstant bleibt, geht das Wachstum der Tablets zulasten anderer Computer-Kategorien, insbesondere der Netbooks. Im Jahr 2016 wird voraussichtlich jeder dritte verkaufte PC ein Tablet sein, 2011 lag der Marktanteil erst bei rund 15 Prozent.

Die Domäne des Tablet PC ist zumindest bislang der Privathaushalt. Fast 86 Prozent der im Auftrag von PwC befragten 500 Tablet-Nutzer verwenden das Gerät vor allem oder sogar ausschließlich zu Hause. Jeder Zweite nutzt das Tablet oft unterwegs und nur etwa 40 Prozent haben auch im Beruf mit dem Tablet zu tun.

Die überwiegend private Verwendung des Tablet PC erklärt auch die überragende Bedeutung von Internet- und Medienanwendungen. Neun von zehn Befragten lesen mit ihren Tablets zumindest gelegentlich Informationen zum aktuellen Geschehen, ebenso viele schreiben ihre E-Mails auf dem Tablet. Das Lesen von elektronischen Zeitungen und Zeitschriften ist für fast zwei Drittel der Tablet-Nutzer Routine und fast 70 Prozent nutzen über Tablet soziale Netzwerke.

Ein Tablet ist eindeutig mehr als ein E-Reader mit Internetzugang: Für fast alle abgefragten Funktionen und Anwendungen ist der Anteil der Konsumenten, die diese zumindest “manchmal” benutzen, relativ hoch. Das gilt beispielsweise für Videospiele, die von 55 Prozent der Nutzer wenigstens gelegentlich auf dem Tablet verwendet werden, oder auch für das Fernsehen via Tablet (53 Prozent).

“Tablets stellen also für Medienunternehmen eine äußerst attraktive Plattform dar, um ihre Nutzer, Leser und Hörer mit digitalen Angeboten zu erreichen und damit mittelfristig neue Erlöse zu generieren”, sagt Ballhaus.

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