Das Verfassen von kreativen und gleichzeitig effektiven Marketingtexten stellt für Copywriter häufig eine große Herausforderung dar. Schreibblockaden und Leistungsdruck hemmen die Schreiber in ihrer täglichen Arbeit. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie der Einsatz von künstlicher Intelligenz Erleichterung verschaffen kann.
Da die KI große Menge an Daten verarbeiten kann, ist sie in der Lage das Verhalten der gewünschten Zielgruppe mit viel höherer Präzision vorhersagen als es jeder erfahrene Marketingexperte je könnte.
Schon immer haben Technologien Copywritern beim Verfassen von Texten unterstützt. Ob damals durch das Meißeln in Stein, Kritzeln auf Papyrus, Schreiben mit Tinte und Papier oder heute mit Technologien wie dem Computer und Internet. Mithilfe von künstlicher Intelligenz kommt nun ein neues, leistungsstarkes Werkzeug hinzu.
Wie funktioniert KI-Copywriting?
Marketing lebt von Sprache. Egal ob Werbeanzeigen, Produktbeschreibungen, Newsletter oder Blogbeiträge: sie alle basieren auf Worten. Auf Worten, die sich irgendjemand vorher ausgedacht haben muss und die das Ziel verfolgen, möglichst attraktiv und relevant für die gewünschte Zielgruppe zu sein.
Mithilfe von künstlicher Intelligenz gewinnt das Copywriting eine völlig neue Dimension: Was wäre, wenn man eine Maschine mit den entsprechenden Daten füttern könnte, sodass diese völlig automatisch genau die Art von Text generiert, die für die Zielgruppe am relevantesten und attraktivsten ist?
Genau das macht das KI Copywriting: Man füttert den lernfähigen Computer mit relevanten Keywords und dieser generiert daraufhin selbstständig eine Liste mit Vorschlägen, auf die die Zielgruppe mit höherer Wahrscheinlichkeit positiv reagieren wird.
Die Technologie basiert dabei auf GPT-3, einem Sprachverarbeitungsmodell, das im Jahre 2020 von Open AI auf den Markt gebracht wurde. So wie andere KI-Technologien nutzt GPT-3 das maschinelle Lernen und das Deep Learning, welche zwei Teilgruppen des Forschungsfeldes der Künstlichen Intelligenz sind. Bei maschinellem Lernen lernt der Computer, Aufgaben auszuführen ohne auf jegliche Anweisungen eines Menschen warten zu müssen. Er kreiert ein Muster, indem er Daten analysiert und überträgt dies dementsprechend auf neue Texte. Bei Deep Learning handelt es sich um ein riesiges neurales Netzwerk, sozusagen das Gehirn der Maschine, das die Denkweise des Menschen imitieren möchte. Im Falle des GPT-3 basiert sein Gehirn auf einem riesigen neuronalen Netzwerk mit 175 Millionen Synapsen und ist somit der größte Computerlinguistik-Transformator. Es kommt damit von allen Sprachverarbeitungsmodellen dem menschlichen Gehirn mit 125 Billionen Synapsen am nächsten.
Welche Vorteile ergeben sich durch KI-Copywriting?
Die Vorteile der Methode liegen auf der Hand: dank der unglaublich großen Menge an Daten, die die KI verarbeiten kann, kann diese das Verhalten der gewünschten Zielgruppe mit viel höherer Präzision vorhersagen als es jeder erfahrene Marketingexperte je könnte. Viele KI-basierte Tools kreieren nicht nur Texte, sie validieren sie auch indem sie Erfolgsprognosen für alle Texte anzeigen. Dadurch müssen sich Copywriter nicht mehr ausschließlich auf ihr Bauchgefühl verlassen, sondern können sich in ihrer Entscheidungsfindung auf evidenzbasierte Daten stützen.
Durch diese Methode kann also eine deutliche Erhöhung der Reichweite und Relevanz erzielt werden, die sich wiederum in einer höheren Conversion Rate und damit schlussendlich in Umsatzgewinnen widerspiegelt.
Doch die Vorteile des KI Copywritings sind nicht nur alleine finanzieller Natur: die Maschine nimmt dem Marketingexperten eine zeitintensive Aufgabe ab. Die dadurch gewonnene Zeit kann er also nun gewinnbringend in andere Aktivitäten investieren. Durch die KI wird nicht nur an Zeit gespart, sondern vor allem auch an Aufwand in Form von A/B-Testing. Die Text-Optionen, die von der KI bereitgestellt werden, sind darüber hinaus grundsätzlich bereits überdurchschnittlich gut. Als Konsequenz testet man also sehr gute Betreffzeilen gegen weitere sehr gute.
Aber auch die Kunden profitieren. Sie erhalten relevantere, auf sie abgestimmte Inhalte, die ihr Interesse erregen. Eine klassische Win-win-Situation für alle Beteiligten.
Die Vorteile von KI sind ausschlaggebend für viele Unternehmen, weswegen viele sehr angetan sind von dieser neuen Technologie. Dies lässt sich an mehreren Zahlen erkennen kann: 73 % von ihnen planen in den nächsten 18 Monaten in KI-Technologie zu investieren und 37 % der Firmen planen sie vor allem im Copywriting-Bereich zu nutzen.
Wie verbreitet ist KI-Copywriting bereits?
Viele Menschen und Unternehmen stehen künstlicher Intelligenz noch sehr skeptisch gegenüber und wollen ihr noch nicht zutrauen, wichtige Aufgaben zu übernehmen. Jedoch zeigen viele Statistiken und Beispiele, dass die KI vielen Firmen zu höheren Profiten und effizienterem Arbeiten verholfen hat. Gartner kommt in einer Studie zu dem Entschluss, dass die Anzahl der Unternehmen, die KI nutzen, zwischen 2015 und 2019 um 37 % gestiegen sind. Außerdem wird prognostiziert, dass bis 2022 mehr als 30 % der digitalen Inhalte mithilfe von KI-Technologie erstellt wird.
Stand: 08.12.2025
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Was sind die Grenzen des KI-Copywritings?
Wenn künstliche Intelligenz also der effizientere Texter zu sein scheint, braucht es dann überhaupt noch einen menschlichen Schreiber?
Definitiv ja. Die Technologie ist zwar bereits hoch entwickelt und nimmt dem Menschen viele zeitraubenden Aufgaben ab, jedoch kann sie ihn nicht vollständig ersetzen. Denn bekannterweise haben Menschen etwas, das Maschinen nicht haben: Emotionen.
Mit Stilmitteln wie Metaphern, Sarkasmus oder Ironie tut sich eine Maschine in der Regel grundsätzlich noch schwer – diese sind aber ein wichtiger und essenzieller Baustein zwischenmenschlicher Kommunikation, insbesondere um potenzielle Kunden nicht nur auf rationaler, sondern auch auf emotionaler Ebene anzusprechen. In der Konsequenz braucht der Computer hier doch einen menschlichen Supervisor, um sein volles Potenzial ausschöpfen zu können.
Der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Copywriting verfolgt somit nicht die Intention, den Menschen zu ersetzen – sie sollte viel mehr als ein hilfreicher Assistent und probates Werkzeug für eine gelungene Kommunikation mit der Zielgruppe gesehen werden.
Die Generierung von Texten mit künstlicher Intelligenz ist also eine große Stütze für Werbetexter und Copywriter. Im Folgenden möchten wir eine kleine Anleitung liefern, wie Sie diese selbst anwenden können:
1. Marketingkanal und Textart selektieren: In welchem Marketingkanal machen Texte einen großen Unterschied für die Performance? Bei welcher Textart investieren Sie derzeit am meisten Zeit?
2. Das richtige Tool suchen und finden: Was genau soll geändert werden? Ist es die Sprache oder die Ausdrucksweise? Sind es Betreffzeilen oder Produktbeschreibungen? Geht es darum kurze Texte kreativ und optimiert für Ihre Zielgruppe zu schreiben? Es gibt viele KI-basierte Tools, die auf unterschiedliche Faktoren fokussiert sind. Daher ist es wichtig sich zu informieren und sich für ein Tool zu entscheiden.
3. Registrierung und Input in Maschine: Nach der Registrierung ist es wichtig, der KI mit einigen Schlüsselwörtern das Thema mitzuteilen, damit sie Texte nach Ihren Vorstellungen generieren kann.
4. Selektion der Optionen: Wie bereits erwähnt stellt die KI mehrere Texte bereit, damit Copywriter entscheiden können, was am besten zu ihrer Marke passt. Daher sollten Erfolgsprognosen der verschiedenen Optionen verglichen werden und gleichzeitig soll darauf geachtet werden, dass es zu der Markensprache passt.
5. Performance-Daten hinzufügen und die Maschine trainieren: Informationen zur Öffnungsrate und Klickrate können dann der KI im Nachgang zur Verfügung gestellt werden, sodass sie daraus weiter lernt und zukünftige Erfolgsprognosen verbessern kann.
Künstliche Intelligenz ist eine spannende Technologie, die viele Bereiche in Unternehmen - vor allem im Marketing - revolutionieren wird. Viele glauben, dass KI derzeit noch in der Zukunft liegt, jedoch sind wir bereits im Zeitalter der künstlichen Intelligenz angekommen. Wie schnell sie sich ausbreitet, kommt ganz darauf an, wie schnell Firmen ihr vertrauen und bereit sind, in ihre Prozesse mit einzubauen.