Erfolgsturbo im Wissenszeitalter – Teil 2

Warum die Kooperativen die Nase vorn haben

| Autor / Redakteur: Ulrike Stahl / Georgina Bott

Wettbewerb führt zu Leistungsdruck und Einzelkämpfertum. Dabei fördert die Zusammenarbeit mit Anderen die Kreativität und trägt so zum Erfolg bei.
Wettbewerb führt zu Leistungsdruck und Einzelkämpfertum. Dabei fördert die Zusammenarbeit mit Anderen die Kreativität und trägt so zum Erfolg bei. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Der kokreative Austausch mit Anderen ist der Erfolgsfaktor der Zukunft – und schafft ganz nebenbei ein besseres Arbeitsklima. Diversität sollte gelebt werden. Und gemeinsam kann man gewinnen.

Wettbewerb macht unzufrieden und krank. Wettbewerb entfremdet, beschränkt und stresst. Wettbewerb erzeugt Leistungsdruck, weil Menschen sich anstrengen, zu den Gewinnern zu gehören. Dauernder Leistungsdruck erzeugt chronischen Stress. Stress führt dazu, dass wir uns fokussieren und dank des Adrenalins sogar schneller, besser und effizienter werden. Wir konzentrieren uns darauf, unsere Aufgaben so effizient und schnell wie möglich zu erledigen. Das Resultat: Wir bekommen den Tunnelblick. Wir fixieren uns darauf, unsere Aufgaben alleine zu bewältigen. Der Blick über den Tellerrand, der Austausch mit Anderen, die Frage nach gegenseitiger Unterstützung wird zweitrangig. Die ohnehin vorhandene Tendenz zum Einzelkämpfertum wird dadurch noch verschärft. Erschreckend daran ist, dass wir das Abschottungs- und Wettbewerbsspiel immer weiter mitspielen, obwohl wir spüren, dass es unangenehme Nebenwirkungen hat. Dafür gibt es drei Gründe:

  • 1. Wir glauben, das sei der erfolgreichere Weg zum Erfolg. Und die Erfahrungen in den letzten Jahrzehnten bestätigen dies.
  • 2. Wir haben das Einzelkämpferdasein so gut trainiert und verinnerlicht, dass wir uns nicht vorstellen können, wie es anders geht.
  • 3. Wir sehen in unserem aktuellen Umfeld keinen Spielraum, anders zu handeln. Weil auch um uns herum noch viele Menschen nach alten Spielregeln agieren.

Kooperation wird von Menschen gemacht

Um größeren und stärkeren Anbietern Paroli bieten und Kundenbedürfnisse besser befriedigen zu können, setzen viele kleine Unternehmen bereits auf Kooperation. Seien es eher klassische Ansätze, wie Werbegemeinschaften oder innovative Projekte, wie das Kiezkaufhaus in Wiesbaden. In diesem gemeinsamen Onlineshop der lokalen Hersteller und Einzelhändler in Wiesbaden können die Kunden alles unter einem Dach bestellen und bekommen die Ware noch am selben Tag per Fahrradkurier in Pfandtaschen geliefert. Und natürlich verstehen auch die großen Unternehmen schon lange, dass es wirtschaftlich ist, zu kooperieren. Das Co-Branding, also das gemeinsame Auftreten zweier Marken, wie zum Beispiel beim Jacobs Cappuccino Milka, gehört für uns Verbraucher heute zum Alltagsbild. Doch wie bereits erwähnt: Jede Kooperation ist am Ende nur so erfolgreich, wie die kooperativen Fähigkeiten der Menschen, die daran beteiligt sind.

Kooperation als Erfolgsmodell in der Geschäftswelt

Erfolgsturbo im Wissenszeitalter – Teil 1

Kooperation als Erfolgsmodell in der Geschäftswelt

22.02.18 - Die Natur hat uns eine Art Hybridantrieb mitgegeben, der uns erlaubt, in der Gemeinschaft zu leben, gleichzeitig aber auch eine eigene Identität zu entwickeln und persönlich zu wachsen. Wie man das auf die Geschäftswelt anwenden kann, lesen Sie hier. lesen

Neue Spielräume

Wer bereit ist, sein Wissen und Können so einzubringen, dass es nicht nur ihm selbst dient, sondern dem übergeordneten Ziel, die Interessen möglichst Vieler zu befriedigen, wird im Informations- und Wissenszeitalter nicht nur erfolgreich sein, sondern vor allem auch von einem fairen und wertschätzenden Miteinander profitieren. Früher fraßen die Großen die Kleinen, dann überholten die Schnellen die Langsamen. Doch jetzt haben die Kooperativen die Nase vorn. Kooperative Zusammenarbeit verändert die Perspektive und eröffnet neue geschäftliche Spielräume. Viele Köpfe wissen einfach mehr als einer und stellen sich den komplexen Herausforderungen des Markts gemeinsam erfolgreicher als Einzelkämpfer.

Ergänzendes zum Thema
 
Das Buch zum Thema

Ulrike Stahl ist erfolgreiche Unternehmerin, engagierter Coach und begeisterte Kooperationsbotschafterin.
Ulrike Stahl ist erfolgreiche Unternehmerin, engagierter Coach und begeisterte Kooperationsbotschafterin. (Bild: MM-PR)

Über die Autorin

Silodenken macht Menschen müde. Als Gemeindekämmerin hat Ulrike Stahl das selbst erlebt. Ihren Erweckungsmoment hatte sie bei den Vereinten Nationen, wo Kooperation und Kollaboration weltweit Frieden, Recht und Wohlstand fördern. Seit über 15 Jahren berät sie Unternehmen, Führungskräfte und Entrepreneure, wie sie den Erfolgsfaktor WIR für sich nutzen. Als Professional Speaker und Autorin inspiriert sie mit ihrem Credo: „Kooperativ. Kollaborativ. Kokreativ. So geht WIRTSCHAFT!"

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