Jede Zeit braucht ihre Helden, auch das digitale Zeitalter. Doch statt Prinzessinnen aus den Klauen von Drachen und Riesen zu befreien, arbeiten die Helden unserer Gegenwart an der größten wirtschaftlichen Revolution seit der Erfindung der Dampfmaschine. Sie sind die Protagonisten der Digitalisierung, die Agents of Transformation.
Die Agents of Transformation sind die Protagonisten der Digitalisierung.
Ihnen verdanken wir die immensen Produktivitätsgewinne und Lebenserleichterungen, die digitale Technologien mit sich bringen. Eine Umfrage von AppDynamics zeigt, was die Agents of Transformation auszeichnet und welchen Hürden sie sich in deutschen Unternehmen gegenübersehen.
Was ist ein Agent of Transformation?
Agents of Transformation sind IT-Fachleute, die über die notwendigen Fähigkeiten, hohe Ambition und Zukunftsorientierung verfügen, um Innovationen selbstständig zu verwirklichen und auf diese Weise die digitale Transformation voranzutreiben. Sie streben danach, sich selbst, ihr Arbeitsumfeld und ihr Unternehmen konstant weiterzuentwickeln. Agents of Transformation beschreiben sich laut einer aktuelle Umfrage als neugierige und kreative Problemlöser (97 Prozent) sowie als logische, analytische und kritische Denker (97 Prozent). Sie agieren mit dem Anspruch, ihre Umwelt mitzugestalten. 95 Prozent wollen durch ihre berufliche Tätigkeit ein positives und dauerhaftes Vermächtnis hinterlassen. Sie haben deshalb eine intrinsische Motivation, sich zu engagieren. Im Schnitt zielen 70 Prozent ihrer Aktivitäten im Unternehmen darauf ab, digitale Innovation voranzutreiben.
Die drei größten Hürden für Agents of Transformation
Viele IT-Fachleute streben eine Rolle als Digitalisierungsgestalter an. Sie tatsächlich auszufüllen, ist jedoch nicht ganz einfach. Der Umfrage zufolge erfüllen aktuell lediglich vier Prozent der IT-Mitarbeiter in deutschen Unternehmen die Kriterien. Die technischen, kulturellen und persönlichen Hürden, die es auf dem Weg zum Agent of Transformation zu überwinden gilt, erweisen sich für viele schlicht als zu hoch. Insbesondere dürfen die folgenden drei Herausforderungen nicht unterschätzt werden:
1. IT-Fachleuten fehlt es an Zeit, Know-how und Selbstvertrauen
Oftmals sehen die befragten IT-Fachleute die Probleme bei sich selbst. 24 Prozent geben an, dass es in erster Linie ihre eigene Angst vor dem Versagen ist, die sie davon abhält, in die Rolle eines Agent of Transformation zu schlüpfen. 28 Prozent sehen fehlendes Know-how als ein Problem – insbesondere wenn es darum geht, aus Daten die richtigen Schlüsse zu ziehen und daraus entsprechende strategische Notwendigkeiten abzuleiten. Weitere 27 Prozent beklagen, dass sie zu viel Zeit damit verbringen, Hard- und Software am Laufen zu halten, anstatt sich auf Innovationsthemen zu konzentrieren.
2. Strukturen im Unternehmen verhindern den Wandel
Auch verkrustete Strukturen im Unternehmen können zur Folge haben, dass Agents of Transformation scheitern. Viele IT-Fachleute sehen deshalb ihren Arbeitgeber in der Pflicht. 48 Prozent wünschen sich von ihm, dass er der IT-Abteilung mehr Priorität einräumt und entsprechend investiert. 46 Prozent erwarten hochwertige und vor allem relevante Weiterbildungsmaßnahmen. Als größte Hürde für ihre Digitalisierungsinitiativen sehen sie ein innovationsfeindliches Mindset, das noch in viel zu vielen Unternehmen vorherrscht (41 Prozent).
3. Strategische Initiativen erfordern eine solide Datenbasis
Agents of Transformation benötigen Daten. Sie treffen keine Entscheidung, bewerten keinen Vorfall und geben keinen Ratschlag, ohne vorher das passende Dashboard konsultiert zu haben. Die Daten eröffnen eine strategische Sichtweise auf wiederkehrende Probleme: Wie können wir sie nicht nur lösen, sondern sicherstellen, dass sie gar nicht erst auftreten? 95 Prozent der Agents of Transformation sind überzeugt, dass genaue, kontextbezogene Daten unverzichtbar sind, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Allerdings beklagen 32 Prozent, dass sie keinen Zugriff auf Software und Tools haben, die sie benötigen, um Daten in Echtzeit in kontextspezifische Erkenntnisse umzuwandeln. 22 Prozent fehlt insgesamt der Zugang zu Daten, die zum Erreichen von Innovationszielen unverzichtbar sind.
Unternehmen müssen handeln
Was lässt sich aus all dem schlussfolgern? 33 Prozent der IT-Fachleute in deutschen Unternehmen sind überzeugt, dass sich ohne Agents of Transformation Innovations- und Digitalisierungsprojekte schlicht nicht umsetzen lassen. 28 Prozent befürchten Wettbewerbsnachteile und finanzielle Auswirkungen, wenn dieser Typ von Mitarbeiter fehlt. Wer diese Folgewirkungen vermeiden will, muss ein Umfeld schaffen, in dem Agents of Transformation sich wohlfühlen und erfolgreich sein können. Dazu gehört eine neue Bereitschaft seitens der Verantwortlichen, Innovationsprojekte zu fördern, und das nicht nur finanziell. Außerdem bedarf es passender Lösungen, die datengestützte Entscheidungen ermöglichen. Denn nur unter diesen Voraussetzungen fühlen Agents of Transformation sich wohl – und nur mit ausreichend Agents of Transformation an Bord können Unternehmen im digitalen Zeitalter erfolgreich sein.
Stand: 08.12.2025
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