Voice Commerce

Wie B2B-Online-Shops von Sprachassistenten profitieren können

| Autor / Redakteur: Simon Schröer* / Muteber Karacan

Sprachassistenten werden in den nächsten Jahren eine stärkere Verbreitung im B2B-E-Commerce finden.
Sprachassistenten werden in den nächsten Jahren eine stärkere Verbreitung im B2B-E-Commerce finden. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Spätestens seit den Erfolgen von Siri, Alexa und Google Home ist das Thema sprichwörtlich in aller Munde: virtuelle, sprachgesteuerte Assistenten. Was steckt dahinter und welche Rolle spielen sie im B2B-Online-Handel?

Was können Sprachassistenten?

Mit „Voice Commerce“ werden verschiedene Technologien und Ansätze der Informationstechnologie gesammelt, die direkt oder indirekt mit der Sprachverarbeitung zu tun haben. Im Prinzip sind Spracherkennungsdienste bzw. Sprachassistenten die nächste Evolutionsstufe der immer mehr aufkommenden Messaging-Bots. Der Unterschied hierbei ist, dass das gesprochene Wort das Übertragungsmedium ist und der User keine Nachrichten manuell eintippen muss. Die Vision hinter den Sprachassistenten ist die Vereinfachung und Beschleunigung der Mensch-Maschine-Kommunikation, so dass diese möglichst natürlich stattfindet.

Zwar heute noch eher auf das B2C-Business beschränkt, sind Sprachassistenten nicht nur in der Lage, unseren privaten Alltag zu erleichtern – auch im B2B bieten sie Vorteile und können in Zukunft sicher merklich an Bedeutung gewinnen.

Das Internet der Stimme

Internet of Voice

Das Internet der Stimme

17.10.18 - Schreiben ist Silber, Reden ist Gold. Der Trend zum Internet der Stimme krempelt aktuell so einiges um. Zum Beispiel die Suche im Internet oder die Bedeutung von Audio in der digitalen Welt. Denn die Stimme ist die neue Schnittstelle zwischen Mensch und Internet. Wie wirkt sich das auf Marketing, SEO, Content & Co. aus? Und: Wie spricht man im neuen Audio-Universum? lesen

Voice Commerce im B2B-E-Commerce

Abseits von Support- und Feedback-Formularen sind virtuelle „textbasierte“ Assistenten im Onlinehandel noch nicht sehr verbreitet. Sobald es um Sprachassistenten für Webseiten geht, gibt es keinen nennenswerten Anbieter. Denn neben den technischen Herausforderungen auf Entwicklungsseite gibt es weitere Hürden zu meistern. Dazu zählt, dass Menschen, die nicht zu den sogenannten Digital-Natives gehören, häufig ungern mit einem nicht-menschlichen „Gegenüber“ sprechen. Doch mit zunehmender Verbreitung von Siri, Alexa und Co. wird diese Eintrittsbarriere wahrscheinlich bald in den Hintergrund rücken.

Auch verfügen die meisten stationären Computer (Desktop-PCs) kaum über fest eingebaute Mikrofone oder Lautsprecher. Diese werden aber für Sprachassistenten benötigt. Wenn ein Unternehmen seine Zielgruppe für Voice Commerce möglichst effektiv erreichen will, sollte es zunächst auf bewährte Kanäle zurückgreifen: Apples Siri auf Smartphones, Amazons Alexa in Form der Echo-Geräte, Google Home bzw. Google Now oder Cortana von Microsoft. Hierfür können E-Commerce-treibende Unternehmen die für sie relevanten Funktionalitäten entwickeln. Und die sprachliche Interaktion tritt mehr und mehr in den Fokus und die Großen wie Alexa bekommen immer mehr Konkurrenz.

Wenn Chatbots menschliche Sinne nutzen

Chatbots Champions

Wenn Chatbots menschliche Sinne nutzen

31.10.18 - Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten – die fünf Sinne des Menschen können mittlerweile auch schon von Chatbots und Künstlichen Intelligenzen genutzt werden. Wie das aussehen kann und was es mit dem sechsten Sinn der Chatbots auf sich hat. lesen

Die „zukünftige“ Rolle des Voice Commerce im B2B

Denkbar ist, dass B2B-Händler in Zukunft per Smart-Speaker zeitsparend und bequem direkt beim Kunden mit einem ausgeweiteten Service glänzen. Beispielsweise durch das mündliche Abfragen des Bestellstatus zu einer bestimmten Auftragsnummer oder die Möglichkeit für Handwerker, beim Suchen und Bestellen von Ersatzteilen per Sprachassistenz unterstützt zu werden – direkt vor Ort auf der Baustelle.

Generell kann fast jede Funktion einer klassischen Webseite oder Online-Shops über einen Sprach- bzw. Messaging-Assistenten zur Verfügung gestellt werden. Schwierig daran ist der Aufwand, der hinter der entsprechenden Logik steckt. Denn der Assistent ist nur so intelligent wie der dahinterliegende Algorithmus.

Fazit: Hersteller sprachgesteuerter KI-Software arbeiten intensiv an der Weiterentwicklung von Sprachassistenten im B2B. Ob Privatbereich oder Business: Sprachassistenten werden in den nächsten Jahren sicherlich eine stärkere Verbreitung – gerade auch im B2B-E-Commerce – finden.

* Simon Schröer ist Software Architekt bei der netz98 GmbH.

** Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem netz98-Magazin „Zukunftsthemen“.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45588466 / Digitaler Vertrieb)