Sprachen lernen

Warum sich auch die Weiterbildung digitalisieren muss

| Autor / Redakteur: Sabine Schnorr / Georgina Bott

Nicht jeder Mitarbeiter kann sich die Zeit für einen Kurs vor Ort einplanen. Wie digitale Angebote das lernen von Sprachen erleichtern können.
Nicht jeder Mitarbeiter kann sich die Zeit für einen Kurs vor Ort einplanen. Wie digitale Angebote das lernen von Sprachen erleichtern können. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Gerade in international tätigen Unternehmen ist das Lernen von Fremdsprachen eine wichtige Voraussetzung, um die Zusammenarbeit an unterschiedlichen Standorten zu verbessern. Doch nicht jeder Mitarbeiter kann sich die Zeit für einen festgesetzten Kurs einplanen. Wie digitale Angebote die Weiterbildung unterstützen können.

Berufliche Weiterbildung ist längst nicht mehr nur eine Vorgabe von Vorgesetzten. Mitarbeiter wollen sich neues Wissen aneignen und ihre Fähigkeiten sowie sich selbst optimieren. Beliebt sind dabei besonders Fremdsprachen, denn die investierten Stunden lohnen sich. Mit dem Erlernen einer neuen Sprache wird die Kommunikation im Beruf und im Alltag verbessert. Und gerade im beruflichen Kontext sind sprachliche Unsicherheiten für viele allgegenwärtig: Meetings oder Verhandlungen mit internationalen Kunden führen noch häufig zu Nervosität. Wer sich jedoch sicher bei Vokabular und Grammatik ist, kann auch hier mit Souveränität glänzen, sowohl vor eigenen Arbeitskollegen als auch vor den Kunden. Doch natürlich erfordert das lernen von Sprachen einigen Aufwand und damit ist nicht nur der Fleiß des Lerners gemeint.

Digitale Weiterbildungsangebote

Häufig steckt die Weiterbildung in vielen Unternehmen weiterhin in starren Strukturen. In einigen Betrieben werden beispielsweise Sprachkurse gebucht. Diese werden dann nach Absprache terminiert und der Mitarbeiter muss sie entweder in der Freizeit wahrnehmen oder während der Arbeitszeit zu einem festen Zeitpunkt und an einem bestimmten Ort anwesend sein. Das bedeutet, dass er seinen Arbeitsalltag unter Berücksichtigung der Weiterbildung organisieren muss und nicht flexibel agieren kann.

Mit dem Verbessern der Rahmenbedingungen für das Erlernen einer Sprache – und das gilt für alle betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen – ist es jedoch wahrscheinlicher, dass Mitarbeiter das Angebot nutzen und es erfolgreich abschließen. Bei neu gewonnenen Sprachkenntnissen von Mitarbeitern eröffnen sich dazu eine Reihe von Chancen. So kann beispielsweise der Einkauf effizienter mit internationalen Zulieferern verhandeln oder der Vertrieb zielsicherer neue Märkte erschließen. Auch interkulturelle Kompetenzen werden gestärkt, da sich die Mitarbeiter durch die Sprache auch mit einer neuen Kultur auseinandersetzen. Bei größeren Unternehmen mit internationalen Standorten, ist auch die interne Kommunikation zwischen den Teams ein Aspekt, der durch vereinheitlichte Sprachtrainings verbessert wird.

Die Tür steht offen – sprachlich gut geschulte Mitarbeitern können durchschreiten. Bisher lediglich lokal agierende Unternehmen müssen sich zusätzlich eines vor Augen halten: Sie stehen genauso unter dem Druck der Globalisierung und Digitalisierung, wie international tätige Konzerne. Wenn sie nicht die Möglichkeiten nutzen, Mitarbeitern solche Angebote zu machen und sich international aufzustellen, einer ihrer Konkurrenten wird es auf kurz oder lang tun.

Den Mitarbeiter als Individuum ernst nehmen

Auf der einen Seite steht das Vorankommen des Unternehmens, auf der anderen Seite stehen die Bedürfnisse der Mitarbeiter: Immer mehr Menschen wünschen sich, die im Privaten selbstverständliche Flexibilität auch im Berufsleben. Der Begriff „New Work” ist inzwischen ein Stammgast in vielen Medien. Doch das geflügelte Wort steht neben der flexiblen Arbeitszeitgestaltung für viele weitere veränderte Ansprüche eines Mitarbeiters. Persönliche Entwicklungspläne, flache Hierarchien oder moderne digitale Tools, mit denen er seinen Arbeitsalltag gestalten kann, zählen dazu. Die Individualität jedes Einzelnen wird großgeschrieben. Wieso also starre Weiterbildungsmaßnahmen mit Präsenzpflicht und Frontalunterricht anbieten?

Praxisbeispiel Konica Minolta

Alle Mitarbeiter auf ein Sprachlevel bringen – das war auch das Ziel des IT-Service Provider Konica Monolta. Das Unternehmen stammt aus Japan, in Deutschland hat die Tochter Konica Minolta Business Solutions Europe ihren Sitz in Langenhagen. Damit die Mitarbeiter an unterschiedlichen Standorten besser miteinander kommunizieren können, hat sich das Unternehmen für eine digitale Sprachweiterbildung entschieden. Wie das in der Praxis aussieht? Das erfahren Sie im Praxiscase zum Beitrag am 9. April hier auf marconomy.de.

Sabine Schnorr ist Director Central Europe bei Rosetta Stone.
Sabine Schnorr ist Director Central Europe bei Rosetta Stone. (Bild: Rosetta Stone)

Über die Autorin

Sabine Schnorr ist Director Central Europe bei Rosetta Stone, dem weltweit führenden Anbieter für onlinebasierte Sprachlernprogramme. Seit Gründung der deutschen Niederlassung im Jahr 2010 ist sie für das börsennotierte US-Unternehmen tätig und war zunächst für den erfolgreichen Aufbau des Geschäftskundenmarkts in Deutschland verantwortlich. Seit 2015 leitet Sabine Schnorr das gesamte zentraleuropäische Geschäft. Zuvor war die 48-Jährige bei dem französischen Sprachlernsoftware‐Anbieter Auralog beschäftigt. Schnorr verfügt über ein abgeschlossenes Studium der Informatik mit den Schwerpunkten Software Engineering und IT-Sicherheit.

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