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Teil 3: Payment Strategien für Händler Von der richtigen Payment Strategie profitieren

Autor / Redakteur: Johannes F. Sutter / Elena Koch

Der Kunde ist König. Händler müssen die schier grenzenlosen Anforderungen der Konsumenten und Unternehmen an ein Shoppingerlebnis der eigenen Strategie gegenüberstellen. Worauf gilt es zu achten?

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Mobile Payment oder doch lieber altbewährte Barzahlung? Bequemlichkeit und Sicherheit sind zwei wichtige Aspekte bei dieser Frage.
Mobile Payment oder doch lieber altbewährte Barzahlung? Bequemlichkeit und Sicherheit sind zwei wichtige Aspekte bei dieser Frage.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Auf Instagram gesehen, unterwegs auf Facebook geliked oder im Laden aufgestöbert – Kunden entdecken Produkte auf unterschiedlichen Wegen. Händler, die verstehen, wie ihre Kunden quer über alle Verkaufskanäle agieren und ihr Angebot darauf ausrichten, sind klar im Vorteil. Sie können durch vielfältige Zahlungsmöglichkeiten und Zusatzleistungen das Kauferlebnis über alle Kanäle weiter ausbauen. Bei allem Kundenfokus dürfen sie dabei jedoch Kostenaspekte und Sicherheitsstandards nicht aus den Augen verlieren. Welche Faktoren gilt es zu berücksichtigen? Und wie unterstützt die passende Payment-Lösung eine ausgereifte Omnichannel-Strategie?

Die richtige Vernetzung der Kanäle zahlt sich aus

Laut einer EHI-Studie wünschen sich 71 Prozent der Konsumenten, dass sie Ware online bestellen, bezahlen und diese dann im Laden abholen können. Händler, die „Click and Collect“ anbieten, steigern ihren Verkauf um durchschnittlich zwölf Prozent. Ebenso viele potenzielle Käufer wünschen sich die Einführung von „Click and Return“: Ein Konsument bestellt und bezahlt ein Produkt online. Er bekommt es nach Hause geliefert und kann es nach Anprobe im Laden umtauschen. Der Betrag wird ihm auf das Konto zurücküberwiesen, das er zur Bezahlung benutzt hat – ohne seine genutzte Karte dabeihaben zu müssen. Ein solches Angebot steigert nicht bloß die Kundenzufriedenheit, sondern auch den Verkauf um 18 Prozent.

Effizienz & Einfachheit – die Anforderungen an Händler

Der Händler ist gefordert, die verschiedenen Erwartungen der Verbraucher, Marken und Unternehmen beim Einkauf im Ladengeschäft wie auch auf den verschiedenen Online-Kanälen zu erfüllen. Dazu gehört es, einheitliche Services anzubieten und Chancen für Zusatzverkäufe möglich zu machen. Ein ganz entscheidender Faktor ist die Akzeptanz vielfältiger Zahlungsmöglichkeiten, so dass der Kunde jederzeit wählen kann, wie er bezahlen möchte, unabhängig davon, ob er im Geschäft einkauft oder online bestellt. Händler sollten das gesamte Spektrum von Zahlungsmitteln anbieten: von der Überweisung über PayPal und EC- und Kreditkarte bis hin zu Mobile Payment. Neben der Bequemlichkeit ist aber auch die Sicherheit von großer Bedeutung. Kunden vertrauen darauf, dass Händler ihre persönlichen Daten sicher verwahren.

Ein integriertes Zahlungssystem – eine Investition in die Zukunft

Auf Händlerseite wiederum ist ein kanalübergreifender Überblick über alle Zahlungseingänge wichtig, die effiziente Abwicklung von Rückerstattungen auf allen Vertriebskanälen und eine nahtlose Integration in das Backoffice-System. Gleichzeitig gilt es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Umsatzgenerierung und Kundenerwartungen zu schaffen. Jede Lösung muss flexibel genug sein, um auch künftigen Bedürfnissen gerecht werden zu können: „Die Einführung eines geeigneten Mix unterschiedlicher Zahlungsmöglichkeiten auf allen Kanälen macht sich rasch mit erhöhter Kundenzufriedenheit und optimierten Prozessen bezahlt“, erläutert Hermann Gmeiner-Wagner, Inhaber von Juwelier Wagner, Wien.

Den Kunden verstehen: wertvolle Einsichten mithilfe aufschlussreicher Analysen

Entscheidend ist heute, die vielfältigen Informationen, die Kunden beim Einkauf hinterlassen, mit den passenden Analyse-Tools auszuwerten. Das Stichwort lautet Big Data. Einige Unternehmen schreckt das Thema ab, aber hier schlummert ein enormes Potenzial. Mit der richtigen Softwarelösung wird aus der Herausforderung eine Chance für das eigene Geschäft. Die Vorteile sind vielfältig: Die eigenen Arbeitsprozesse können auf diese Weise optimiert und die Kenntnisse über den Kunden verbessert werden. Eine Win-Win-Situation für den Händler und den Kunden.

* Johannes F. Sutter ist Head E-Commerce Sales Germany bei SIX Payment Services.

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