Digitales Deutschland

Und welcher Online-Nutzertyp sind Sie?

07.05.13 | Redakteur: Gesine Herzberger

„Außenstehende Skeptiker“ sind meist weiblich und im Durchschnitt 63 Jahre alt. Sie sehen kaum Vorteile in der Internetnutzung.
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„Außenstehende Skeptiker“ sind meist weiblich und im Durchschnitt 63 Jahre alt. Sie sehen kaum Vorteile in der Internetnutzung. (Bildquelle: © TNS Infratest, April 2013)

Das Internet ist längst in unserer Mitte angekommen, jeder ist fast immer online. Wirklich jeder? Eine neue Studie zur Digitalisierung identifiziert sechs Nutzertypen und bringt damit verblüffende Ergebnisse zu Tage.

Längst nicht jeder Deutsche nutzt das Internet oder seine mobilen Helfer wie Laptops, Tablets und Smartphones. Und längst nicht jeder sieht nur die damit verbundenen Vorteile. Tatsächlich ist die Gesellschaft trotz aller Begeisterung für Online noch nicht vollständig in der digitalen Welt angekommen. Dies belegt der aktuelle D21-Digital-Index der Initiative D21. Im Rahmen der Studie wurde die Bevölkerung unter anderem hinsichtlich ihrer Internetnutzung befragt; relevante Dimensionen waren dabei „Zugang und Kompetenz“ sowie „Offenheit und Nutzung“. Anhand der Ergebnisse wurden sechs unterschiedliche Online-Nutzertypen charakterisiert.

„Außenstehender Skeptiker“

28,9 Prozent der Befragten zählen zur Gruppe der „Außenstehenden Skeptiker“. Mit einem durchschnittlichen Alter von 63 Jahren ist dieser Typus im Vergleich der älteste. Die vorwiegend weiblichen Nutzer verfügen über eine niedrige schulische Bildung, zugleich sind rund 70 Prozent von ihnen nicht (mehr) berufstätig, was ein geringes monatliches Einkommen mit sich bringt. Laut eigenen Angaben nutzt nur jeder fünfte „Skeptiker“ das Internet. Ohnehin sieht die Gruppe kaum Vorteile in seiner Nutzung und ist hinsichtlich entsprechender Endgeräte dementsprechend eher schlecht ausgestattet. Lediglich ein simples Handy besitzen immerhin 80 Prozent von ihnen.

„Häuslicher Gelegenheitsnutzer“

Zum Typ der „Häuslichen Gelegenheitsnutzer“ gehören 27,9 Prozent der Befragten. Diese Gruppe ist eher weiblich, im Schnitt 44 Jahre alt und verfügt über eine niedrige bis mittlere Schulbildung. 50 Prozent der Gelegenheitsnutzer gehen aktuell keiner bezahlten Tätigkeit nach, mehr als die Hälfte von ihnen leben in einem Haushalt mit drei und mehr Personen. Auch wenn die Gruppe mit neuen Technologien nur oberflächlich vertraut ist, nutzen 98 Prozent von ihnen das Internet – am häufigsten zu Recherchezwecken. Beliebter ist bei diesem Nutzertyp aber immer noch das Fernsehen, wo sie sich für Nachrichten oder Dokumentationen entscheiden.

„Vorsichtiger Pragmatiker“

9,5 Prozent der Befragten sind als „Vorsichtige Pragmatiker“ zu charakterisieren. Dieser Typus ist überwiegend weiblich und im Durchschnitt 43 Jahre alt. Über drei Viertel von ihnen sind berufstätig und verfügen lediglich über ein mittleres bis niedriges Einkommen. In Sachen Internetnutzung verhält sich diese Gruppe vorsichtig und ist sehr darauf bedacht, die persönlichen Daten zu schützen. Daher werden als Informationsquellen auch die klassischen Medien wie regionale Tageszeitungen und Radio bevorzugt.

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