Automatisierung im Marketing Warum die Automatisierung in der Marketing- und Kreativbranche von Dauer sein wird

Ein Gastbeitrag von Warren Daniels*

Marketing-Experten sind ständig auf der Suche nach den großen Ideen, die ihre Kampagnen und letztlich ihre Marke voranbringen. Die Veränderungen des Marktes in den letzten Jahren sowie die Auswirkungen der Pandemie haben dazu geführt, dass wir die Arbeitsweise der Branche aus einer völlig neuen Perspektive gesehen haben. Wieso Automatisierung in diesem Feld von Dauer sei wird.

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Mit Automatisierungstechnologien können Marketer sich wiederholende und zeitaufwändige Aufgaben, wie kleinere Anpassungen an Inhalten, rationalisieren.
Mit Automatisierungstechnologien können Marketer sich wiederholende und zeitaufwändige Aufgaben, wie kleinere Anpassungen an Inhalten, rationalisieren.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Die erste wichtige Erkenntnis für die Marketing-Manager in den letzten 18 Monaten ist, dass die Marketingaktivitäten auch in entlegenen Gebieten fortgesetzt werden konnten. Die Technologie hat dabei eine Schlüsselrolle gespielt. Noch bevor wir das Schlimmste der Pandemie überwunden hatten, ermöglichte es die Technologie jedem Unternehmen, über eine Reihe digitaler Plattformen besser mit seinen Kunden in Kontakt zu treten und mit dem nicht abreißenden, ständigen Strom von Inhaltsanforderungen Schritt zu halten.

Hörten Marketing-Verantwortliche früher das Wort „Automatisierung“, verstanden sie es oft als ein Fortschritt, der nur Arbeitsplätze vernichten und die Kreativität in Marketing und Werbung bedrohen würde. Heute aber hat sich die Einstellung zur Technologie zum Positiven gewandelt. Denn die Tools, an die wir uns inzwischen gewöhnt haben und die uns ans Herz gewachsen sind, haben unsere betriebliche Effizienz und Effektivität erhöht. Diese Lösungen haben es den Branding-Teams ermöglicht, fesselndere Ideen zu entwickeln und die wachsende Nachfrage nach Inhalten zu befriedigen - was wir als „Content Crunch“ bezeichnen - und dies in Zusammenarbeit und in viel größerem Umfang als je zuvor.

Wie genau sieht also die Automatisierung im Marketing aus?

Kreativität in großem Umfang

Seit einiger Zeit ist uns bereits bekannt, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Verbraucher immer kürzer wird. Nach Angaben von Nielsen and Taboola ist sie auf nur noch acht Sekunden gesunken. Dies und die wachsende Zahl digitaler Plattformen haben den Bedarf an aufsehenerregender Kreativität noch erhöht. Die verkürzte Aufmerksamkeitsspanne hat auch den Wunsch verstärkt, die Marketingprozesse zu beschleunigen, damit die Inhalte zum richtigen Zeitpunkt erstellt und an die richtige Person geliefert werden können - und zwar auf eine Weise, die ihren Kaufgewohnheiten und -bedürfnissen entspricht.

Im Jahr 2020 glaubten noch 23 Prozent der Marketing-Experten, dass Marketing-Aktivitäten nicht automatisiert werden können. Nach den Ergebnissen des Bynder-Berichts „State of Branding“ ist dieser Anteil auf nur noch 1 Prozent gesunken. Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit der Nutzung digitaler Plattformen durch die Verbraucher zur Kontaktaufnahme sowie mit dem Vorstoß zur digitalen Transformation in einer vernetzten Welt.

Schließlich brauchen Marketing-Manager mehr Inhalte, um an jedem möglichen digitalen Touch Point zu kommunizieren. Die Bereitstellung einer großen Menge an kreativen Inhalten stellt jedoch eine große zeitliche und finanzielle Herausforderung dar, vor allem dann, wenn sie den kreativen Freiraum für die Entwicklung großer und wirkungsvoller Ideen raubt. Mit Automatisierungstechnologien können Marketer sich wiederholende und zeitaufwändige Aufgaben, wie z. B. kleinere Anpassungen an Inhalten, rationalisieren. Durch die Möglichkeit, Inhalte automatisch an das Feedback des Publikums und an verschiedene Online-Plattformen sowie an geografische und kulturelle Gegebenheiten anzupassen, profitieren die Kreativen wirklich.

Sobald ein Großteil der alltäglichen Prozesse wegfällt, wird Kapazität der Marketing-Experten für strategischere Aufgaben frei, die zu einer besseren Kampagnenleistung und Skalierbarkeit beitragen. Und die Kreativen können das tun, was sie am besten können: kreative Ideen entwickeln. Dies ermöglicht zudem ein besseres Brand Storytelling, das das Interesse der Kunden weckt und zu einer besseren Brand Experience führt.

Stärkung der digitalen Erlebnisse

Mit der Vorherrschaft des digitalen Marketings stehen Markenerlebnisse an erster Stelle. Für die Marken, die sich des digitalen Marketings bedienen, ist ein großartiges digitales Erlebnis entscheidend, um sich von der Online-Konkurrenz abzuheben. Insbesondere für B2B-Unternehmen bedeutet der jüngste Rückgang der persönlichen Interaktionen, dass die Verbindung mit den Kunden eine neue Taktik erfordert.

An dieser Stelle kommen Personalisierung und Kreativität ins Spiel. Ein verallgemeinerter Ansatz für digitales Marketing führt nicht mehr zur starken Kundenbindung. Und da 85 Prozent der Marketing-Experten und Kreativen in unserer Umfrage angaben, dass die Nachfrage nach Inhalten im vergangenen Jahr gestiegen ist, ist es wichtig, dass sie nicht den Fehler begehen, glanzlose Markeninhalte anzubieten, nur um mit den Anfragen Schritt zu halten.

Viele Marketing-Manager versuchen nun, die Fülle an Daten, die digitale Plattformen bieten, zu nutzen, um jede einzelne Interaktion zu personalisieren und die Kunden mit kreativen Materialien anzusprechen. Wir beobachten bereits, dass große Player wie Spotify datengestütztes Brand Storytelling einsetzen, um ihre Zielgruppe anzusprechen und ein tieferes Verständnis für ihre Nutzerbasis zu entwickeln. Doch viele Marken halten sich zurück - eine mögliche Folge des „Content Crunch“, der die Kreativität ins Abseits drängen kann.

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Content-Erstellung, -Verwaltung und -Verbreitung sind drei wichtige Bereiche, die Marken rationalisieren müssen, wenn sie größere digitale Erlebnisse schaffen wollen, die konsistent sind und auf Daten und Kreativität basieren. Technologien wie die Automatisierung von Kreativprozessen (zur Übernahme von Sprachlokalisierung, Größenanpassung, Formatänderungen usw.), digitale Markenvorlagen (die eine schnelle Erstellung digitaler Inhalte unter Einhaltung der Designprinzipien ermöglichen) und ein Verwaltungssystem für Kreativressourcen mit Zugriffs- und Nutzungsberechtigungen werden sich als unverzichtbare Bestandteile des Toolkits einer Marke für digitale Erlebnisse erweisen. Dieses Toolkit kann auch durch eine Technologie zur dynamischen Umwandlung von Assets erweitert werden, die Inhalte auf der Grundlage von Kanalspezifikationen optimiert und manuelle Eingriffe in der Distributionsphase überflüssig macht.

*Warren Daniels ist VP of Worldwide Demand Generation bei Bynder.

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