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Thought-Leader-Stories „Wir wollen weltweit das Potenzial jedes einzelnen Mitarbeiters erschließen“

Redakteur: Georgina Bott

Thought Leadership – was bedeutet das eigentlich? In der Artikelserie „Thought-Leader-Stories“ zeigen wir Erfolgsgeschichten von Thought Leadern aus B2B-Unternehmen. In diesem Teil der Serie sprechen wir mit Roxy Morris von Beekeeper im Interview darüber.

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Roxy Morris ist Field Marketing Managerin DACH bei der Beekeeper AG.
Roxy Morris ist Field Marketing Managerin DACH bei der Beekeeper AG.
(Bild: Beekeeper AG)

„Unsere Botschaft lautet: Unlock the potential of every single employee. Wir glauben an das Potenzial jedes einzelnen Mitarbeiters. Erst informierte und somit motivierte Teams machen eine Organisation erfolgreich.“ – Roxy Morris ist seit zwei Jahren bei der Beekeeper AG tätig, zunächst als Marketing Managerin in Deutschland und Österreich und seit einem Jahr als Field Marketing Managerin DACH. Sie ist unter anderem für die Leitung von Kampagnen verantwortlich und arbeitet gemeinsam mit erfolgreichen Kunden und Thought Leadern an Erfolgsgeschichten, Testimonial-Videos und PR-Initiativen sowie -Konferenzen.

Um dem Thema „Thought Leader“ mehr Sichtbarkeit zu verleihen und anderen Hidden Champions Mut zu machen, interviewt ein Team von TBN Public Relations Meinungsführer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und zeigt Erfolgsgeschichten von Thought Leadern auf. In diesem Teil: Roxy Morris von Beekeeper.

Was macht Beekeeper?

Roxy Morris: Die Antwort lautet in einem Satz: Connect the unconnected.

Beekeeper ist führender Anbieter einer mobilen Mitarbeiter-Plattform zur Digitalisierung der internen und operativen Kommunikation. Unsere Lösung integriert alle unternehmensweiten Kommunikationskanäle in einer Plattform und ermöglicht schnelle und sichere interne Kommunikation mit Hilfe einer Mitarbeiter-App. Die App verbindet jedes einzelne Team-Mitglied mit dem gesamten Unternehmen – in Echtzeit über mobile Endgeräte, den Desktop oder Bildschirme, zum Beispiel in Pausenräumen. Die Mitarbeiter kommunizieren via Privat- oder Gruppenchats und über Streams. Darüber hinaus ermöglichen wir es unseren Kunden, operative Prozesse mobil abzuwickeln, wie beispielsweise die Schichtplanung oder den Lohnabrechnungsversand. Weltweit haben über zwei Milliarden Angestellte keinen PC-Arbeitsplatz. Mit unserer Lösung machen wir all diesen Menschen ihren Arbeitsplatz mobil zugänglich. Zum Beispiel bei der Berliner Stadtreinigung BSR sorgt unsere App dafür, dass auch die Mitarbeiter, die den ganzen Tag die Straßen der Hauptstadt sauber halten, jederzeit in die interne Kommunikation eingebunden und mit allen wichtigen Informationen versorgt sind. Auch Beschäftigte bei Rettungsdiensten können mit Beekeeper datenschutzkonform und sicher in Echtzeit kommunizieren, wie unser Kunde DRK Kreisverband Säckingen zeigt.

Wie ist die Beekeeper Idee entstanden?

Unser CEO Cristian Grossmann hatte vor etwa zehn Jahren die Idee, eine Dating-App für Studenten zu entwickeln. Zufällig wurde dann der Geschäftsführer eines Hotels auf die App aufmerksam und hat Kontakt zu Cristian Grossmann aufgenommen. Das Hotel wollte gerne die Funktionalitäten der App für die interne Kommunikation der Mitarbeiter untereinander nutzen und hat nach einer entsprechend angepassten Version gefragt. So wurde 2012 die heute so erfolgreiche Beekeeper-Idee geboren. Inzwischen unterstützen wir mit unserer Lösung große internationale Hotelketten genauso wie Firmen aus dem Energiesektor, der Produktion, dem Einzelhandel oder dem Gesundheitswesen. Inzwischen beschäftigt Beekeeper über 180 Mitarbeiter an sechs Standorten weltweit.

Welche Vision haben Sie für die Arbeit der Zukunft?

Kommunikationspyramide
Kommunikationspyramide
(Bild: Beekeeper AG)

Eine digitale Kommunikationsplattform verändert die interne Kommunikation weg von der früher üblichen eingleisigen Top-Down-Kommunikation hin zu einer interpersonalen Austauschkommunikation und prozessbegleitenden operativen Kommunikation. Damit das funktioniert, müssen Informationen auch von unten nach oben, abteilungsübergreifend und diagonal in verschiedene Teams fließen, wie in unserer Abbildung der Kommunikationspyramide dargestellt.

Haben Sie eine Botschaft/ein Narrativ, das Sie in der Öffentlichkeit kommunizieren?

Unsere Botschaft lautet: Unlock the potential of every single employee. Wir glauben an das Potenzial jedes einzelnen Mitarbeiters. Erst informierte und somit motivierte Teams machen eine Organisation erfolgreich. Unternehmen können Probleme viel schneller lösen, wenn alle Mitarbeiter gleichberechtigt auf einer Plattform kommunizieren.

Wie kommunizieren Sie das?

Wir kommunizieren unsere Botschaft über die vielen Erfolgsgeschichten unserer Kunden. Sie sind mit Beekeeper erfolgreich und reden gerne öffentlich über uns. Im Schweizer Kantonsspital Baden (KSB) zum Beispiel hilft die Beekeeper-App den über 2.000 Mitarbeitern dabei, die aktuellen Herausforderungen durch das Corona-Virus zu bewältigen: Nach Angaben des KSB hat sich die App inzwischen zum wichtigsten Informationskanal für die Mitarbeitenden entwickelt. In einer Zeit, in der ein großes Krankenhaus wie das KSB sehr kurzfristig auf stark gestiegene Anforderungen reagieren muss, hat die App ihr Stärken eindrücklich bewiesen. Tagesaktuell informiert die leitende Ärztin Infektiologie über alle wichtigen Aspekte im Umgang mit der Situation und schafft so Sicherheit für alle direkt betroffenen Berufsgruppen. Dass dies von den Mitarbeitenden sehr geschätzt wird, zeigen die überproportional vielen Likes, welche die Posts zum Corona-Virus regelmäßig erhalten.

Was ist für Sie persönlich ein Thought Leader?

Ein Thought Leader ist für mich ein innovativer Vorreiter. Nach meinem Verständnis verfügt die betreffende Person über eine außerordentliche Kompetenz in einem bestimmten Bereich. Diese Expertise ist die Basis. Aber das reicht natürlich nicht, sonst wäre derjenige einfach ein Experte. Weitere Faktoren müssen dazu kommen: Ein Thought Leader entwickelt auf Grundlage seines profunden Wissens und seiner Erfahrung eine persönliche Vision für die Zukunft des entsprechenden Themas. Und schließlich verfügt die Person in ihrem Fachgebiet auch über eine besondere Reichweite und ein ausgeprägtes Sendungsbewusstsein. Das heißt, ein Thought Leader setzt Trends und Maßstäbe und inspiriert die jeweilige Branche zu innovativen Herangehensweisen. Damit dies gelingt, muss ein Thought Leader überdurchschnittlich gut vernetzt in dem Zukunftsthema sein, in dem er sich positioniert. Auch die öffentliche Präsenz ist wichtig, zum Beispiel als Speaker auf wichtigen Branchen-Events oder als Autor von Expertenbeiträgen in der Fachpresse.

In welchen Bereichen kann Beekeeper als Thought Leader auftreten?

Wir sehen uns als Thought Leader in den folgenden vier Bereichen, die sich alle um das Thema Digitalisierung kommunikativer und operativer Prozesse in Unternehmen drehen:

Employee Engagement: In diesem Bereich geht es um das Mitarbeitererlebnis, die Unternehmenskultur und die Performance des einzelnen Mitarbeiters. Das Mitarbeitererlebnis möglichst optimal zu gestalten, ist ein starker Trend unter Arbeitgebern. Wir haben Anfang diesen Jahres analysiert, was Mitarbeitern besonders wichtig ist: Ein bekannter Firmenname und ein hohes Gehalt sind heute nicht mehr ausschlaggebend. Vielmehr wird die Unternehmenskultur immer wichtiger. Zu einer guten Unternehmenskultur gehören zum Beispiel Wertschätzung und eine funktionierende interne Kommunikation. Wir empfehlen Arbeitgebern, eine wertschätzende Feedback-Kultur zu etablieren sowie eine Bottom-Up-Kommunikation zu ermöglichen.

Workplace Communication: Dies umfasst die Mitarbeiterkommunikation, die Team-Kollaboration und die Art, wie im Unternehmen Nachrichten übermittelt werden. In diesen Bereich fällt auch die Krisenkommunikation, die jetzt aufgrund von COVID-19 in vielen Branchen sehr wichtig ist. Mitarbeiter-Apps spielen in der Corona-Krise eine große Rolle für die interne Kommunikation.

Employee Productivity: Dieser Bereich umfasst die Effizienz der Teams, das mobile Personalmanagement und die digitale operative Kommunikation. Insbesondere in Branchen mit vielen mobilen Mitarbeitern verbessert ein Instrument für die mobile Kommunikation die Produktivität aufgrund der Automatisierung von operativen Prozessen. Ein Beispiel ist das Schwarze Brett: Seit vielen Jahrzehnten heften Unternehmen wichtige Informationen in Papierform an fest installierte Pinnwände. Und häufig sind an diesen Brettern auch operative Dokumente wie Schichtpläne, Checklisten oder Umfragen zu finden. Für die Unternehmen wird es immer wichtiger, auch diese operativen Prozesse zu digitalisieren, wie eben die Aktualisierung von Schichtplänen in Echtzeit auf dem Smartphone verfügbar zu machen oder Umfragen durchzuführen. Medienbrüche werden so beseitigt, Kosten gesenkt, die Geschwindigkeit erhöht und die Wahrscheinlichkeit für Fehler reduziert. Digitale Umfragen fördern die dialogorientierte Zwei-Wege-Kommunikation und binden so die Mitarbeiter stärker ein. Ein Projektteam spart viel Zeit, wenn es über Document Sharing gemeinsam an Dokumenten arbeitet. Und die Personalabteilung spart Zeit und Druckkosten, wenn sie die Gehaltsbescheinigungen digital versendet.

Digital Workplace: Hierunter fällt das große strategische Thema Digitale Transformation genauso wie die Frontline Innovation und das integrierte und sichere IT-Ökosystem. „Frontline Innovation“ meint die Chance auf Innovationen, wie sie zum Beispiel an der Schnittstelle vom Mitarbeiter zum Kunden entsteht. Innovationsvorschläge von ganz unten kommen dank einer Mitarbeiter-App, die Kommunikation unabhängig von Hierarchie-Ebenen fördert, auch oben beim Management an. Zum Beispiel können die Verkäufer im Einzelhandel Rückmeldungen der Kunden zu Problemen mit einem Produkt direkt ohne bürokratische Barrieren an das Management weitergeben. Auf diese Weise erhalten die Unternehmensführung und der Einkauf wichtige Hinweise, die früher auf dem Dienstweg durch die Hierarchien oft steckengeblieben sind. Ebenso können die Mitarbeiter in der Produktion, die tagtäglich an den Maschinen arbeiten, direkt Verbesserungen zu den Arbeitsprozessen vorschlagen. So werden Innovationen gefördert.

Welche Marketingmaßnahmen nutzen Sie?

Wir setzen bei unseren Kampagnen für einzelne Branchen sehr stark auf Erfolgsgeschichten. Ausgespielt werden sie über die üblichen Marketingkanäle: Wir veröffentlichen sie auf unserer Corporate Website, etwa über klassische Case Studies oder Blog-Artikel. Oder wir kommunizieren unsere gemeinsamen Erfolge mit Hilfe von Pressemitteilungen und in Gastartikeln in der Fachpresse. Auch Events, Webinare und direkte E-Mail-Kommunikation nutzen wir. Das alles setzen wir in enger Kooperation mit Partnern und Kunden um. Unsere Maxime ist: Alles, was wir kommunizieren, muss auch einen Mehrwert für die Leser haben. Unser Ziel ist es, ausschließlich relevante Inhalte mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Welche Maßnahmen haben Sie im Nachhinein als besonders relevant empfunden für die Positionierung als Thought Leader?

Besonders relevant ist unsere Präsenz in der Öffentlichkeit dann, wenn wir relevante Inhalte teilen, die den Unternehmen in ihrer praktischen Arbeit weiterhelfen. Dafür ist aus meiner Sicht insbesondere die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren wichtig, die in dem entsprechenden Bereich aktiv sind. Dazu gehören der regelmäßige und vertrauensvolle Austausch in unserem internationalen Netzwerk aus Kunden und Partnern und die gegenseitige Inspiration, um Entwicklungen voraus denken zu können. Dadurch, dass wir permanent im Gespräch mit unserem Netzwerk bleiben, stellen wir sicher, dass wir immer wissen, was gerade relevant ist.

Vielen Dank für das Gespräch!

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