Suchen

Content und Performance Wie Inhalte wirken – 10 Shortcuts zu Corporate Publishing

| Autor / Redakteur: Harry Weiland / Gesine Herzberger

Unter der Überschrift „Content & Performance – wie Inhalte wirken“ griff das Forum Corporate Publishing (CP) bei seinem Jahreskongress 2013 gleich zwei wichtige Keywords auf.

Firma zum Thema

Unter der Überschrift „Content & Performance – wie Inhalte wirken” wagte sich das „Forum Corporate Publishing“ bei seinem Jahreskongress 2013 gleich an zwei Schlüsselbegriffe heran.
Unter der Überschrift „Content & Performance – wie Inhalte wirken” wagte sich das „Forum Corporate Publishing“ bei seinem Jahreskongress 2013 gleich an zwei Schlüsselbegriffe heran.
(Bildquelle: FCP/picture alliance, Frank May )

Damit wollte der Interessensverband deutscher Corporate-Publisher vermitteln, dass Content-Marketing kein neuer Trend ist, sondern von CP-Anbietern als zentraler Erfolgsfaktor schon seit Jahrzehnten praktiziert wird. Durch die Setzung des Schwerpunkts Performance Management sollte zudem signalisiert werden, dass die Branche die Bedeutung dieses Aspekts erkannt hat und sich dieser Anforderung stellt. Harry Weiland, Inhaber der Referenzmarketing-Agentur casestudies.biz, hat am Forum Corporate Publishing teilgenommen und seine zentralen Erkenntnisse für marconomy in zehn kurzen Shortcuts zusammengefasst.

Corporate Publishing-Shortcuts

  • Für Corporate-Publishing-Anbieter reicht es nicht mehr aus, gut gemachte Einzelpublikationen anzubieten. Hier sind 360-Grad-Konzepte gefragt. Auch die iPad App, bislang häufig der erste Schritt ins Digitale, ist schon so gut wie tot.
  • Es besteht mehr Bedarf denn je an Einordnung und Sortierung. Verlage können das besser als alle anderen und Qualitäts-Journalismus ist eine wichtige Voraussetzung dafür. Diese Erkenntnis lässt zumindest der Blick auf die Erfolgsgeschichte der ZEIT zu. Auch im Corporate Publishing gewinnt nach Überzeugung des ZEIT-Geschäftsführers Dr. Rainer Esser das Gedruckte. Trotzdem gehe es darum, das Digitale auszubauen.
  • Content-Marketing ist weder eine Kampagne noch ein Selbstzweck, sondern ein fortwährender Prozess, der bestimmte Ziele erfüllen muss. Bringt es mehr Umsätze? Hilft es, Kosten zu senken? Stärkt es die Kundenbindung? Unternehmen müssen Content-Marketing denken.
  • 54 Prozent aller amerikanischen Unternehmen wollen in den kommenden zwölf Monaten ihre Investitionen in Content-Marketing erhöhen. Nur eins von zehn Unternehmen hat allerdings eine dezidierte Content-Marketing-Strategie (Joe Pulizzi, Content Marketing Institute).
  • Nicht wirklich neu, aber wirklich wichtig: Die Erfolgsmessung von Content-Marketing (und damit Corporate Publishing) muss von Anfang an in jeder CP-Strategie implementiert sein.
  • Social Commerce funktioniert, wenn es gelingt, Nutzer aktiv zu beteiligen und sie dazu zu bringen, über ihre Einkäufe zu sprechen. Der wichtigste Ort dafür ist die eigene Webseite. Denn Shopping via facebook & Co. funktioniert nicht, entsprechende Dienstleister sind pleite.
  • Werbung funktioniert besser, wenn sie authentisch ist. Das zeigt das Beispiel der Hamburger Biermarke Astra. Der Carlsberg-Konzern geht nun mit der Marke Holsten einen ähnlichen – authentischen – Weg und zeigt in seinen Anzeigen echte Braumeister. Authentizität ist hier allerdings die einzige Parallele – mit Content hat das nichts zu tun.
  • Content Marketing ist 80 Jahre alt, zumindest in der Schweiz. So lange publiziert der Handelsriese Migros sein Migros-Magazin (ehemals „Wir Brückenbauer“), in dem von Anfang an nicht über Reis, Mehl und Zucker geschrieben wurde, sondern über gesellschaftliche Verantwortung. Die Migros pflegt über diverse Plattformen einen intensiven Dialog mit ihren Kunden. Ergebnis: Kundenwünsche münden regelmäßig in Produkte – mal mit bescheidenem, mal mit großem Erfolg. Trotzdem: Ein tolles Beispiel!

Kontext ist King

Hippe Social-Media-Freaks halten einen Abgesang auf die Form von Content, mit denen die Forum-Corporate-Publishing-Mitglieder ihr Geld verdienen: Christoph Bornschein von der Social-Media-Agentur Torben, Lucie und die gelbe Gefahr GmbH rät, von monolithischem Content Abstand zu nehmen, ihn kleinteiliger zu formen und dann dort zu platzieren, wo der Leser ihn braucht. Denn: „Nicht Content ist King, sondern Kontext ist King.“ Corporate Publishing muss überall dort sein, wo eine Marke auftritt.

Über die Veranstaltung

Der BCP Best of Corporate Publishing ist mit konstant über 600 eingereichten Publikationen der größte Corporate Publishing-Wettbewerb in Europa. Seit 2003 zeichnet das Forum Corporate Publishing gemeinsam mit den führenden Branchenmagazinen acquisa, Horizont, w&v und der werbewoche die besten Unternehmenspublikationen mit den BCP-Awards aus. 2012 feierte der BCP sein 10-jähriges Jubiläum. Impressionen vom diesjährigen Forum Corporate Publishing finden Sie in unserer Bildergalerie.

Ergänzendes zum Thema
Über den Autor:

Harry Weiland
Harry Weiland
( Bildquelle: casestudies.biz © Harry Weiland )
Harry Weiland ist gelernter Journalist mit Stationen bei Touristik Report, werben & verkaufen und SPIEGELnetAG. Seit 2003 ist er Inhaber von casestudies.biz, einer auf Referenzmarketing spezialisierten Agentur. Der Dienstleister aus Hamburg unterstützt Unternehmen, mit Referenzen neue Kunden zu gewinnen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 40306910)