Immer mehr Unternehmen nutzen KI-Tools, um in der dynamischen Welt des Content Marketings mithalten zu können. Laut einer Studie hapert es dabei oft noch an der technischen Umsetzung. Wir erklären, wie Unternehmen den Anschluss nicht verlieren.
Die Ära Schreibmaschine ist lange vorbei. Folgt jetzt das Ende der „manuellen Content Erstellung“?
Die Ergebnisse des „The State of CMS Report“ von Storyblok, für den 1.719 Unternehmen aus Deutschland, Schweden, Großbritannien, den Niederlanden und den USA zum Thema Content-Management befragt wurden, zeigen eindrücklich die vorhandene Relevanz von KI im B2B Marketing.
Der Report gibt dabei nicht nur Einblick in das Nutzungsverhalten zum Thema Content Management Systeme (CMS), sondern beleuchtet auch Wünsche, Trends und Schwierigkeiten in Bezug auf Content-Produktion und den Einsatz von KI im Marketing. Was können Unternehmen tun, um wettbewerbsfähig und zukunftssicher zu bleiben?
Besondere Ansprüche an die Content-Produktion
Bereits 79 Prozent der befragten Unternehmen nutzen KI-gestützte Tools, um ihre Arbeit effizienter zu gestalten. Die Hauptanwendungsbereiche sind dabei Erstellung, sowie die Bearbeitung, Konzeption und Recherche von Inhalten. Berücksichtigt man die Anforderungen, die auf einem wechselhaften digitalen Markt an Marketing-Teams gestellt werden, sind diese Ergebnisse nachvollziehbar. Immerhin stehen Marketing-Teams unter enormen Druck, qualitativ hochwertigen Content zu liefern und das mit immer knapperen Deadlines. Von der Effizienz, die der Einsatz von KI dabei ermöglicht, profitieren vor allem Marketer im B2B Bereich.
Hier werden besondere Ansprüche an Content gestellt, da Entscheidungsprozesse häufig länger dauern als im B2C Bereich. Der Informationsbedarf ist größer und zieht in der Regel umfangreiche Recherchearbeiten mit sich – schließlich betreffen Kaufentscheidungen das ganze Unternehmen. Entsprechend ist es besonders wichtig, dass Kaufinteressierte die Informationen erhalten, nach denen sie suchen. Denn eine längere Customer Journey bietet auch mehr Abbruchpunkte.
Das spiegelt sich auch in den Umfrageergebnissen wider: Die Trends, für die sich CMS-Nutzer bei der Befragung am meisten interessieren (jeweils 56 Prozent), sind KI-Lösungen zur Automatisierung sowie Personalisierung von Content.
Durch die Implementierung von Tools zur Automatisierung repetitiver Aufgaben können Unternehmen ihre Effizienz steigern, Kosten senken und Ressourcen für komplexere und kreativere Aufgaben freisetzen, wie z.B. die Content-Produktion. KI-gestützte Analysetools wiederum helfen dabei, die Inhalte noch spezifischer auf die Zielgruppen zuzuschneiden und relevant zu gestalten.
Was erschwert Unternehmen die effektive Nutzung von KI?
Obwohl das Interesse an KI-gestützten Lösungen groß ist, nutzen viele Unternehmen monolithische CMS, die keine Integrationen von KI-Tools ermöglichen. Solche CMS sind aufgrund mangelnder Omnichannel-Funktionen und technologischer Inflexibilität nur schwer erweiterbar.
Für User stellt das einen der größten Pain Points bei der Nutzung ihres CMS dar. Besonders deutlich wird die mangelnde Flexibilität, wenn mehrere Teams aus verschiedenen Bereichen mit denselben Daten und Inhalten arbeiten müssen: Dann steigt das Risiko, dass Datensilos entstehen und das Verwalten der Daten wird unübersichtlich.
Viele Unternehmen versuchen, die unzureichende Flexibilität ihrer monolithischen CMS auszugleichen, indem sie mehrere CMS gleichzeitig einsetzen – beispielsweise um Omnichannel-Strategien umzusetzen. Auf diese Weise fehlende Funktionen auszugleichen, ist jedoch nur begrenzt möglich. Zudem leiden darunter in der Regel Benutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit.
Auch die Content-Produktion wird dadurch erheblich komplexer und ineffizienter. Im Vergleich zu monolithischen CMS lassen sich Headless CMS vielseitiger anpassen und erweitern. Sie ermöglichen es Unternehmen, Inhalte einmal zentral zu erstellen und auf verschiedenen Kanälen wie Websites, mobile Apps, IoT-Geräten und sogar sprachgesteuerten Assistenten zu präsentieren.
Wie kann eine erfolgreiche Integration von KI-Tools aussehen?
Auf welche Weise sich KI-gestützte Tools in der Praxis einsetzen lassen, zeigt beispielsweise die Technologiepartnerschaft zwischen Storyblok, dem Online-Übersetzungsdienst DeepL und einer internationalen B2B E-Commerce Agentur. Um die volle Leistungsfähigkeit von KI auszuschöpfen, hat Virtual Identity Integrationen von ChatGPT (BETA) sowie DALL-E (BETA) im CMS von Storyblok umgesetzt.
Dadurch erhalten Anwender direkten Zugriff auf KI-generierte Assets, die sie nutzen können, um bestehenden Content anzureichern, zu optimieren und anzupassen. Die nahtlose Nutzung der Anwendungen ermöglicht die integrierte Erstellung von Content innerhalb bereits bestehender Arbeitsabläufe.
KI in der Zukunft: Was erwartet Unternehmen?
Insgesamt zeigt der Report sehr deutlich, welche Rolle KI-Tools im Marketing bereits eingenommen haben. Acht von zehn Unternehmen setzen KI-gestützte Marketing-Tools für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen ein – eine Akzeptanzquote, die im B2B Marketing bisher als beispiellos gilt. Dabei erfolgt der Einsatz von KI nicht unbedacht: Drei Viertel der Unternehmen haben Sicherheitsvorkehrungen oder Vorschriften für den Einsatz von KI implementiert und gehen mit bestem Beispiel voran.
Stand: 08.12.2025
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Aus dem Report geht jedoch auch hervor, dass der begrenzte technische Funktionsumfang der genutzten CMS Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Ziele einschränkt. Das gibt Anlass dazu, den Blick künftig verstärkt auf Headless CMS zu richten.
Mit ihrer Flexibilität und unkomplizierten Skalierbarkeit im Vergleich zu monolithischen CMS stellen sie einen zukunftssicheren Ansatz dar. Und angesichts der Geschwindigkeit, mit der Entwicklungen auf dem digitalen Markt voranschreitet, ist es wichtiger denn je, technologisch gewappnet zu sein, um Schritt halten zu können.