Bewegtbild im B2B – Teil 2

11 Video-Formate an denen kein Weg vorbei führt

| Autor / Redakteur: Claudia Leischner / Georgina Bott

In einer immer visueller werdenden Welt lohnt es sich für Unternehmen auch in der B2B-Kommunikation Videos einzusetzen. Daran führt kein Weg vorbei.
In einer immer visueller werdenden Welt lohnt es sich für Unternehmen auch in der B2B-Kommunikation Videos einzusetzen. Daran führt kein Weg vorbei. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Marketer in B2B-Unternehmen haben es nicht leicht: erklärungsbedürftige Produkte, komplexe Lösungen. Ziemlich viel Content, der schnell und einfach vermittelt werden muss. Wie das geht? Am besten mit dem Marketing-Instrument Video.

Vom Erklärvideo über Recruiting-Videos und Virals bis hin zu Webinaren – der zweite Teil der Serie „Bewegtbildformate im B2B“ gibt einen Überblick über die elf gängigsten Video-Formate in der B2B-Kommunikation.

7 Gründe, warum Video im B2B ein Muss ist

Bewegtbild im B2B – Teil 1

7 Gründe, warum Video im B2B ein Muss ist

15.08.17 - Marketer im B2B haben es nicht leicht: erklärungsbedürftige Produkte, komplexe Lösungen. Ziemlich viel Content, der schnell und einfach vermittelt werden muss. Wie das geht? Am besten mit dem Marketing-Instrument Video. Was man hört und sieht, wird besser aufgenommen und bleibt in Erinnerung. lesen

1. Corporate Image-Film und Promotional Videos

Mit dem klassischen Unternehmensfilm kann die eigentliche Markenstory inszeniert werden. So kann dem Kunden das Unternehmen beispielsweise durch einen virtuellen Rundgang näher gebracht werden. Unternehmen setzen Imagefilme zur Außendarstellung ein, um sie etwa an Multiplikatoren wie Pressevertreter zu versenden oder sie auf der Webseite und im firmeneigenen YouTube-Kanal zugänglich zu machen. Häufig wird dieses Format bei Feierlichkeiten, Relaunches oder allgemein zur (Re-) Positionierung eingesetzt. Auch die Historie einer Firma ist ein ideales Element für einen gelungenen Corporate Imagefilm. Welche Effekte den Corporate Image Film dominieren, ist dabei Geschmackssache: Volvo setzte 2016 auf eine Modelleisenbahn-Optik, Toshiba auf futuristische Elemente, ABB auf den Schwarzweiß-Blick in die Historie und das Softwareunternehmen Medidata auf die Architektur der Hoffnung. Dass man auch mit kleinem Budget erfolgreich sein kann, zeigt der herrlich ironische Kurzfilm für den Münchner Obststandl Didi, der alle Corporate Imagefilme persifliert und 2014 dafür den Webvideopreis erhielt. Darüber hinaus gibt es Promotional Videos, die ebenfalls auf die eigentliche Markenstory einzahlen. Beispielgebend hat gyro hier für Google Partners einen Film zur Aktivierung für Google Partners erstellt.

2. Erklärvideo oder How-to-Video

Wie schon der Name vermuten lässt, erklären Unternehmen ihren Kunden oder anderen Zielgruppen in How-to-Videos Produkte und Dienste möglichst einfach (Customer Education). In ihrer medialen und didaktischen Gestaltung können sich die Erklärvideos stark unterscheiden – von einfachen Tutorials, in denen eine Handlung vorgemacht und gegebenenfalls erläutert wird, bis hin zu didaktisch und medial aufwendig gestalteten Erklärvideos.

How-To-Videos sind sehr beliebt und können unterschiedlich aufwändig und in verschiedenen Stilformen auf- und umgesetzt werden: zum Beispiel gezeichnet, illustriert oder animiert – mit und ohne Corporate Identity des Absenders. Wichtiges Element bei Erklärvideos ist das Storytelling, mit Hilfe dessen die Botschaft des Videos emotional verankert wird. So gibt die Unicredit Bank ihren Vertriebsmitarbeitern beispielsweise eine Video an die Hand, das die Funktionsweise von Virtual Accounts erklärt. Oder Solarlux zeigt die Produktvorteile seiner Glas-Faltwand in einer witzigen Kombination aus Zeichnung und Realbild.

3. HR oder Recruiting-Videos

Immer mehr Berufsverbände und Unternehmen setzten Recruiting-Videos im Personalmarketing ein, die die Karriereseiten und Stellenanzeigen ideal ergänzen und das perfekte Format für Soziale Netzwerke sind: Weiche Faktoren wie Work-Life-Balance und Arbeitsklima lassen sich mit solchen Filmen, in Form von Interviews, Reportage- und Dokumentationselementen besser darstellen. Es können Mitarbeiter und/oder Vorgesetzte zu Wort kommen, die über ihre Arbeit berichten und Gründe thematisieren, die für das Unternehmen als Arbeitgeber sprechen. Recruiting-Videos sind ein Instrument im Personalmarketing, um das Matching – also die Wahrscheinlichkeit, dass Personaler einen passenden Kandidaten finden – zu erhöhen. Schwierig bei der Umsetzung ist die Gratwanderung zwischen Selbstironie und der glaubwürdigen der Inszenierung von Authentizität: So hat das Bäckerei-Handwerk mit etwas viel Pathos versucht, Auszubildende anzusprechen. Die Krones AG, Anlagenhersteller für die Getränkeindustrie, inszeniert die hauseigene Fotografin mit ihrem Jobprofil bombastisch, aber symypathisch. Oder die Münchner PR-Agentur cocodibu nimmt sich und ihren Alltag im Dick&Doof-Stil auf die Schippe.

4. Livestream (Social)

Weil in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Twitter berufliche und private Nutzung verschwimmen, können auch sie für Recruiting-Zwecke genutzt werden. In Echtzeit-Übertragungen (zum Beispiel via Facebook Live oder mit einem Twitter-Livestream) können Fragen der Zuschauer direkt beantwortet werden. Besonders aus HR-Sicht ist die Verwendung von Live-Videos hilfreich, da Interessierte direkt alles Wissenswerte über das Unternehmen erfahren können. Die Mediaagentur Vizeum nutzte beispielsweise Facebook Live im Juni, um mit CEO Thomas Le Thierry über die Erwartungen an Cannes Lions zu sprechen. Isobar CEO Jean Lin war ebenfalls über #DANlive auf Facebook und Zuschauer konnten direkt Fragen hinsichtlich Creativity und Artificial Intelligence stellen.

5. Messefilm

Eine Messe ist die ideale Plattform, um bei Menschen vor Ort Neugier zu wecken und sie zu überzeugen. Der Messefilm bietet die Möglichkeit, direkt mit potenziellen Kunden ins Gespräch zu kommen. Im Film können Produkte in Aktion präsentiert werden, ohne sie tatsächlich ausstellen zu müssen. Die Präsentationsart findet entweder auf einer großen Bühne statt – die Qualität muss dementsprechend aufwändig, hochwertig und in einem großen Format sein – oder auf kleineren Messe-Bildschirmen am Stand, mit unterschiedlichen Produktionsarten.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44815413 / Digital)