Thought-Leader-Stories

„Wir müssen beim Thema Digitale Transformation am Puls der Zeit sein“

| Redakteur: Georgina Bott

Brigitte Duerr ist Head of Global Marketing und Communications bei Swiss Post Solutions.
Brigitte Duerr ist Head of Global Marketing und Communications bei Swiss Post Solutions. (Bild: Swiss Post Solutions)

Thought Leadership – was bedeutet das eigentlich? In der Artikelserie „Thought-Leader-Stories“ zeigen wir Erfolgsgeschichten von Thought Leadern aus B2B-Unternehmen. In diesem Teil der Serie sprechen wir mit Brigitte Duerr von Swiss Post Solutions im Interview darüber.

„Wir müssen beim Thema Digitale Transformation am Puls der Zeit sein und dieses Know-how haben, um als Thought Leader zu gelten. Dafür ziehen wir Referenzen heran, in denen unsere Kunden bestätigen, dass wir wissen wovon wir reden. Natürlich müssen wir das klassisch im Marketing aufbereiten. Das heißt, dass man im Marketing mit gezielten Kommunikationsaktivitäten die Thought-Leader-Position aktiv untermauert.“ – Brigitte Duerr ist seit 2017 bei Swiss Post Solutions (SPS) und dort als Head of Global Marketing und Communications verantwortlich für die strategische Implementierung und die Umsetzung der SPS Marketing und Communications Strategie. Das dazu erforderliche Rüstzeug hat sie sich unter anderem in ihren Rollen bei Microsoft und IBM aufgebaut, wo sie ebenfalls die Marketingstrategie auf Multi-Regionaler Ebene verantwortete.

Thought Leadership – Buzzword oder gewinnbringende Strategie?

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Thought Leadership – Buzzword oder gewinnbringende Strategie?

30.08.19 - Thought Leadership – wieder einmal ein Schlagwort, das allmählich aus den USA nach Europa schwappt. Eines, das schnell wieder vergessen werden kann? Oder eines mit Mehrwert für Unternehmen? In der Artikelserie „Thought-Leader-Stories“ zeigen wir Erfolgsgeschichten von Thought Leadern aus B2B-Unternehmen. lesen

Um dem Thema „Thought Leader“ mehr Sichtbarkeit zu verleihen und anderen Hidden Champions Mut zu machen, interviewt ein Team von TBN Public Relations Meinungsführer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und zeigt Erfolgsgeschichten von Thought Leadern auf. In diesem Teil: Brigitte Duerr von Swiss Post Solutions.

Swiss Post Solutions gilt als Innovationstreiber im Konzern der Schweizer Post – was zeichnet sie aus?

Brigitte Duerr: Die Digitale Transformation ist heutzutage ein wichtiger Wachstumstreiber für Unternehmen. Für viele Unternehmen wäre die Digitale Transformation ohne Swiss Post Solutions nicht möglich. Mit unseren End-to-End-Lösungen vom Document-Input über die Business Process Services bis hin zum Document-Output können wir Dokumente und Daten über alle Kommunikationskanäle hinweg verarbeiten. Der ganze Prozess wird durch neueste Technologien, wie Künstliche Intelligenz oder intelligente Automatisierung, unterstützt und bietet einen strategischen Mehrwert für unsere Kunden. Zusammengefasst sind wir führender Anbieter für Lösungen zur Auslagerung von Geschäftsprozessen im Dokumenten-Management.

Seit wann liegt der Fokus auf der Digitalisierung? Warum?

SPS wurde 2007 innerhalb der Schweizerischen Post gegründet und ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Seit der Gründung ist die Digitalisierung unser Fokus, in den wir stark investieren. Immer mehr Kunden lagern ihre Services aus, um sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren – das haben wir frühzeitig erkannt. Unsere Kunden, die wir in ihrer Digitalisierungsstrategie unterstützen, profitieren davon. Wir sind ganz vorne dabei, wenn es darum geht die Kunden auf ihrem Weg zur Digitalen Transformation zu begleiten.

Was verstehen Sie persönlich unter einem Thought Leader?

Grundsätzlich würde ich nicht von Thought Leader – also einer Person –, sondern von Thought Leadership – also vom Unternehmen – sprechen. Thought Leadership erreicht ein Unternehmen, wenn man nicht nur die Pain Points der Kunden versteht, sondern sie auch adressieren und wegweisende Lösungen anbieten kann, die sie wirklich weiterbringen. Außerdem hat das Unternehmen eine Meinung und vertritt diese selbstbewusst.

Und bei SPS?

Wir wollen unsere Kunden unterstützen. Deshalb fragen wir uns: Wie können wir den Kunden im Banking-Sektor helfen mit den neuen FinTechs zu konkurrieren? Wie können wir den Kunden helfen, ihre Prozesse so auszulagern und ihr Business so zu fokussieren, dass sie konkurrenzfähig bleiben? Wir müssen am Puls der Zeit beim Thema Digitale Transformation sein und dieses Know-how haben, um als Thought Leader zu gelten. Dafür ziehen wir Referenzen heran, in denen unsere Kunden bestätigen, dass wir wissen wovon wir reden. Natürlich müssen wir das klassisch im Marketing aufbereiten. Das heißt, dass man im Marketing mit gezielten Kommunikationsaktivitäten die Thought-Leader-Position aktiv untermauert.

Ihr CEO Jörg Vollmer betitelt SPS selbst als Global Thought Leader. Ist dieser Auftritt weltweit einheitlich?

Ja, von einem globalen Blickpunkt aus absolut. Am Ende zählt die Meinung der Kunden – sie müssen SPS für einen Thought Leader halten. Erst dann können wir uns als Thought Leader etablieren und da ist es egal, ob in Deutschland, Großbritannien oder Asien.

Wie sieht dabei das Narrativ von SPS aus?

„Wir verbinden die physische und die digitale Welt.” Wenn Sie beispielsweise einen Unfall haben, machen Sie ein Foto mit ihrem Smartphone, rufen Ihre Versicherung an und füllen Papier- und Onlineformulare aus. Das heißt an Ihre Versicherungen gehen über verschiedene Kanäle verschiedene Datentypen ein und müssen dort erfasst werden. Wird der Daten-Input nicht digitalisiert, verlangsamt das die Kommunikation mit dem Endkunden, also zum Beispiel dem Versicherungsnehmer. Zudem kann eine Digitale Transformation in einem Unternehmen nur dann stattfinden, wenn die Dokumente auch digitalisiert werden und diese Omni-Channel Kommunikation somit möglich ist. Wir als Swiss Post Solutions sind bei solchen Problemstellungen die erste Anlaufstelle.

Wie kommunizieren Sie das Narrativ?

Wir nutzen Marketing Automation, um Content zu liefern, unseren Impact zu analysieren und um unser Go-to-market zu verbessern. Außerdem ist unser Marketing hauptsächlich digital. Das hat vor allem damit zu tun, dass wir unsere Kunden mit der richtigen Message abholen müssen. Unsere Zielgruppe ist eine Nischenzielgruppe – wir haben also einen sehr fokussierten Ansatz und sehr hohe Deal-Größen. Aufgrund dieser Faktoren müssen unsere Ressourcen haargenau eingeplant und eingesetzt werden. Wir müssen die richtigen Personen zur richtigen Zeit mit der richtigen Message ansprechen. Das geht nur, wenn wir auf den verschiedensten Kanälen verfügbar sind und die Inhalte immer an das Verhalten der Zielkunden anpassen. Social Media ist dafür am vielversprechendsten. Wir nutzen vor allem LinkedIn, weil selbst Personen auf CxO-Level immer wieder kurz Zeit haben, um Ihren Feed zu checken. Bei der Erstinformation haben sie meist keine Zeit, um ein ausführliches, mehrseitiges Whitepaper durchzulesen. Deshalb müssen wir unsere Informationen komprimiert und zur richtigen Zeit veröffentlichen.

Wie generieren Sie diese Inhalte?

Wir produzieren stets wirkungsvolle und fundierte Inhalte. Dafür ziehen wir Experten heran, die Marktkenntnisse haben, genau über die Industrie und unsere Konkurrenten informiert sind sowie Analysen durchführen. Normalerweise kombinieren wir das Wissen verschiedener Experten – ein Team aus Lösungs-/Produktexperten, Kundenbetreuern, Markt- und Kommunikationsexperten.

Wie baut man dann international einen Brand Trust auf?

Ein Brand Trust kann meines Erachtens nur über Kundenreferenzen und zufriedene Kunden aufgebaut werden – hier spielen unser hohes Kundenvertrauen und unsere nachhaltige Unternehmensführung zusammen. Ein Beweis, dass wir hier einen guten Job machen, ist der Net Promoter Score. Dieser bestimmt die Kundenzufriedenheit und ist bei uns seit Jahren auf einem hohen Niveau. Aktuell haben wir einen Wert in Höhe von 78 – der Wert ist world class. Wir wollen uns nicht nur durch unsere Kommunikation als Thought Leader positionieren, sondern unsere Kundenreferenzen als Belege für unsere Kompetenzen, Qualität, Verlässlichkeit und Services für sich sprechen lassen.

Wie führen Sie dabei Ihre Landesgesellschaften?

Wir haben den weltweiten Hauptsitz in der Schweiz, wo wir die Mehrheit der Inhalte – vor allem zu den Fokus-Themen und -Industrien – erarbeiten. Zusätzlich gibt es starke Landesorganisationen, denen wir die Inhalte zur Verfügung stellen und die das Ganze anschließend selbstständig und flexibel für den jeweiligen Markt aufbereiten und wo nötig mit landesspezifischen Inhalten ergänzen. Es gibt immer wieder Themen, die für einige Länder weniger und für andere Länder wiederum relevanter sind. Die Länderorganisationen haben die Möglichkeit, dezidierte Marketingaktionen durchführen und schneller auf ihren Märkten agieren zu können. Die Maßnahmen werden natürlich so ausgerollt, dass sie zur globalen Strategie passen. Die enge Zusammenarbeit mit den Ländern sowie das Einholen und das Einbinden des Know-hows in die Go-to-Market-Strategien ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Umsetzung von globalen Marketingkampagnen.

Zurück zum Thema Thought Leader. Was ist besonders wichtig?

Wichtig ist in allen Ländern generell der richtige Mix aus verschiedensten Marketing-Maßnahmen – das ist meine Hauptmessage. Man muss sich allgegenwärtig beim Kunden positionieren und sagen: „Hey, wir haben einen Mehrwert für dich und wenn du unsere Hilfe brauchst, können wir dir ein Angebot machen“.

Vielen Dank für das Gespräch!

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