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Umfrage Trends und Chancen des E-Commerce in Europa

| Redakteur: Georgina Bott

Wie sieht die E-Commerce-Branche ihre aktuelle Situation, ihre Zukunft und Chancen? Was sind Hindernisse in der Internationalisierung der Geschäfte und welche großen Marktbarrieren gibt es? Um das herauszufinden, wurden Online-Shops aus 13 europäischen Ländern befragt.

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Welche Trends und welche Chancen kommen auf den E-Commerce-Markt in Europa zu? Eine Umfrage hat das Herausgefunden.
Welche Trends und welche Chancen kommen auf den E-Commerce-Markt in Europa zu? Eine Umfrage hat das Herausgefunden.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Der E-Commerce boomt schon seit Jahren. Alleine in Deutschland kaufen fast drei Viertel aller Internet-Nutzer monatlich online ein. Aber auch in Europa ist der Online-Handel weiter auf dem Vormarsch: im vergangenen Jahr lag der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent höher. Aus diesem Grund gibt es immer mehr Firmen, die in den Wettbewerb um die Kunden einsteigen. Um mithalten zu können und auf dem globalisierten Markt zu überleben, müssen die E-Commerce-Anbieter ihr Produkt stetig verbessern und in Ihre Zukunft investieren um die Kunden weiterhin zu erreichen.

Eine Umfrage von Ladenzeile wurde im Sommer 2017 durchgeführt und hatte das Ziel, ein besseres Verständnis für die aktuelle Situation und die Chancen im Markt zu bekommen. Die Mehrzahl der befragten Shops kommen aus dem Mode-, Schuh- und Textil-Sektor (58 Prozent), gefolgt von Einrichtung und Möbel. Aber auch einzelne Shops aus anderen Branchen wurden gefragt.

Status Quo

Die Ergebnisse zeigen eine Zufriedenheit (56 Prozent) oder moderate Zufriedenheit (31 Prozent) mit der aktuellen Situation im Markt. Dementsprechend optimistisch blicken die Befragten in die Zukunft: 52 Prozent zeigen sich optimistisch oder moderat optimistisch (26 Prozent).

Marktbarrieren

Die Präsenz großer Wettbewerber und die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen sind die wichtigsten Faktoren, die die Expansion in andere Märkte verhindern. Barrieren für die Verbraucher sehen die Unternehmen vor allem im Misstrauen seitens der Kunden bezüglich der Sicherheit beim Zahlungsvorgang als auch am fehlenden Bezug zum Produkt.

Zukunft

Insgesamt denken 83 Prozent der befragten Shops, dass ihr Markt teilweise oder ganz den aktuellen Trends folgt. Die Zukunft bestimmt für die Mehrzahl innovative Zahlungsmethoden (70 Prozent) ein Mix aus Online- und Offlinepräsenz (70 Prozent), Nutzung von Big Data (65 Prozent) sowie neue Versandoptionen (64 Prozent). Nur 37 Prozent setzen auf Tests mit Chatbots in der zukünftigen Kommunikation mit Kunden.

Internationales Geschäft

72 Prozent der befragten Shops verkaufen ihre Produkte im In- und Ausland. Davon werben 50 Prozent aktiv auch in den ausländischen Märkten. Dabei sind vor allem folgende Faktoren hinderlich: Lieferlogisitk, Konkurrenz im ausländischen Markt und die sprachliche Adaption der Plattform. Strenge Restriktionen und ungünstige Währungsumrechnung scheint hingegen keine Rolle zu spielen.

Erreichen der jüngeren Zielgruppe

Eine der wichtigsten Zielgruppen des E-Commerce ist die Zielgruppe von 18 bis 34, die sogenannten Millennials. Um diese zu erreichen, haben 86 Prozent ihre Präsenz in den sozialen Medien erhöht, aber auch andere Maßnahmen wie Display Kampagnen, Kooperationen mit Influencern und Content Marketing (ohne Video) werden genutzt. Bei den sozialen Medien ist Facebook immer noch ganz weit vorne, 90 Prozent der Shops nutzen die Plattform, gefolgt von Instagram (76 Prozent) und Twitter (41Prozent).

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