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Technische Dokumentationen – Teil 3 Wachstumstreiber hybride Produktkommunikation

| Autor / Redakteur: Nicole Gauger* / Lena Müller

Kaufentscheider informieren sich über Investitionsgüter auf unterschiedlichen Kanälen, sowohl im Online- als auch im Print-Bereich. Diese Cross Channel Customer Journey führt dazu, dass Produktbeschreibungen und Technische Dokumentationen für die Print- und Online-Welt aufbereitet sein sollten.

Kaufentscheider informieren sich über Investitionsgüter auf unterschiedlichen Kanälen, sowohl im Online- als auch im Print-Bereich.
Kaufentscheider informieren sich über Investitionsgüter auf unterschiedlichen Kanälen, sowohl im Online- als auch im Print-Bereich.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Wie bereits im vorangegangenen Artikel beschrieben, sind B2B-Anbieter gut beraten, ihre Produktinformationen zentral in einer Quelle, dem Single Point of Truth, vorzuhalten. Damit verhindern sie eine redundante Datenhaltung und ersparen sich das mühsame Zusammenstellen für ihre Verkaufsunterlagen.

Ein weiterer Aspekt ist, dass die Informationen Multi-Channel-fähig sein sollten, damit sie sowohl für die Produktion von gedruckten Katalogen oder Broschüren als auch auf Marktplätzen, Webseiten oder Shops veröffentlicht werden können.

Anyplace, anywhere, anytime

Die meisten Kunden verfolgen das Ziel, bei innovativen Anbietern einzukaufen, also bei denen, die neue Produkte und Dienstleistungen auf Grundlage der Kundenbedürfnisse und neuer Technologien einführen. Dazu gehört auch, dass der Anbieter aktuelle Produktinformationen sowohl in Print als auch online zur Verfügung stellt. Denn oftmals sind bei Kaufentscheidungen mehrere Personen eines Unternehmens involviert, die unterschiedliche Vorlieben bei der Informationsrecherche nach passenden Produkten haben.

Zweifelsohne ist der Anteil derer gestiegen, die, unabhängig davon, ob sie gerade im Internet surfen oder mit ihrem Tablet-PC oder Smartphone unterwegs sind, auf Produktinformationen zugreifen wollen. Hinzu kommt, dass immer mehr Anbieter Apps entwickeln, die Produktkonfiguratoren, technische Anleitungen oder Datenblätter beinhalten. Und auch der „gute alte“ Printkatalog ist nach wie vor ein wichtiges Vertriebsinstrument. Er wird zwar nicht mehr unbedingt als Bestellvorlage genutzt, steht aber oftmals in Fachabteilungen als Nachschlagewerk im Regal.

Cross-Media-Publishing eliminiert Konvertieraufwand

Mit dem Einsatz von QR-Codes lassen sich Kataloge oder Broschüren bequem mit dem erweiterten Informationsangebot auf der Unternehmenswebseite im Internet oder in der App verbinden. Hier kann der Kunde bzw. Interessent gezielt durch die Produktbeschreibungen, technischen Details usw. navigieren. Verlinkungen auf Zubehörteile oder auf komplementäre Produkte steigern die Verkaufschancen. Datenblätter mit technischen Details werden optional als PDF zum Download angeboten. Durch diese enge Kopplung zwischen Print und Online kann der Anbieter die Synergieeffekte der Kommunikationswege optimal nutzen und seinen Kunden und Interessenten jederzeit bedarfsgerechte Informationen zur Verfügung stellen. Mit einer Verknüpfung zum Onlineshop wandern dann noch die gewünschten Produkte direkt in den Warenkorb. So wird die Bestellung zu einer positiven Customer Experience.

Wenn sich ein Unternehmen für eine solche Multi-Channel-Strategie entscheidet, ist es gut damit beraten, Produktinformationen und Dokumentationen in einem medienneutralen Format vorzuhalten (Stichwort: Single Source Publishing). Andernfalls wäre es erforderlich, dass die Daten für das jeweilige Ausgabeformat konvertiert werden müssen. Anbieter von Redaktions- beziehungsweise Product Information (PIM)-Systemen nutzen oftmals das XML-Format. XML steht für eXtensible Markup Language und trennt Inhalt von Layout. Letzteres wird erst bei der Publikation in das gewünschte Ausgabeformat hinzugefügt. Informationen lassen sich so ohne großen Konvertieraufwand in verschiedensten Medien und Vertriebskanälen veröffentlichen. Niederlassungen, die auf mehrere Standorte verteilt sind, sind in der Lage, mit wenigen Mausklicks individuelle Informationsbroschüren (Print-on-Demand) zu generieren.

Fazit

Die agile Produktkommunikation auf allen Kanälen bedeutet das Zusammenführen von Medien und erlaubt die Interaktion mit zusätzlichen Informationsangeboten. Damit tragen B2B-Anbieter dem geänderten, multimedialen Rechercheverhalten ihrer Kunden und Interessenten Rechnung. Produktdaten und Technische Dokumentationen stehen gedruckt und online bedarfsgerecht zur Verfügung – eine gute Voraussetzung für die Gewinnung neuer Kunden und deren Bindung.

Im nächsten Beitrag beschreibt Nicole Gauger, welche Voraussetzungen B2B-Anbieter erfüllen sollten, damit sie auf dem internationalen Parkett erfolgreich agieren.

*Nicole Gauger ist Geschäftsführerin der Presseagentur good news! und Herausgeberin des Informationsportals dokuworld.

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