In der aktuellen Arbeitswelt sind Online-Schulungen nicht mehr wegzudenken. Dennoch benötigen Sie einige strategische Überlegungen, um es auch Online zu einem Erfolg werden zu lassen. Hier erfahren Sie, wie dies gelingt.
Um die aktive Mitarbeit der Teilnehmer zu fördern, können Trainer die Online-Schüler durch Gruppenarbeit und Selbstlernphasen aus ihrer Komfortzone locken.
Bevor es in die Konzeption einer Schulung geht, ganz gleich, ob sie online oder als Präsenzveranstaltung stattfinden wird, sollte der Mehrwert eines jeden Formats fokussiert und durchdacht werden. Präsenzschulungen dauern meistens mehrere Stunden, wenn nicht sogar Tage, es gibt Zeiten, in denen aktiv in Gruppen gearbeitet wird, man isst zusammen zu Mittag und kann sich zwischendurch auch über private Erlebnisse austauschen. Alles in allem geht von einer guten Präsenzschulung eine Energie aus, die eine positive Lernatmosphäre schafft, die die Teilnehmer aktiv mitgestalten können.
Online Schulungen sind in dieser Hinsicht deutlich undankbarer, denn ganz gleich, wie gut der Vortragende auch ist, falsch konzipiert wird das virtuelle Lernen schnell zu einer ermüdenden und langweilenden Tätigkeit.
Kernfaktor: Die Zeit
Der erste wichtige Faktor ist somit die Zeit. Die Konzentration schwindet schnell, man beantwortet nebenbei Mails oder surft im Internet. Kurzum: Eine Online-Schulung kann schwer über einen gesamten Tag gelegt werden. Die Möglichkeiten abgelenkt zu werden, sind einfach zu vielfältig. Wer also dachte, er könnte ein Präsenzformat ohne viel Aufwand auf einen Online-Kanal übertragen, der irrt. Es müssen somit völlig neue Konzepte her, die vor allem die Zeit berücksichtigen. Eine Möglichkeit ist es, Webinare in Blöcke einzuteilen. Das gibt den Teilnehmenden die Möglichkeit, zwischendurch aufstehen zu können, etwas zu essen und Luft zu schnappen, um sich dann mit einem frischen Geist wieder seinen Aufgaben zuzuwenden.
Mehr Aufmerksamkeit durch aktive Mitarbeit - im virtuellen Klassenzimmern
Ein wichtiges Element um eine Schulung remote durchzuführen ist die passende Software. Sie sollte agil erweiterbar, intuitiv nutzbar sein und obendrein Spaß machen. So lässt sich ein virtuelles Klassenzimmer konzipieren, in dem die Teilnehmenden individuell agieren können und durch wenige Handgriffe auch Gruppenarbeiten möglich ist. Es ist wichtig, eine inspirierende Atmosphäre zu schaffen, um den gegenseitigen Austausch zwischen den Teilnehmern zu fördern. Ein großer Nachteil von Online-Schulungen ist, dass sie die Teilnehmenden dazu verleiten, passiv vor dem Bildschirm zu sitzen.
Acht von zehn Arbeitnehmern stellten fest, dass in großen Online-Meetings nur wenige Teilnehmer wirklich aktiv seien. Außerdem ist die Aufmerksamkeitsspanne der Teilnehmenden deutlich geringer, wenn sie nicht zur Mitarbeit animiert werden. Im virtuellen Klassenzimmer ist deutlich mehr Interaktion möglich. Trainer können die Online-Schüler charmant aus ihrer Komfortzone locken und durch Gruppenarbeit und Selbstlernphasen die aktive Mitarbeit fördern.
Agile Gruppenaufteilung und Fragen stellen
Der Referent sollte die Möglichkeit haben, auf individuelle Fragen einzugehen, ohne die gesamte Gruppe aufzuhalten. So kann er sich zum Beispiel zu einem Kursteilnehmer separat dazuschalten und ihn individuell beraten. Oft empfinden die Online-Teilnehmer es als unangenehm Zwischenfragen zu stellen. Dem kann im virtuellen Klassenzimmer durch eine individuelle Gruppenaufteilung entgegengewirkt werden. Auch können so größere Gruppen trainiert werden, und der Referent behält dabei trotzdem den Überblick.
Gute Vorbereitung ist alles
Für die Teilnehmenden muss das verwendete Programm unkompliziert und barrierefrei nutzbar sein. Der Anbieter sollte im Vorfeld alle nötigen Zugänge für die Schulungsgruppe vorbereiten. Am besten soweit, dass diese nur einen Link erhalten, wo sie sich anmelden und direkt mit der Schulung starten können. Bedeutsam für den Erfolg der Remote-Schulung ist eine stabile Internetverbindung. Das kann mal als Schulungsleiter zwar nur bedingt beeinflussen. Man kann jedoch vorab alle Teilnehmenden bitten, die Verbindungen abzuchecken, bevor sie der Schulung beitreten.
Wichtiger Nebenfaktor: Die Kosten
Virtuelle Schulungen haben noch einen weiteren Vorteil: Sie sind deutlich preiswerter als Präsenzschulungen, und zwar sowohl für die Teilnehmer als auch für die Veranstalter. Es ist eine ganz einfache Rechnung: Bei Präsenzschulungen fallen viele Kosten an, beispielsweise die Raummiete, Verpflegung der Teilnehmer, die Anfahrt für externe Trainer, bis hin zu Übernachtungen in einem Hotel. Das alles fällt bei virtuellen Schulungen weg, denn die Teilnehmenden finden alles was sie brauchen in ihren eigenen vier Wänden, oder im Büro. Außerdem entfallen lange Anfahrtswege, die bei manchen Teilnehmern vielleicht sogar mehrere Stunden eingenommen hätten. Somit ergibt sich für alle Beteiligten eine enorme Zeitersparnis, die sich positiv auf die Stimmung in der Schulung auswirken kann.
Stand: 08.12.2025
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Themenvielfalt durch Flexibilität
Wenn man von überall aus der Schulung beiwohnen kann, können sich sowohl Teilnehmer als auch Trainer die Zeit individuell einteilen. Termine können leichter wahrgenommen und ebenso externe Experten mit an Bord geholt werden. Dadurch wird die Themenauswahl noch vielfältiger, und es entstehen mehr spannende Schulungsangebote. Wer gute Themen anbietet, kann sich auch sicher sein, dass ehemalige Teilnehmer zu anderen Trainingszwecken wiederkommen.
Die Mischung macht´s
Auch wenn wir hier einen Lobgesang auf Remote-Schulungen angestimmt haben, so werden die Präsenzschulungen dennoch nicht gänzlich aus dem Repertoire verdrängen können. Gemeinsames Lernen prägt den Erfolg einer jeden Schulung. Dieses kann zwar in Online-Schulungen bis zu einem gewissen Grad imitiert, aber nie gänzlich nachgestellt werden.
Das Geheimnis eines guten Schulungsangebots liegt demnach in der richtigen Mischung aus On- und Offline-Formaten. Es geht nun darum, Konzepte zu entwickeln, die auch komplexe und strategische Themen verstärkt in den Fokus rücken, wodurch digitale Schulungen besser genutzt werden können. Hybrid-Schulungen, also Angebote, in denen sowohl die physische als auch die virtuelle Anwesenheit möglich ist, sind im virtuellen Klassenzimmer bereits möglich.
Wir werden in Zukunft solche Formate häufiger sehen. Daraus ergeben sich völlig neue Gruppenarbeitsmodelle, die auch zukünftig in der Arbeitswelt von Vorteil sein können. Agiles Arbeiten aus der ganzen Welt, standortübergreifende Jobs und immer weiter ausgeklügelte Technologien für Webinare und Videokonferenzen: Heute wird der Grundstein für das agile Lernen der Zukunft gelegt.
*Gültekin Koc ist Leiter Support und Academy bei der OXID eSales AG.