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B2B-Innovationen Wie ERP-Systeme B2B-Unternehmen helfen – Teil 1

| Autor / Redakteur: David Lauchenauer* / Lena Müller

Über Erfolg und Misserfolg entscheidet vor allem die Innovationskraft von Unternehmen. Während Konzerne dafür eigene Teams und Budget haben, fehlt es dem B2B-Mittelstand an der richtigen Infrastruktur. Business Software schafft hier Abhilfe.

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Über Erfolg und Misserfolg entscheidet vor allem die Innovationskraft von Unternehmen. Kleinen und mittleren Unternehmen fehlen dafür oft die nötigen Ressourcen.
Über Erfolg und Misserfolg entscheidet vor allem die Innovationskraft von Unternehmen. Kleinen und mittleren Unternehmen fehlen dafür oft die nötigen Ressourcen.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Was haben Google, Amazon und Apple gemeinsam? Sie gehören zu den innovativsten Unternehmen der Welt. Kein Wunder, investieren sie doch Unsummen in die Forschung und Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen. Doch wie können kleine und mittlere Unternehmen Schritt halten? Zum einen braucht es den Willen, zu investieren und sich konsequent nach den Anforderungen der Konsumenten zu richten. Zum anderen ist intelligente Business Software wie Enterprise Ressource Planning (ERP) gefragt, die Unternehmen selbst im hektischen Alltag ein effizientes Innovationsmanagement ermöglicht.

Wie das funktioniert, zeigt die dreiteilige Artikelserie. Im Ersten geht es um die Frage, welche Feature heute ERP-Systeme bieten müssen, um Firmen innovativer zu machen und das Potential aktueller Trends auszuschöpfen. Im zweiten Part stehen Mobilität und die Frage im Fokus, wie Mobile Business und Mobile Work den Geschäftserfolg sicherstellt. Der letzte Teil gibt einen Überblick, was bei der Auswahl von zukunftssicheren Systemen zu beachten ist.

Trends umsetzen durch technologische Helfer

Eine zentrale Herausforderung für das Innovationsmanagement von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist Zeit. Konzerne haben häufig eigene Teams – KMUs fehlt hingegen oft die Infrastruktur für Neuschöpfungen. Eine mögliche Basis dafür stellt Unternehmenssoftware dar. Diese ist allerdings meist veraltet und eher eine Be- und keine Entlastung. Um Zeit für Neues zu schaffen, braucht ein ERP-System Features, die Trends wie Customer Contact Management, Internet of Things (IoT) und rechtliche Vorgaben umsetzen.

Customer Contact Management: Big Picture durch Automatisierung

Das Ziel vieler Firmen ist heute ein 360-Grad-Kundenbild. Dafür verlangt es danach, alle Interaktionen zwischen Unternehmen und Auftraggebern zentral zu speichern – zum Beispiel in einem Customer Relationship Management (CRM), das auf Wunsch zum ERP-System gehört. Ziel ist es, neben den Kontaktdaten auch die Interaktionen (E-Mails etc.) zu sammeln. Eine Bedingung stellt die Kontaktanlage dar, die automatisch jegliche Kommunikation einem Kunden oder einem Kontakt zuordnet. Die Vorteile:

  • Firmen sparen Zeit.
  • Es bietet allen berechtigten Mitarbeitern die Chance, die Aktivitäten einzusehen. Verlässt beispielsweise ein Kollege das Unternehmen kann sein Postfach gelöscht werden ohne wertvolles Kundenwissen zu verlieren. Das trägt auch zur Einhaltung des Datenschutzes bei.
  • Dank der zentralen Speicherung erhalten neue und bestehende Teammitglieder einen vollständigen Überblick über die Kundenhistorie.

Auch wenn die automatische Kontaktanlage simpel erscheint, ist sie ein wichtiger Step für Robotic Process Automation – ein Trend, der im digitalen Wandel immer wichtiger wird. Hier lassen sich wiederholbare und regelbasierte Aufgaben des Menschen automatisieren, die Qualität steigern sowie die Kosten reduzieren. Sind die Daten einmal gesammelt, können sich Unternehmen ein ganzheitliches Bild verschaffen, was wiederum bei der Entwicklung kundenzentrierter Angebote hilft.

Internet of Things: Weiterentwicklung durch Vernetzung

Ob das eigene Zuhause oder die Industrie: die Vernetzung von Geräten über das Internet ist nicht aufzuhalten. Auch der Mittelstand sollte sich hier offen zeigen und Berührungsängste überwinden. Denn die Technologie bietet unwahrscheinliche Vorteile. Zum Beispiel durch den Einsatz von Sensoren, die in Echtzeit etwa Lagerbestände messen und diesen Wert über das Web an das ERP-System senden. Hier werden die Daten mit den Soll-Vorgaben abglichen und automatisch Nachbestellungen veranlasst.

Doch IoT kann noch mehr: Dank des Sensoren-Einsatzes kann etwa ein Hersteller von Werkzeugen, sein Angebot erweitern. Durch die Messung des Abnutzungsgrades wird nicht mehr nur das Werkzeug angeboten, sondern auch ein kompletter oder teilautomatisierter Service: Das Supportteam des Herstellers erhält zum Beispiel ein Ticket mit der Info, dass das Gerät nach X weiteren Anwendungen nicht mehr einsatzfähig ist. Das Team kann nun schon vor der eigentlichen Störung einen Termin zur Reparatur und zum Austausch festlegen. So erweitert die Firma mit IoT ihr Portfolio und erhöht die Kundenzufriedenheit.

DSGVO: Einhaltung durch technische Helfer

Auch wenn bereits seit Mai 2018 die europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) gilt, stellt sie immer noch Unternehmen vor große Herausforderungen. Um die komplexen Anforderungen zu meistern und Strafen zu vermeiden, bieten ERP-Systeme Löschkonzepte an, die Daten anonymisieren. Ermöglicht wird das durch Anonymisierungsassistenten, die Kundendaten unwiederbringlich überschreiben oder löschen. Sie bilden für Unternehmen die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die Einhaltung des Datenschutzes.

Gleichzeitig muss eine moderne Business Software Firmen bei der Einhaltung der Aufbewahrungsfrist unterstützen. Idealerweise registriert das Programm bei Einkaufs- und Verkaufsbelegen sowie bei Verträgen, ob der damit verknüpfte Datensatz noch eine gültige Aufbewahrungsfrist hat.

Fazit Teil I: Innovationen brauchen ERP-Systeme

Der Mittelstand ist der Treiber der deutschen Wirtschaft. Damit sich kleine und mittlere Unternehmen auf ihren Alltag konzentrieren und gleichzeitig Trends für sich nutzen können, empfiehlt sich flexible Business Software aus der Cloud. Warum?

  • Zum einen hilft sie dabei, das Business effizienter zu gestalten und in der Planung agiler zu werden: Wächst das Unternehmen, werden einfach neue Lizenzen dazu gekauft. Stagniert die Auftragslage lässt sich die Anzahl wieder reduzieren.
  • Zum anderen ist die Wolke ideal, um schnell und zuverlässig neue Funktionen zu implementieren und innovativen Unternehmen zur Verfügung zu stellen.

Im nächsten Teil geht es dann um die Frage, wie Business Software zu Mobile Business und Mobile Work beitragen kann und somit den Geschäftserfolg sicherstellt.

*David Lauchenauer ist Geschäftsführer und Gesellschafter von Myfactory.

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