Wettbewerbsindex der deutschen Industrie 2024 Deutsche Industrie steht am Wendepunkt

Quelle: A & M* 2 min Lesedauer

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Die internationale Wettbewerbsposition der deutschen Industrie wird sich im Jahr 2024 weiter verschlechtern, das erwartet ein Drittel der befragten Entscheider. Fachkräftemangel, schwache Konjunktur, Preis- und Zinsentwicklung sowie Energiepolitik seien die größten Herausforderungen.

Eine globale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen ist essentiell für Wachstum und Wohlstand. Deutschland ist aktuell nach China und den USA die führende Exportnation. (Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Eine globale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen ist essentiell für Wachstum und Wohlstand. Deutschland ist aktuell nach China und den USA die führende Exportnation.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Alvarez & Marsal (A&M), ein weltweit führendes Beratungsunternehmen, initiiert in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Managementforschung (DGMF) den Wettbewerbsindex der deutschen Industrie 2024. Die Ergebnisse der aktuellen Studie belegen, dass sich die deutsche Industrie an einem kritischen Wendepunkt befindet. Unternehmen sehen sich mit zunehmenden Belastungen konfrontiert, die ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich gefährden.

Die Rolle der deutschen Industrie

Der Wettbewerbsindex zeigt Handlungsbedarf für Unternehmen und politische Entscheidungsträger auf, um die deutsche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Der Industriesektor bietet 8 Millionen Menschen hochqualifizierte Arbeitsplätze und treibt durch Investitionen in Forschung und Entwicklung wichtige Innovationen voran. Deutschland ist aktuell nach China und den USA die führende Exportnation. Eine globale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen ist hierfür jedoch die zwingende Voraussetzung, auch für Wachstum und Wohlstand in Deutschland.

Einschätzung seitens befragter Unternehmen bezüglich ihrer Wettbewerbsfähigkeit zum Jahreswechsel 2023/24.(Bild:  A & M)
Einschätzung seitens befragter Unternehmen bezüglich ihrer Wettbewerbsfähigkeit zum Jahreswechsel 2023/24.
(Bild: A & M)

Wettbewerbsindex bildet Status quo ab

Der Wettbewerbsindex zeigt die Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Industrieunternehmen im globalen Wettbewerb und macht die wesentlichen Einflussfaktoren transparent. Ziel ist es, Maßnahmen zu initiieren, um die Wettbewerbsposition zu stärken.

230 Entscheider aus deutschen Unternehmen nahmen zwischen September und Dezember 2023 an persönlichen Interviews teil. Im Mittelpunkt der Befragung standen die Beurteilung des Standorts Deutschland, die aktuelle Einschätzung und Prognose der Wettbewerbsfähigkeit der Industrieunternehmen sowie die Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsposition.

Das Spektrum der Befragten reicht von Vorständen und Aufsichtsräten über Geschäftsbereichsleiter bis hin zu Leitern von Strategieabteilungen. Auch die Größe der Unternehmen spiegelt die deutsche Unternehmenslandschaft wider: vom börsennotierten DAX-Unternehmen bis hin zu Unternehmen mit weniger als 200 Millionen Euro Jahresumsatz. Fokussiert wurden die vier Kernbranchen Automobilindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, Konsumgüter- und Prozessindustrie.

Wichtige Ergebnisse des Wettbewerbsindex 2024

  • Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie steht an einem kritischen Wendepunkt: 31% der Unternehmen erwarten eine Verschlechterung ihrer globalen Wettbewerbsfähigkeit.
  • Der Standort Deutschland wird zunehmend zur Belastung: 40% der Unternehmen erwarten eine weitere Schwächung des Standorts Deutschland.
  • Die Industrie will Geschäftsmodelle optimieren, um die Wettbewerbsfähigkeit wieder zu stärken. Die Standortfrage stehe zunehmend auf der Tagesordnung: 33% halten eine Produktionsverlagerung ins Ausland für wichtig.
  • Auch werden Geschäftsmodelle und Portfolios transformiert: 60% der Unternehmen räumen dem nachhaltigen Umbau ihrer Unternehmen hohe Priorität ein.

Der Zeitfaktor wird wichtiger

„Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie ist an einem kritischen Wendepunkt. Damit sie global auch in Zukunft eine führende Rolle spielen kann, braucht es eine gestärkte Veränderungsbereitschaft, vor allem bei Fragen der Digitalisierung, Kostenstrukturen und Standortfaktoren“, kommentiert Patrick Siebert, Managing Director, Co-Head Deutschland sowie Co-Head European Corporate Transformation bei Alvarez & Marsal.

Philipp Ostermeier, Managing Director und Co-Lead Corporate Transformation bei Alvarez & Marsal, fügt hinzu: „Im Kampf um die globale Wettbewerbsfähigkeit wird der Faktor Zeit immer wichtiger. Unternehmen haben dies erkannt und planen im Jahr 2024 mit massiven Transformationen. Die Politik muss nachziehen und jetzt Rahmenbedingungen schaffen, die den Standort Deutschland nachhaltig wettbewerbsfähig und planungssicher machen.“

*A&M ist ein weltweit führendes Beratungsunternehmen, das sich auf Business Consulting, Verbesserung der Unternehmensleistung, Due Diligence und Turnaround-Management konzentriert.

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